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Do, 11:27 Uhr
16.01.2003

Theater künftig ohne Intendanz

Nordhausen (nnz). Jetzt ist es raus: Dem Nordhäuser Theater wird künftig ein Geschäftsführer vorstehen. Damit konnte ein Streit zwischen den beiden Gesellschaftern der GmbH in Nord- und Sondershausen beigelegt werden.


In den nächsten Tagen wird die Stelle der Geschäftsführung für die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH deutschlandweit in Tages- und Fachzeitschriften ausgeschrieben. Die Geschäftsführung soll sowohl die künstlerische als auch die wirtschaftliche Gesamtverantwortung tragen. Die Position ist ab dem 1. August 2004 zu besetzen. Das hat jetzt Klaus Wahlbuhl, Nordhausens Bürgermeister und GmbH-Aufsichtsratsvorsitzender, bekannt gegeben. Gestern hatte sich die Stadt Nordhausen als Hauptgesellschafter dazu mit Joachim Kreyer, Bürgermeister des Mitgesellschafters Stadt Sondershausen, abgestimmt.

Die Geschäftsführung soll Sorge tragen, dass sich das Theater einem flexiblen Ganzjahresbetrieb öffnet, heißt es in der Ausschreibung. „Wir suchen eine Persönlichkeit, die in der Lage ist, den Betrieb künstlerisch ambitioniert und zugleich wirtschaftlich kompetent führt“, erklärte Wahlbuhl. Erwartet würden zugleich neue konzeptionelle Ansätze, Erfahrungen im Kulturmanagement und die Bereitschaft zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Trägern und Festigung bzw. Erweiterung des überregionalen guten Rufes des Kinder- und Jugendtheaters der GmbH.

Mit der Formulierung „Geschäftführer/-in“ anstelle von „Intendanz“ entspreche man den Vorgaben eines Beschlusses des Nordhäuser Stadtrates aus dem zurückliegenden Jahr, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende. „Die Geschäftsführung soll nicht nur Sorge tragen, dass der künstlerische Betrieb läuft, sondern auch, dass das Haus immer gut besucht ist – deshalb sind Erfahrungen im Kulturmanagement nötig.

Ein reiner Intendantenvertrag hätte außerdem bedeutet, dass praktisch alle Entscheidungen zu Programm bzw. Angebot des Theaters und Personalentscheidungen faktisch außerhalb des Einflusses der Träger des Theaters liegen würden. Wir als Gesellschafter müssen aber prinzipiell die Möglichkeit haben, wichtige Entscheidungen zu beeinflussen“, so Wahlbuhl.

Wie es scheint, haben die Gesellschafter aus den Querelen der zurückliegenden Jahre gelernt. Und erstmals konnte sich die Stadt Nordhausen mit ihren Intentionen gegenüber der Musikstadt Sondershausen durchsetzen. Letztlich stellt der Ausschreibungstext der jetzigen Intendanz und Geschäftsleitung ein Armutszeugnis aus, hieß in den Reihen des Stadtrates. Jetzt werde all das gefordert, was in den zurückliegenden Jahren vermisst wurde, erfuhr die nnz. Vielleicht ist es noch nicht zu spät für das Theater in Nordhausen.
Autor: nnz

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