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Di, 07:12 Uhr
14.01.2003

nnz-Rückspiegel: 14. Januar 2002

Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Reemtsma, Kandidaten und Geburtstag


Keine Chance für einen Verkauf
Die Situation am Nordhäuser Reemtsma-Standort hat sich in den zurückliegenden Wochen kaum verändert. Es wird produziert. Mehr nicht. Obwohl die Produktion im „Bereich des Normalen“ liegt, schwebt über der Straße der Genossenschaften ein bedrückende Gefühl. Es geht dem Ende entgegen. Mitte des Jahres wird der Betrieb geschlossen. An dieser Entscheidung der Konzernzentrale hat sich bislang nichts geändert.

Noch im vergangenen Jahr zeigten sich die Politik und die Gewerkschaft kämpferisch (siehe dazu auch im nnz-Archiv). „Wir wollen den Standort in Nordhausen nicht kampflos aufgeben“, kündigten Landrat, Oberbürgermeisterin und die Gewerkschaft NGG auf einer Belegschaftsversammlung an. Worte, denen nach Ansicht von Betriebsrat Harald Messner keine Taten folgten. Auch die Landesregierung habe dieses Thema abgehakt. Weder in Hamburg, Erfurt noch in Nordhausen habe sich ein Interessent für den Kauf des Standortes gemeldet...ausführlich im nnz-Archiv


Zwischen Schein und Realität
Die „Grüne Woche“ in Berlin ist nicht nur für Landwirte ein Top-Event, sondern auch für Thüringer Politiker. Einer davon ist Egon Primas (CDU). nnz hat sich mit ihm über Eindrücke und Schussfolgerungen unterhalten. Auf der diesjährigen „Grünen Woche“ in Berlin spiegeln sich für den Landtagsabgeordneten zwei Welten wider: Die reale Welt und die von Bundesministerin Renate Kühnast. Die hat nach Primas seinen Auffassungen nur wenig oder nichts mit dem Berufsstand des Landwirtes am Hut. Während Frau Kühnast lediglich in Begleitung der Medien in den Hallen des ökologischen Landbaus unterwegs war, vermied sie doch weitestgehend den Kontakt mit der realen Welt.

Nicht so die Besucher in Berlin. Die konnten sich vor allem an den Thüringer Ständen von der Leistungskraft der Landwirtschaft, aber auch über deren Probleme informieren. Für die Thüringer Landwirtschaftspolitik komme es auch in diesem Jahr darauf an, den derzeitigen Status Quo zu halten. „Fast immer wenn im Kühnast-Ministerium irgendetwas beschlossen und entschieden wird, dann muß die Landesregierung regulierend eingreifen und die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, bilanziert Primas...ausführlich im nnz-Archiv


Personelle Parteischwäche im Landkreis
Das Küren der Kandidaten für den Bundestagswahlkampf hat nun auch im Wahlkreis 190 begonnen. Personen aus dem Landkreis Nordhausen spielen da jedoch keine Rolle.

Manfred Grund Ob nun CDU oder SPD, PDS oder FDP – es wird auch für diesen Bundestagswahlkampf keinen Kandidaten aus dem Landkreis Nordhausen geben. Mit Manfred Grund haben die Christdemokraten gerade einen gestandenen Mann erneut in das Kandidatenamt gehoben. Ziemlich eindeutig war das Sollstedter Resultat. An einen Eichsfelder haben sich die Mitglieder und das Wahlvolk mittlerweile gewöhnt. Seit 1990 und vielleicht bis in alle Ewigkeit wird es so bleiben. Haben im Landkreis Nordhausen 652 Frauen und Männer das CDU-Parteibuch in der Tasche oder Schublade, so sind es im Landkreis Eichsfeld 1.842. Allein aus dieser Tatsache heraus ist ein eigener Kandidat eher dem christlichen Wunschdenken in unserer Region zuzurechnen. Auch wenn Kreisgeschäftsführer Maik Schröter nach der Stoiber-Kandidatur schon wieder eine Neuaufnahme vermelden konnte.

Gerhard Jüttemann Eine Eichsfelder Dominanz ist auch bei der PDS auszumachen. Hier wird Gerhard Jüttemann klar und eindeutig das Rennen machen. Die Nordhäuser Sozialisten werden am 26. Januar auf ihrem Kreisparteitag wohl auch kaum einen Versuch unternehmen, um einen Menschen gegen Jüttemann antreten zu lassen. Dabei ist der Katholik und Bergmann wohl doch noch einen Tick näher dran an den Menschen in dieser Region als es seine Vorgängerin Dr. Fischer aus Südthüringen war.

Eckhard Ohl Noch desaströser zeichnet sich derzeit das personelle Bild der zweiten großen Volkspartei, der SPD, ab. Die Sozis fanden weder im Landkreis Nordhausen, noch im benachbarten Eichsfeld einen passenden Mann oder eine passende Frau. Vermutlich scheint der eventuelle Job in Berlin so wenig lukrativ oder so wenig realistisch, dass dafür jemand seinen Namen hergeben will. Da muß es dann der ehrenamtliche Bürgermeister aus Schlotheim, Eckhard Ohl, richten. Der hat jetzt schon als „Betreuer“ seine Zelte in der „Nr. 190“ aufgeschlagen. Nicht ohne heimatliches Murren. Im Unstrut-Hainich-Kreis plagen die Sozialdemokraten mehrheitliche Ängste, Ohl sein Schirm könne die ersten Löcher bekommen. Wie lange der Ziehvater des dortigen Landrates diesen Spagat zwischen der Heimat- und der Wahlfront aushalten kann, das bleibt abzuwarten. Ziemlich sicher ist, dass Eckhard Ohl, der so ganz nebenbei noch als Kreisvorsitzender seiner Partei fungiert, wieder in den Bundestag einziehen wird. Ziemlich sicher nicht als Direktkandidat, aber ein guter Listenplatz scheint ihm doch sicher. Aber auch das ist Fakt: Ein Ohl ist immer noch besser als seine Vorgängerin als Kandidatin, die jetzt für die große Politik in Europa zuständig ist.

Andreas Kniepert Bleibt die Thüringer Skandalpartei Nr.1 – die FDP. Die bringt auch keinen eigenen Kandidaten aus dem Landkreis Nordhausen auf die Reihe, die bringt auch keinen aus dem benachbarten Eichsfeld, nicht mal aus Nordthüringen. Ihren Wahlkreis hat sich Landeschef Andreas Kniepert persönlich ausgeguckt. Vermutlich, so der Thüringer Oberliberale, kennt man in der Politprovinz nicht die wundersamen Vorgänge in der FDP-Führungsetage. Sie an dieser Stelle zu erwähnen, wäre bloße Zeichenverschwendung, selbst im Internet.
Peter-Stefan Greiner


Nordhausen feiert 1075. Geburtstag
In diesem Jahr wird Nordhausen 1075 Jahre alt – das soll gefeiert werden. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke ruft alle Nordhäuser und Gäste zur Mitarbeit in einem Festkomitee auf. Die Feierlichkeiten zu diesem Stadtjubiläum sollen sich denn auch über mehrere Wochen erstrecken. Vielfältige Veranstaltungen sind geplant. „Unsere Stadt wird 1075 Jahre alt. Diesen Geburtstag wollen wir feiern – nicht nur für die Menschen in Nordhausen, sondern mit ihnen. Alle Vereine, Organisationen, Unternehmen, Schulen und Privatpersonen lade ich deshalb zur Mitarbeit im Festkomitee ein. Dort wollen wir gemeinsam die Feiern vorbereiten und umsetzen – und dort brauchen wir Ideen und Vorschläge für Veranstaltungen aller Art für die Festwochen...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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