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Mo, 11:22 Uhr
13.01.2003

Erster Hilfstransport beendet

Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser Tschernobyl-Hilfe e.V. hat ihren ersten Hilfstransport in diesem Jahr erfolgreich angeschlossen. Über das „Abenteuer“ berichtet in der nnz Thomas Kleemann.


Hilfe kommt an Vor wenigen Tagen startete der erste humanitäre Hilfstransport 2003 aus Nordthüringen in Richtung Weißrussland. Voll gepackt mit 18 Tonnen privaten Lebensmittelpaketen und anderen wichtigen Spenden erreichte der gecharterte LKW der Nordhäuser Tschernobyl - Hilfe e.V. seinen Bestimmungsort, rechtzeitig vor dem orthodoxen Weihnachtsfest, welches am 07. Januar gefeiert wird. Bei bis zu Minus 35 Grad Celsius wurden alle Pakete an die Empfänger in Pokoljubitschi gegen Unterschrift übergeben. Außerdem erhielten die Kinder im Kindergarten, in der Schule und die Schule selbst Süßigkeiten und andere wichtige Spenden.

Weiterhin wurden Hilfsgüter und Tapete zur Renovierung in einem nahe gelegenen Altenheim übergeben. Ebenso die über 200 Bananenkisten für den Ort Narowlja an der ukrainischen Grenze. Sie wurden im Auftrag des Mühlhäuser Tschernobyl Vereins dorthin transportiert. Für die Fahrt vom Pokoljubitschi zum Bestimmungsort dieser Pakete wurde eigens ein einheimischer LKW gechartert, bevor auch sie ordnungsgemäß gegen Unterschrift und Stempel in der Schule Nr. 1 übergeben wurden. Von hier aus wurden Sie an die Familien verteilt.

Mit einer positiven Bilanz über den Verlauf des Transports und gemischten Gefühlen über die Situation vor Ort, traten am Donnerstag die sechs Helferinnen und Helfer Roswitha Koch, Claudia Hüllenhagen, Peter Kucklick, Dirk Liebram, Kay Wrede und Vereinschef Wolfgang Koch, die fast 1600 Kilometer lange Heimreise an. Dieser Transport war der erste im Jahr 2003 der durch die Nordhäuser Tschernobyl - Hilfe e.V. organisiert wurde, derzeit folgen ihm noch drei weitere LKW der Dritte Welt Initiative, wünschen wir Ihnen immer mindestens fünf Zentimeter Asphalt unter den Rädern, damit auch ihre Spenden bei dem zum Teil verschneiten und vereisten Straßen ankommen, wenn auch diese Hilfe nur eine Tropfen auf dem heißen Stein ist und vorerst bleibt.

Glücklich „Helfen Sie weiter, wie im Jahr 2002 die Not zu lindern, damit in Zukunft die Kinder von Tschernobyl eine Zukunft haben“, bittet Thomas Kleemann. Am Ende hatten die Helfer um Wolfgang Koch neben den vielen kleinen Geschenke für Nordhäuser Familien auch die Termine für den anstehenden Kindersommer 2003 im Gepäck. Bereits zum dritten Mal führt die Nordhäuser Tschernobyl - Hilfe e.V. den Kindersommer für weißrussische Kinder aus dem Raum Gomel durch. So auch in diesem Jahr. Für insgesamt 10 Kinder und eine Betreuerin organisiert der Verein die Ferien, welche sie so schnell nicht vergessen werden. Die Kids, die zum ersten Mal im Ausland sind, werden die ersten Tage im Schullandheim Schneckenhengst des Horizonts in Bleicherode verbringen, bevor sie für eine weitere Woche zu Gastfamilien gehen. In der ersten Woche steht, so wie in den Jahren zuvor ein buntes Programm auf der Tagesordnung.

Für die zweite Woche sucht der Nordhäuser Tschernobyl - Hilfe liebevolle Gasteltern, die für acht Tage ein oder zwei Kinder ein nettes Zuhause bieten. Die Kinder sind im Alter von acht bis neun Jahre und besuchen die 3. Klasse der Schule von Pokoljubitschi. Interessenten melden sich bitte unter 03631 / 99 00 90, oder im Büro in Hesserode. Ebenso können weißrussische Kinder, welche von Gastfamilien privat eingeladen werden, im Landkreis NDH und Umgebung ihre Ferien verbringen. Insgesamt bietet der Verein im Rahmen des Kindersommers 2003 den Gasteltern zwei Durchgänge zu 17 und 33 Tage an. Ab sofort können für alle Kinder im Zeitraum 21. 6. bis 6. 7 .2003, oder 5. 7. bis 3. 8. 2003 Plätze in einem der Reisebusse reserviert werden. Für Geldspenden zu diesem Zweck, ist ein Spendenkonto bei der Kreissparkasse Nordhausen BLZ 82054052, Konto: 37007777 eingerichtet. Helfen Sie mit, dass diese Ferien für die Kinder ein großes Erlebnis werden. Jeder Euro hilft, damit sich das Immunsystem der Kids regeneriert, denn alle leiden mehr, oder weniger unter den Folgen des größten und schwersten Unfall im Zeitalter der Atomenergie, dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986, der sich in diesem Jahr, am 26. April zum 17. Mal jährt.

Weitere Infos gibt es natürlich auch im Internet.
Thomas Kleemann
Autor: nnz

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