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Mi, 10:10 Uhr
21.04.2010

Halbzeit für „Obst & Gemüse"

Frisches Obst & Gemüse kostenlos für alle Grundschüler – dieses ursprünglich thüringenweit angedachte Projekt konnte zumindest im Norden des Freistaates, in Nordhausen, beispielhaft vor einem halben Jahr anlaufen. Die nnz mit einer Halbzeitbilanz...


Nach der konzeptionellen Planung und Mittelbeschaffung durch die Stadt beim Landwirtschaftsministerium und aus dem EU-Fond, setzte sie das Lippenbekenntnis kurzerhand mit den ins Boot geholten Verbündeten um. Die LIFT gGmbH als ausführender Dienstleister, die ARGE als Unterstützer und nicht zuletzt die Schulen mit ihren Hortnerinnen. Im Dezember rollte das Pilotprojekt an, und das Obst und Gemüse an drei Tagen in der Woche zu den insgesamt ca. 900 Kindern an den sechs Grundschulen. Ein Kamerateam des mdr-Fernsehens berichtete.

Sechs Frauen arbeiten seitdem in einer von der ARGE geförderten Maßnahme bei LIFT. Im Vorfeld galt es, diese Teilnehmerinnen für ihre teilweise durchaus pädagogische Aufgabe fit zu machen. Denn es gilt neben dem Portionieren, Arrangieren, Zubereiten, Liefern und Austeilen von Obst, Säften, Dipps, Quarks und Salaten, Inhalte zum Thema kindgerecht aufbereitet zu transportieren. Plakate, Spiele, Bildmaterial und Puzzle vermitteln wertvolles und fehlendes Wissen.

„Sie geben Auskunft über Namen, Herkunft, Anbau und Verwendung von Obst, Gemüse und Kräutern“, erläutert Andrea Hellmuth-Diener, die als Sozialpädagogische Betreuerin der LIFT gGmbH auch verantwortlich für den regelmäßigen Kontakt mit den Zuständigen für die Bereitstellung der Mittel und inhaltlichen Gestaltung der Stadtverwaltung Nordhausen ist. Bei der Zubereitung während der Ferienfreizeiten und zu Projekttagen erlangen die Schüler zudem wesentliche Grundfähigkeiten.

Nicht nur die Schüler bekommen so neue Impulse. Auch für die von der ARGE geförderten Frauen bedeutet es eine Weiterentwicklung. LIFT-Geschäftsführerin Hannelore Haase: „Dies ist eine ganz neue Maßnahmequalität, von der die sechs Teilnehmerinnen in vielerlei Hinsicht stark profitieren.“

Längst nicht alles, was bisher auf den Tellern landete, kannten die Schüler. Trotzdem eroberte „Ungwöhnliches“, wie beispielsweise Rettich, inzwischen die Wunsch-Hitliste der Kinder. Mit der aktiven Lenkung zu gesunder und leckerer Kost gelingt ein nachhaltiger Effekt, der in die Familien getragen wird. Vornehmlich findet sich Regionales und Saisonales, beispielsweise aus der Goldenen Aue und dem Hainich auf dem Speiseplan. „Dass das Hauptaugenmerk beim Einkauf auf hiesigen Erzeugern liegt, war eine Vorgabe der Stadt und für uns als LIFT gGmbH ebenso wichtig wie notwendig“, betont Hannelore Haase und unterstreicht die damit verbundene wirtschaftliche Bedeutung für die heimischen Produzenten.

Lobend erwähnt Andrea Hellmuth-Diener den tollen Einsatz und die hervorragende Unterstützung durch das Hortpersonal, die das Projekt super mittragen.

Gleichermaßen begeistert von diesem praktizierten Beitrag zur gesunden Ernährung zeigen sich Schüler und Eltern. Heute möchte niemand mehr das Angebot missen. Und es gab bereits Anfragen, ob der Landkreis seinen Grundschülern nicht dasselbe ermöglichen kann.

Bis zum Schuljahresende bleibt die tolle Versorgung vorerst gewährleistet, die Fortführung ist mehr als wünschenswert, da sind sich ausnahmslos alle einig.
Autor: nnz

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