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Fr, 15:49 Uhr
09.04.2010

„Gute Ausbildung“ hilft

Die gestern in nnz/kn veröffentlichte „Ausbildungsumfrage 2010“ des Deutschen Industrie und Handelskammertages kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass jeder 5. Jugendliche in Deutschland aus Sicht der Unternehmen nicht ausbildungsreif ist. Die DGB-Jugend kennt noch ein weiteres Ausbildungshemmnis...


Weitere Ausbildungshemmnisse welche die Unternehmen angeben sind zu lange Berufsschulzeiten und immerhin 24 % geben die wirtschaftliche Perspektive als Ausbildungshemmnis an.

„Ein junger Mensch der gerade aus der Schule kommt ist nun mal kein fertiger Facharbeiter. Die Unternehmen müssen ihre hohen Ansprüche zurückschrauben und den Jugendlichen eine Chance geben sich in der Ausbildung zu entwickeln“ meint Sandro Witt, der beim DGB in Thüringen für „Jugend und Berufliche Bildung“ zuständig ist.

Aufgrund immer weiter rückläufiger Schulabgängerzahlen in den letzten Jahren suchen die Thüringer Unternehmen nun auch in einigen Branchen vermehrt nach Auszubildenden. Vor allem im Hotel- und Gaststättenbereich können nicht mehr alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzt werden. Die Begründung der Unternehmer auch hier: „die mangelnde Ausbildungsreife der Bewerber_innen“.

„Beim jährlich erscheindenden Ausbildungsreport der DGB Jugend, bei dem Auszubildende nach der Qualität ihrer Ausbildung befragt werden landen die Ausbildungsberufe Hotel bzw. Restaurantfachmann/frau regelmäßig auf dem letzten Platz, daher finde ich es nicht verwunderlich, dass Jugendliche sich nicht in Hotels oder Gaststätten bewerben, wenn Überstunden, schlechte Bezahlung und regelmäßige Wochenenddienste zum Alltag des Azubis gehören“, beleuchtet Witt die andere Seite der Medaille.

In Thüringen hat nur knapp die Hälfte der Unternehmen eine Ausbildungsberechtigung und davon bildet wiederum nur knapp jedes Zweite auch tatsächlich aus.

„Diese niedrige Ausbildungsbereitschaft hat mit dazu geführt, dass junge MenschenThüringen verlassen haben. Nicht das Beschimpfen von Jugendlichen sondern das Angebot einer guten und qualifizierten Ausbildung ist die Lösung des Problems“, appelliert Witt abschließend an die Unternehmen.
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