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Fr, 07:09 Uhr
09.04.2010

nnz-Interview: Keine Entmachtung

Bei der Bezirksligamannschaft der FSG ´99 Salza läuft es momentan sportlich alles andere als rund. nnz begab sich auf Ursachen- sowie Perspektivensuche und traf sich mit dem Vereinspräsidenten Bernd Schütze zum Interview.


nnz: Herr Schütze, wie beurteilen Sie für Ihre Bezirksligamannschaft die Chancen auf den Klassenerhalt?

Schütze: Niemand ist mit dem jetzigen Tabellenplatz zufrieden. Am allerwenigsten die Mannschaft und der Trainer. Jeder der noch 11 offenen Spieltage wird zum Endspiel. Das müssen sich Mannschaft und Trainer vor jeder Partie neu verinnerlichen. Denn abgerechnet wird zum Schluss.

nnz: Gerüchten zufolge soll um den Posten von Trainer Dirk Fuhrmann eine Diskussion im Gange sein?

Schütze: Solche Gerüchte tauchen doch immer und überall im Fußball auf, wenn der gewünschte Erfolg über längere Zeit ausbleibt. Dafür muss man sogar ein wenig Verständnis aufbringen. Natürlich sind Zuschauer und Fans unzufrieden mit den Ergebnissen. Für unseren Verein kann ich jedoch nur sagen, dass Dirk Fuhrmann auch am letzten Spieltag dieser Saison auf der Trainerbank sitzen wird.

nnz:Es liegt also aus Ihrer Sicht nicht am Trainer. Etwa an der Mannschaft?

Schütze: Das wäre zu einfach. Die Jungs verlieren doch nicht mit Absicht. Vielleicht lassen sie sich aber zu sehr von ihrer eigenen Unzufriedenheit leiten und geben sich damit immer mehr selbst auf. Freilich stellt sich auch Frust ein. Was fehlt ist ein Erfolgserlebnis. Das wiederum kann nur das Team allein in 90 Minuten auf dem Platz bewerkstelligen. Zu dieser Motivation der Spieler, da müssen wir wieder hin.

nnz:Das klingt jetzt aber auch zu einfach.

Schütze: Seit Wochen haben wir uns natürlich Gedanken gemacht, wo wir unterstützen können, wo wir Impulse setzen können. In Absprache mit dem Trainer werden wir die Betreuung der Mannschaft ausweiten. So wollen wir die Erfahrungen unseres Vereinsmitgliedes Manfred Schütze nicht ungenutzt lassen, sondern noch stärker mit einfließen lassen.

nnz:Sie entmachten also Ihren Trainer?

Schütze: Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir machen das zur Stärkung des Trainers. Abstiegskampf bedeutet auch für Dirk Fuhrmann mehr Arbeit. Es wäre doch fast schon fahrlässig, die Unterstützung von Manfred Schütze mit seiner sportlichen Kompetenz abzulehnen.

nnz:Mit welcher Liga und welchem Kader planen Sie für die nächste Saison?

Schütze: Das Ziel heißt Klassenerhalt. Damit ist auch für den Moment klar, für welche Liga wir planen. In den nächsten Tagen und Wochen wird es dann Gespräche mit den Spielern zu ihren Vorstellungen für die neue Saison geben. Klar ist auch, dass wir uns personell verstärken müssen. Das Thema gehen wir an.

nnz:Vielen Dank für das Gespräch.
Autor: nnz

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Kommentare
Retupmoc
09.04.2010, 10:28 Uhr
Erster Absteiger
Salza steht als erster Absteiger fest. Aber typisch, wie man alles so schön reden kann. In den letzten Jahren wurden nur noch Fehler gemacht ( sich Wacker angebiedert, Zoff mit Silvio Böhm, Abgänge ohne Ersatz ) usw.

Natürlich liegt es weder am Trainer noch an den Spielern. Der Kader ist einfach nicht ausreichend für diese Spielklasse. Salza war einmal in dieser Stadt ein Myhtos. Eine tolle Adresse. Und heute? Und ich frage mich wo die Fachkompetenz des Herrn Schütze in den letzten Jahren war.

Hat er was gesagt zu den Aktionen - oder durfte er oder wollte er nicht? Ich kann nur hoffen, das dieser Traditionsverein nicht in der Kreisliga nächste Saison noch durchgereicht wird. Vielleicht sollte man deshalb nicht nur auf die Erfahrungen - zugegeben verdienstvoller Fußballer - sondern auch auf neue Idee setzen?
MurksMams
09.04.2010, 11:00 Uhr
Welche neuen Ideen ?
Neue Ideen. klingt prima. Nur welche ? Man darf und sollte etwas konkreter werden. Ansonsten ist das auch nur nur ein Beitrag für das Phrasenschwein. Und das Viech ist in Salza derzeit wirklich schon sehr gut genährt.
Willi
09.04.2010, 15:31 Uhr
Salza ist doch selber Schuld...
Salza hat sich seinen Untergang doch selbst zuzuschreiben. Begonnen hat alles in den Jahren, als man mit Wacker in einer Liga spielte. Damals hat Salza versucht, aus Wackers Problemen Kapital zu schlagen und Spieler und Trainer abgeworben. Anstatt die Chance zu nutzen und eine engere Zusammenarbeit anzustreben wollte Salza auf Dauer an Wacker vorbei ziehen.

Damals wäre es vernünftiger gewesen, wenn sich beide Vereine zusammengetan hätten. Ich weiß, das wollen hier einige (auf beiden Seiten) nicht hören, aber das wäre der richtige Schritt gewesen. Das Ergebnis jetzt ist, während Wacker den Weg nach oben wieder gefunden hat, gehen in Salza am kommenden WE sportlich die Lichter aus!

Und was den Trainer Dirk Fuhrmann angeht, das ist ein ausgezeichneter Mann. Vielleicht kommt er ja an seine alte Wirkungsstätte zurück. Als A-Jugendtrainer hat er bei Wacker sehr gute Arbeit geleistet. Er würde sicher gut in das Team Ludwig/Etze passen.
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