Do, 07:17 Uhr
08.04.2010
Die Zukunft der Zeitzeugen
Der Verein Jugend für Dora wird am Sonntag in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora die Ergebnisse seines Projektes Die Zukunft der Zeitzeugen präsentieren. 65 Jahre nach der Befreiung der Konzentrationslager stellt sich dringender denn je die Frage, wie die Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen in einer Zeit aussehen kann, in der es keine Zeitzeugen mehr geben wird.
Was bedeutet Gedenken, wenn der letzte Überlebende von uns gegangen ist? Wer soll die Erinnerung weitertragen? Wie kann dieses weitertragen aussehen, welche Formen kann es haben?
So oft diese Fragen in verschiedensten Kontexten diskutiert werden, so selten werden dabei jedoch diejenigen einbezogen, um die es letztlich geht: die ehemals Verfolgten selbst. In dem mehr als einjährigen Interviewprojekt Die Zukunft der Zeitzeugen haben Mitglieder von Jugend für Dora 15 Überlebende der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager in ihrer heutigen Heimat in Belgien, Frankreich, Israel, Italien, Polen und der Ukraine besucht und mit ihnen über die Zukunft der Erinnerung gesprochen.
Diese Interviews liegen nun übersetzt und thematisch geordnet in Form einer DVD-Dokumentation vor. Außerdem werden in einer Begleitbroschüre die Biographien der Befragten vorgestellt sowie die geführten Interviews zusammengefasst. Die Ergebnisse geben Einblicke in die Wünsche, Erwartungen und Visionen, aber auch Befürchtungen der ehemals Verfolgten im Hinblick auf eine Zukunft der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.
Der Verein Jugend für Dora wurde 1995 auf Anregung ehemaliger Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora gegründet. Mittlerweile engagieren sich darin über 30 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland und anderen Ländern für die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit. Gefördert wurde das Projekt unter anderem im Rahmen des Förderprogramms
der Geschichtswerkstatt Europa aus den Mitteln der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.
Weitere Förderer und Kooperationspartner sind die Stiftung West-Östliche Begegnung, die Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung, die Fondation pour la Mémoire de la Déportation, der Internationale Suchdienst Bad Arolsen, die International School for Holocaust Studies Yad Vashem sowie die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.
Das Projekt und seine Ergebnisse werden in Anwesenheit der meisten Interviewpartner sowie ihrer Verwandten im Rahmen des 65. Jahrestages der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora vorgestellt. Beginn ist am Sonntag, dem 11. April 2010 um 9.30 Uhr im Kinosaal der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, voraussichtliches Ende ist 10.15 Uhr.
Autor: nnzWas bedeutet Gedenken, wenn der letzte Überlebende von uns gegangen ist? Wer soll die Erinnerung weitertragen? Wie kann dieses weitertragen aussehen, welche Formen kann es haben?
So oft diese Fragen in verschiedensten Kontexten diskutiert werden, so selten werden dabei jedoch diejenigen einbezogen, um die es letztlich geht: die ehemals Verfolgten selbst. In dem mehr als einjährigen Interviewprojekt Die Zukunft der Zeitzeugen haben Mitglieder von Jugend für Dora 15 Überlebende der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager in ihrer heutigen Heimat in Belgien, Frankreich, Israel, Italien, Polen und der Ukraine besucht und mit ihnen über die Zukunft der Erinnerung gesprochen.
Diese Interviews liegen nun übersetzt und thematisch geordnet in Form einer DVD-Dokumentation vor. Außerdem werden in einer Begleitbroschüre die Biographien der Befragten vorgestellt sowie die geführten Interviews zusammengefasst. Die Ergebnisse geben Einblicke in die Wünsche, Erwartungen und Visionen, aber auch Befürchtungen der ehemals Verfolgten im Hinblick auf eine Zukunft der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.
Der Verein Jugend für Dora wurde 1995 auf Anregung ehemaliger Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora gegründet. Mittlerweile engagieren sich darin über 30 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland und anderen Ländern für die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit. Gefördert wurde das Projekt unter anderem im Rahmen des Förderprogramms
der Geschichtswerkstatt Europa aus den Mitteln der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.
Weitere Förderer und Kooperationspartner sind die Stiftung West-Östliche Begegnung, die Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung, die Fondation pour la Mémoire de la Déportation, der Internationale Suchdienst Bad Arolsen, die International School for Holocaust Studies Yad Vashem sowie die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.
Das Projekt und seine Ergebnisse werden in Anwesenheit der meisten Interviewpartner sowie ihrer Verwandten im Rahmen des 65. Jahrestages der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora vorgestellt. Beginn ist am Sonntag, dem 11. April 2010 um 9.30 Uhr im Kinosaal der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, voraussichtliches Ende ist 10.15 Uhr.

