Mo, 12:35 Uhr
30.12.2002
Mit der A 38 wachsen die Sorgen
Sollstedt (nnz). Mit großer Freude haben auch die Sollstedter noch rechtzeitig vor dem Einsetzen des weihnachtlichen Einkaufsverkehrs von der A 38 ab Wipperdorf bis nach Nordhausen Besitz ergriffen. Doch in dem Ort wachsen auch die Sorgen in Bezug auf den Baufortschritt der Autobahn.
In wenigen Minuten die Kreisstadt stressfrei, ohne das nervige Warten an der Wipperdorfer Schranke, zu erreichen, damit hat sich ein lang gehegter Wunsch aller Autofahrer, vor allem aber der Pendler, endlich erfüllt. Wir freuen uns darüber hinaus mit den Anwohnern der B 80 in Wipperdorf, dass der Verkehr vor ihrer Haustür nun spürbar abgenommen hat. Auch für die Bürger des Ortsteil Elende der Stadt Bleicherode wird der Durchgangsverkehr alsbald der Vergangenheit angehören, denn der Weiterbau bis zur Anschlussstelle Bleicherode ist bereits in Sicht, so der Beigeordnete der Gemeinde Manfred Warnecke.
Mit großer Sorge erfüllt die Sollstedter aber die Tatsache, dass es bezüglich des Teilstückes von Bleicherode bis nach Breitenworbis nicht recht vorangehen will: Dass es sich dabei um den schwierigsten Abschnitt der A 38 überhaupt handelt, war bereits im Linienbestimmungsverfahren Anfang der 90er Jahre klar und alle an der Planung oder an den politischen Entscheidungen Beteiligten werden nicht müde, dies bei allen denkbaren Anlässen, zuletzt bei der Freigabe des o.g. Teilstückes, zu betonen.
Noch im zweiten Quartal 2002 ging man seitens der DEGES davon aus, dass noch im Jahr 2002 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden könne, auf Sollstedter Nachfrage im November wurde aber schließlich mitgeteilt, dass zur Sicherheit noch weitere Gutachten eingeholt werden mussten, die den Zeitplan wiederum negativ beeinflusst haben (nnz berichtete). Die DEGES spricht von Ende März 2003, der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Grund nannte das zweite Quartal 2003 als Termin für die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens. Doch es sind eben nicht nur planerische Hürden zu nehmen, auch der Bau wird äußerst anspruchsvoll, angefangen von der Friedetalbrücke bis hin zum Höllbergtunnel ist mit einer längeren Bauzeit zu rechnen.
Während die angrenzenden Teilabschnitte mit ihren Entlastungen für die einzelnen Ortschaften bereits voll funktionsfähig sein werden, wird sich der gesamte Fernverkehr, der zweifelsfrei zunehmen wird, durch unsere mehr als 2 km lange Ortsdurchfahrt wälzen. Davor fürchten sich nicht nur die Anwohner der B 80, sondern alle Bürgerinnen und Bürger. Bedenkt man, dass der größte Teil der Kinder, die die Grund- und Regelschule Sollstedt besucht, die B 80 überqueren muss, kann man wohl die dadurch drohenden Gefahren ermessen, meint Warnecke.
Der Sollstedter Gemeinderat hatte sich bereits in der ersten Legislaturperiode im Jahr 1993 zu einem eindeutigen Ja zur A 38, seinerzeit noch mit der Bezeichnung A 82, bekannt. Dazu stehen auch die derzeitigen Ratsmitglieder in vollem Umfang. Es muss aber auch heute noch, wie bereits 1992 mit einem Schreiben an den damaligen Bundesverkehrsminister Krause erfolgt, darauf gedrungen werden, dass die Interessen der Bürger von Sollstedt in vollem Umfang gewahrt werden. Dafür sind ein zügiger Planungsfortschritt und eine zeitnahe bauliche Umsetzung zwingend erforderlich.
Wir fordern daher, dass so frühzeitig wie irgend möglich das Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird, damit spätestens im Jahr 2004 mit dem Bau der A 38 im Bauabschnitt Bleicherode – Breitenworbis begonnen werden kann, meint der Kommunalpolitiker abschließend.
Autor: nnzIn wenigen Minuten die Kreisstadt stressfrei, ohne das nervige Warten an der Wipperdorfer Schranke, zu erreichen, damit hat sich ein lang gehegter Wunsch aller Autofahrer, vor allem aber der Pendler, endlich erfüllt. Wir freuen uns darüber hinaus mit den Anwohnern der B 80 in Wipperdorf, dass der Verkehr vor ihrer Haustür nun spürbar abgenommen hat. Auch für die Bürger des Ortsteil Elende der Stadt Bleicherode wird der Durchgangsverkehr alsbald der Vergangenheit angehören, denn der Weiterbau bis zur Anschlussstelle Bleicherode ist bereits in Sicht, so der Beigeordnete der Gemeinde Manfred Warnecke.
Mit großer Sorge erfüllt die Sollstedter aber die Tatsache, dass es bezüglich des Teilstückes von Bleicherode bis nach Breitenworbis nicht recht vorangehen will: Dass es sich dabei um den schwierigsten Abschnitt der A 38 überhaupt handelt, war bereits im Linienbestimmungsverfahren Anfang der 90er Jahre klar und alle an der Planung oder an den politischen Entscheidungen Beteiligten werden nicht müde, dies bei allen denkbaren Anlässen, zuletzt bei der Freigabe des o.g. Teilstückes, zu betonen.
Noch im zweiten Quartal 2002 ging man seitens der DEGES davon aus, dass noch im Jahr 2002 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden könne, auf Sollstedter Nachfrage im November wurde aber schließlich mitgeteilt, dass zur Sicherheit noch weitere Gutachten eingeholt werden mussten, die den Zeitplan wiederum negativ beeinflusst haben (nnz berichtete). Die DEGES spricht von Ende März 2003, der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Grund nannte das zweite Quartal 2003 als Termin für die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens. Doch es sind eben nicht nur planerische Hürden zu nehmen, auch der Bau wird äußerst anspruchsvoll, angefangen von der Friedetalbrücke bis hin zum Höllbergtunnel ist mit einer längeren Bauzeit zu rechnen.
Während die angrenzenden Teilabschnitte mit ihren Entlastungen für die einzelnen Ortschaften bereits voll funktionsfähig sein werden, wird sich der gesamte Fernverkehr, der zweifelsfrei zunehmen wird, durch unsere mehr als 2 km lange Ortsdurchfahrt wälzen. Davor fürchten sich nicht nur die Anwohner der B 80, sondern alle Bürgerinnen und Bürger. Bedenkt man, dass der größte Teil der Kinder, die die Grund- und Regelschule Sollstedt besucht, die B 80 überqueren muss, kann man wohl die dadurch drohenden Gefahren ermessen, meint Warnecke.
Der Sollstedter Gemeinderat hatte sich bereits in der ersten Legislaturperiode im Jahr 1993 zu einem eindeutigen Ja zur A 38, seinerzeit noch mit der Bezeichnung A 82, bekannt. Dazu stehen auch die derzeitigen Ratsmitglieder in vollem Umfang. Es muss aber auch heute noch, wie bereits 1992 mit einem Schreiben an den damaligen Bundesverkehrsminister Krause erfolgt, darauf gedrungen werden, dass die Interessen der Bürger von Sollstedt in vollem Umfang gewahrt werden. Dafür sind ein zügiger Planungsfortschritt und eine zeitnahe bauliche Umsetzung zwingend erforderlich.
Wir fordern daher, dass so frühzeitig wie irgend möglich das Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird, damit spätestens im Jahr 2004 mit dem Bau der A 38 im Bauabschnitt Bleicherode – Breitenworbis begonnen werden kann, meint der Kommunalpolitiker abschließend.


