Mo, 06:38 Uhr
30.12.2002
Zwischen Wollen und Können
Nordhausen (nnz). Während die Tarifpartner im öffentlichen Dienst auf Bundesebene ihre nächsten Verhandlungstermine abgesteckt haben, schwelt auch im Landkreis Nordhausen der Konflikt. Vor allem im Nordhäuser Landratsamt scheinen sich die Fronten zu verhärten.
Im Landratsamt Nordhausen sollen zehn Arbeitsplätze abgebaut werden. Und die Verwaltungsspitze offerierte denn auch im vergangenen Monat einen Vorschlag. Keine Kündigungen, sondern die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit um zwei Stunden wurde favorisiert. Eine augenscheinlich vernünftige Variante, meinte auch der Kommunale Arbeitgeberverband und nahm Kontakt mit der Super-Gewerkschaft verdi auf.
Die befragte ihre Mitglieder in der Kreisverwaltung und die sagten: Nein! Landrat Joachim Claus (CDU) war im Gespräch mit der nnz nicht sonderlich überrascht. Das hatte ich fast erwartet, so sein knapper Kommentar. Der Verwaltungschef richtet sich für das nächste Jahr also auf weitere Verhandlungsrunden ein. Die Arbeitgeberseite will andere Möglichkeiten ausloten, um die Personalkosten zu reduzieren. Altersteilzeit, das freiwillige Ausscheiden aus dem Job oder vorzeitiger Ruhestand – all das könne auch zur Senkung dieses Kostenfaktors beitragen, hört man aus Erfurt.
Trotzdem hat der Landrat einen Auftrag erhalten, vom Kreistag. Und dessen Mitglieder – so scheint es diesmal – wollen mit ihren Forderungen jetzt ernst machen. Bislang gab es nur verbale Willensbekundungen, denn bei der Erstellung des Haushaltes gibt es gewisse Rituale. Und eines davon ist die beabsichtigte Senkung der Personalkosten. Das war für die Haushalte 2001 ebenso angesagt wie für den 2002er. Mal sollten es zehn Prozent, mal fünf Prozent pro Jahr sein. Was von diesen Bekundungen und Beauftragungen übrig geblieben ist, das wissen die kommunalen Macher selbst.
Für das kommende Jahr soll in der Kreisverwaltung von einer Erhöhung der Personalkosten die Rede sein. Zahlen wurden bereits genannt und natürlich auch Begründungen. Und diese Argumente kennt natürlich auch die Gewerkschaft. Für sie ist das Futter für ihre Standpunkte. Es werden keine leichten Gespräche in den kommenden Wochen. Und das nicht nur in der Kreisverwaltung. Denn auch die Nordhäuser Stadtverwaltung steht vor dem gleichen Dilemma. Und wie Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) gegenüber nnz vor einigen Tagen verlautete, könne sie sich mit dem Modell der Arbeitszeitverkürzung durchaus anfreunden. Doch auch die Stadtverwaltung muß am Verhandlungstisch der Gewerkschaft gegenüber sitzen. Und deren Position ist weiter oben erläutert worden.
Autor: nnzIm Landratsamt Nordhausen sollen zehn Arbeitsplätze abgebaut werden. Und die Verwaltungsspitze offerierte denn auch im vergangenen Monat einen Vorschlag. Keine Kündigungen, sondern die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit um zwei Stunden wurde favorisiert. Eine augenscheinlich vernünftige Variante, meinte auch der Kommunale Arbeitgeberverband und nahm Kontakt mit der Super-Gewerkschaft verdi auf.
Die befragte ihre Mitglieder in der Kreisverwaltung und die sagten: Nein! Landrat Joachim Claus (CDU) war im Gespräch mit der nnz nicht sonderlich überrascht. Das hatte ich fast erwartet, so sein knapper Kommentar. Der Verwaltungschef richtet sich für das nächste Jahr also auf weitere Verhandlungsrunden ein. Die Arbeitgeberseite will andere Möglichkeiten ausloten, um die Personalkosten zu reduzieren. Altersteilzeit, das freiwillige Ausscheiden aus dem Job oder vorzeitiger Ruhestand – all das könne auch zur Senkung dieses Kostenfaktors beitragen, hört man aus Erfurt.
Trotzdem hat der Landrat einen Auftrag erhalten, vom Kreistag. Und dessen Mitglieder – so scheint es diesmal – wollen mit ihren Forderungen jetzt ernst machen. Bislang gab es nur verbale Willensbekundungen, denn bei der Erstellung des Haushaltes gibt es gewisse Rituale. Und eines davon ist die beabsichtigte Senkung der Personalkosten. Das war für die Haushalte 2001 ebenso angesagt wie für den 2002er. Mal sollten es zehn Prozent, mal fünf Prozent pro Jahr sein. Was von diesen Bekundungen und Beauftragungen übrig geblieben ist, das wissen die kommunalen Macher selbst.
Für das kommende Jahr soll in der Kreisverwaltung von einer Erhöhung der Personalkosten die Rede sein. Zahlen wurden bereits genannt und natürlich auch Begründungen. Und diese Argumente kennt natürlich auch die Gewerkschaft. Für sie ist das Futter für ihre Standpunkte. Es werden keine leichten Gespräche in den kommenden Wochen. Und das nicht nur in der Kreisverwaltung. Denn auch die Nordhäuser Stadtverwaltung steht vor dem gleichen Dilemma. Und wie Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) gegenüber nnz vor einigen Tagen verlautete, könne sie sich mit dem Modell der Arbeitszeitverkürzung durchaus anfreunden. Doch auch die Stadtverwaltung muß am Verhandlungstisch der Gewerkschaft gegenüber sitzen. Und deren Position ist weiter oben erläutert worden.

