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Di, 07:39 Uhr
23.03.2010

nnz-Leser-Foto: Noch ein Erdfall

Die Mitglieder der Familie Hankel sind nicht nur langjährige Leser der nnz, sondern aufmerksame Beobachter. Gestern entdeckten sie einen weiteren Erdfall...

Erdfall (Foto: Hankel) Erdfall (Foto: Hankel)

Hallo nnz-Team, bei einem Spaziergang in Krimderode sahen wir heute diesen Erdfall auf einer Wiese in der Nähe des Kalkberges.
Familie Hankel
Autor: nnz

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Kommentare
Frank Tabatt
23.03.2010, 19:35 Uhr
Erdfälle
Nach dem Tauwetter und dem Anstieg des Grund- oder auch Schichtenwassers zeigen sich derartige Erscheinungen scheinbar öfter. Als ich heute nach Buchholz zu einer Baustelle fuhr, sah ich kurz nach Petersdorf linksseitig ein ähnliches Loch wie auf dem Bild, leider konnte ich während der Fahrt nicht fotografieren - da passiert schon oft genug etwas.

Am Ortsausgang Krimderode konnte man nach dem starken Anstieg der Zorge an der Stelle des vorjährigen Erdfalls auf dem Acker genau an der Stelle eine runde , noch nicht abgesunkene markante Stelle erkennen, die vermuten läßt, das es vielleicht bald mal wieder abwärts geht.
Frank Tabatt
Iffland
24.03.2010, 21:24 Uhr
Erdfälle und ihre Sagen
Seit Jahrhunderten werden die Erdfälle in unserer Gegend mit Geschichten für die Nachwelt erhalten. So sind es immer wieder Verfehlungen der Menschen die uns in solchen Sagen dargestellt werden und die Ursache für diese Erdfälle waren, da hier durch Gottes Gnade die Erde sich auftat und die Frevler verschlang.

Jetzt fragt man sich natürlich was der arme Fahrer des Schneeräumfahrzeuges verbrochen hat, das sich gleich die Erde auftut und ihn verschlingen will. Vielleicht werden es unsere Enkel eines Tages mal in einer Sage lesen können.
Schlenni
25.03.2010, 10:36 Uhr
Es liegt an der Region
Die Region in und um Nordhausen, bzw der Südharz sind durchzogen von Höhlen. Sehr häufig sind dies Auswaschungen von Kalk mittels Wasser.

Das im Gebiet ein hoher Anteil an Kalk existiert, kann man mit bloßen Augen immer wieder sehen. Hochwasser und ein damit steigender Grundwasserspiegel tuhen über die Jahre ist restliches, so das ab einem gewissen Punkt die Last vom Erdreich nicht mehr getragen werden kann und der Hohlraum stürzt ein.

Ich persönlich kenne eine Sage, dass ein Tunnel von Nordhausen bis Walkenried gehen soll. Erdfälle würden nur der Nachweis über den Einbruch des Tunnels sein. Erbauer des Tunnels sollen die Mönche von Walkenried sein. Ob das mal so war, ist mir nicht klar, es ist möglich.

Wahrscheinlich nur wieder ein Hinweis, dass sich unser Umwelt ändert.

Erdfälle gab es schon nachweislich vor 30 Jahren. Wenn man die Heimkehle besucht, kann man sogar das ein oder andere Foto davon begutachten. Auch aus unserer Region.
Georg66
25.03.2010, 14:32 Uhr
Kalkgegend
Das Nordhausen sich in einer Kalkgegend befindet beweisst wahrscheinlich jeder Wasserhahn in Nordhausen und Umgebung.
Nach Einbau eines Solchen braucht es nicht lange und schon ist alles wieder verkalkt!
Ich möchte mal wissen, was hier für Wassereinzugsgebiete verwendet werden.
Von der Nordhäuser Talsperre kann diese Kalkbrühe doch nicht kommen!?
Schlenni
25.03.2010, 15:38 Uhr
@Georg66
Man muss schon ein wenig lachen über Ihre Schlußfolgerung mit der Nordhäuser Talsperre und dem Kalk.

Ein Anruf beim Wasserverband und die Frage ist geklärt. Das Wasser, welches sich unter anderen in der Nordhäuser Talsperre befindet ist auch von Erde umgeben. Da macht der Kalk auch keinen halt. Eine Region mit viel Kalk ist und bleibt eine Region mit viel Kalk. Wer diese kennt, weiss wo es anfängt und es endet.
Luftikus
26.03.2010, 07:47 Uhr
Kalk im Wasser
Das Wasser der Talsperre wird eigentlich als weiches Wasser bezeichnet, da es kein Grundwasser ,sondern Gebirgs und Regenwasser ist. Es wird dem Wasser, welches aus den Trinkwassereinzugsgebiet gefördert wird (Siehe Hesseröder Berg und Richtung Kohnstein u.w.) zugesetzt. Würde dies nicht geschehn, könnten wir das Nordhauser Wasser wohl kauen oder würden selbst Anti-Kalktabletten lutscheln.
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