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Mo, 09:38 Uhr
23.12.2002

nnz-Forum: Es gibt noch viel zu tun

Nordhausen (nnz). Zum Jahresende meldet sich noch einmal die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“. Sie zieht eine durchwachsene Bilanz für den Südharzer Schienenverkehr. Mehr dazu in unserem Forum.


Das Jahr 2002 sollte das Schicksalsjahr der Südharzstrecke werden: Zu Beginn dieses Jahres standen, mit dem Hangrutsch bei Ellrich vor Augen und der drohenden Stillegung zwischen Ellrich und Woffleben im Nacken, alle Signale auf Rot. Zahlreiche Anfragen von unseren Mitstreitern bei der DB AG und unklare Antworten steigerten bei allen Beteiligten den Druck.

Zu diesem Zeitpunkt mahnte auch die Kommunalpolitik im Rahmen der "Walkenrieder Resolution" bei den zuständigen Stellen der DB AG erneut die Sanierung an und bat um weitere Informationen. Daraufhin versprach die DB AG bei einer Infoveranstaltung in Walkenried die abschließende Sanierung der Südharzstrecke noch in diesem Jahr. In der vergangenen Woche wurde die Südharzstrecke nach zehnwöchigen Bauarbeiten dem Verkehr übergeben und wir Südharzer können endlich wieder aufatmen. Die Fertigstellung mutet zwar noch provisorisch an, aber die Züge rollen wieder.

Ohne den geschlossenen Zusammenhalt der Bürger, Umwelt- und Verkehrsverbände, Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik würden auf der Südharzstrecke heute wahrscheinlich keine Züge mehr verkehren.
Unsere Initiative sagt allen Mitstreitern vielen Dank!
Dies heißt aber nicht, dass entlang der Südharzstrecke der ÖPNV in bester Ordnung ist:

Die mangelnde Tarifkompatibilität und häufige Verspätungen des IC belasten den kundengerechten Ablauf des ÖPNV im VSN-Gebiet erheblich. Hier droht aus unserer Sicht auch ein Rückgang der Reisenden auf der Südharzstrecke. Die Fahrzeiten auf der Südwestharzstrecke zwischen Herzberg und Seesen haben sich erneut verlängert. Diese Bahnlinie stellt den bestimmenden Engpassfaktor im Fahrplangefüge in unserer Region dar. Auch dreizehn Jahre nach der Grenzöffnung entspricht die Mobilität mit dem ÖPNV im Harz nicht dem bundesweiten Mindeststandard, da weder einheitliche Informationskonzepte noch Tarife bzw. Fahrkarten existieren.

Der Verkehrsverbund Nordthüringen lässt weiterhin auf sich warten. Der ZVSN-Nahverkehrsplan von 2003-2007 bietet keine Perspektiven für Verbesserungen. Sie sehen, dass uns auch weiterhin wichtige Aufgaben in unserer Region bevorstehen, die einer Lösung bedürfen, damit wir den "Anschluss" nicht verpassen!

Wir hoffen auch in Zukunft auf Ihre Unterstützung und
wünschen Ihnen schöne und besinnliche Festtage sowie einen guten Start ins Jahr 2003!

Burkhard Breme, Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz "

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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