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Fr, 12:15 Uhr
20.12.2002

nnz-Forum: Kompetenz wird bezweifelt

Nordhausen (nnz). In den Schlagabtausch zwischen dem Planungsverband für das Industriegebiet in der Goldenen Aue und der Bürgerinitiative greift jetzt auch der Verband selbst ein. Ein entsprechendes Statement veröffentlich nnz im Forum...


Klaus-Dieter Korb, Sprecher der Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“ greift in Pressemeldungen offiziell die Qualität der Planung des Industriegebietes in der Goldenen Aue an. Erstklassige Investoren würden aufgrund von Konflikten die Ansiedlung im Industriepark meiden. Mit diesen Behauptungen versucht Korb bereits im Vorfeld, für Negativstimmung zu sorgen. Es ist erschreckend, wie wenig hier im Sinne der Region und der dringend erforderlichen Arbeitsplätze zur Verhinderung der massiven Abwanderung von Arbeitskräften argumentiert wird.

Planungen haben das Ziel, mögliche Konflikte zu lösen. Das Anzweifeln von unabhängigen Gutachten durch BI-Mitglieder und das Beschimpfen eines Verbandsrates als „Betonkopf wie zu DDR-Zeiten“ in der 11. öffentlichen Sitzung des Planungsverbandes durch den Urbacher Pfarrer Ahlhelm sprechen eine eigene Sprache. Auch in der Bürgerinitiative sollte bekannt sein, dass ein Bebauungsplan mit ungelösten Konflikten nicht genehmigungsfähig ist. Solange jedoch zum Beispiel der Abstand zur eigenen Wohnbebauung als Konflikt dargestellt wird, obwohl mit den zulässigen Schallimmissionswerten alle gesetzlichen Richtwerte weit unterschritten werden, muss klar sein, dass hier viel Polemik betrieben wird.

Die Bürgerinitiative „vermutet“ in einem offenen Brief an Thüringens Wirtschaftsminister Schuster, dass der Planungsverband unkorrekte Informationen an die Entscheidungsträger weitergegeben hat. Welchen Schaden will Herr Korb noch anrichten? Anstatt den Befürwortern des Industrieparke mit öffentlicher Pranger im Falle des Ausbleibens „erstklassiger Investoren“ zu drohen, sollte sich Korb fragen, ob er es verantworten kann, dass diese auf Grund seiner Propaganda wegbleiben und lediglich „zweitklassige Investoren“ mit wesentlich weniger Arbeitsplätzen in die Region kommen.

Bernhard Andres vom Nordhäuser Verband der Wirtschaft bemerkte kürzlich treffend, dass Industriearbeitsplätze immer auch weitere Arbeitsplätze im Handwerk und Gewerbe nach sich ziehen. Und zu dieser Chance hat Herr Korb bisher nichts beigetragen. Fraglich muss ohnehin bleiben, ob die Mehrheit der Mitglieder der Bürgerinitiative die komplizierten Darstellungen ihres Sprechers so verbreiten würden, wenn möglicherweise verlorene Arbeitsplätze zu zählen wären.
Ahrend, Vorsitzender des Planungsverbandes

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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