So, 10:26 Uhr
15.12.2002
nnz-Rückspiegel: 15. Dezember 2001
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Schuld hat die DDR!, eilig und langsam
Schuld hat die DDR!
Hat die Gesellschaft beim Rechtsextremismus versagt? Diese Frage sollte gestern im Nordhäuser Theater beantwortet werden.
Wieder einmal war es der Verein neueebenen, der sich aufgemacht hatte, um die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Das dies auch bitter notwendig ist, zeigte die Resonanz der Veranstaltung. Zwar hatten rund 100 Menschen den Weg an diesem bitterkalten Abend ins Theater gefunden, die Organisatoren hatten aber fast 1.000 Einladungen verteilt und verschickt. Die, die gekommen waren, erlebten einen provokanten Abend. Schuld daran waren die Diskussionsteilnehmer: Dr. Inka Bach (Schriftstellerin und künftige Stadtschreiberin in Erfurt), Harald-Horst Burghardt (Theologe und Rechtsextremismusexperte), Andreas Müller (Jugendrichter am Amtsgericht Bernau), Dr. Klaus Zeh (CDU-Landtagsabgeordneter) und Winfried Theuerkauf (SPD-Ortsvorsitzender in Nordhausen).
Grundtenor der anfänglichen Diskussion war die Suche nach der Schuld für den schleichenden Wertewandel in Ostdeutschland. Diese sahen die drei Wessis (Bach, Müller und Burghardt) in erster Linie in der DDR begründet. Die Menschen, die diese Zeit mitgemacht hätten, seien der Anwendung der Demokratie nicht mächtig, sie würden, auch jetzt noch, dem Einfluß einer Diktatur unterliegen. Peng, so einfach geht das! Welchen Einfluß die DDR-Diktatur auf die rechte Szene, auf Übergriffe auf Ausländer in Hessen oder Niedersachsen habe, diese Frage konnten oder wollten die drei nicht hinterleuchten. Der Rechtsradikalismus in Ostdeutschland habe schlichtweg eine andere Dimension, da passiert das eben, weil es akzeptiert wird...ausführlich im nnz-Archiv
Erst ganz eilig, nun ganz langsam
So richtig versteht der Bleicheröder Bürgermeister Dieter Kochbeck (CDU) die Welt nicht mehr. Erst sollte mit dem Autistenheim Druck gemacht werden, jetzt lehnt man sich gemütlich zurück. Immer wieder betonten nach der Einigung um die neue Nutzung des ehemaligen Hotels die Beteiligten, dass man nun sehr rasch zu einer Lösung kommen sollte (siehe hierzu auch ausführlich im nnz-Archiv). Nach dem jetzigen Stand habe das Kyffhäuser-Bildungswerk alle Voraussetzungen erfüllt, damit das Gebäude als Heim genutzt werden kann. Am 23. November haben Vertreter des Bildungswerkes die Änderung des Bauantrages beim Bauordnungsamt der Kreisverwaltung abgegeben. Anfang Dezember erkundigte sich Geschäftsführer Schnatmann in Bleicherode, wie weit die Bearbeitung gediehen sei. Die Bleicheröder konnte nur antworten, dass bei ihnen nichts vorliege. Darauf hin erhielten sie eine Kopie des Antrages. Das Original lag immer noch im Bauordnungsamt, das für die Genehmigung des Antrages zuständig ist. Erst am 12. Dezember erhielt die Stadtverwaltung Bleicherode das Original aus Nordhausen zur Durchsicht. Drei Wochen lag das Papier in der Kreisverwaltung, nicht nur für Dieter Kochbeck ein Unding...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzSchuld hat die DDR!, eilig und langsam
Schuld hat die DDR!
Hat die Gesellschaft beim Rechtsextremismus versagt? Diese Frage sollte gestern im Nordhäuser Theater beantwortet werden.
Wieder einmal war es der Verein neueebenen, der sich aufgemacht hatte, um die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Das dies auch bitter notwendig ist, zeigte die Resonanz der Veranstaltung. Zwar hatten rund 100 Menschen den Weg an diesem bitterkalten Abend ins Theater gefunden, die Organisatoren hatten aber fast 1.000 Einladungen verteilt und verschickt. Die, die gekommen waren, erlebten einen provokanten Abend. Schuld daran waren die Diskussionsteilnehmer: Dr. Inka Bach (Schriftstellerin und künftige Stadtschreiberin in Erfurt), Harald-Horst Burghardt (Theologe und Rechtsextremismusexperte), Andreas Müller (Jugendrichter am Amtsgericht Bernau), Dr. Klaus Zeh (CDU-Landtagsabgeordneter) und Winfried Theuerkauf (SPD-Ortsvorsitzender in Nordhausen).Grundtenor der anfänglichen Diskussion war die Suche nach der Schuld für den schleichenden Wertewandel in Ostdeutschland. Diese sahen die drei Wessis (Bach, Müller und Burghardt) in erster Linie in der DDR begründet. Die Menschen, die diese Zeit mitgemacht hätten, seien der Anwendung der Demokratie nicht mächtig, sie würden, auch jetzt noch, dem Einfluß einer Diktatur unterliegen. Peng, so einfach geht das! Welchen Einfluß die DDR-Diktatur auf die rechte Szene, auf Übergriffe auf Ausländer in Hessen oder Niedersachsen habe, diese Frage konnten oder wollten die drei nicht hinterleuchten. Der Rechtsradikalismus in Ostdeutschland habe schlichtweg eine andere Dimension, da passiert das eben, weil es akzeptiert wird...ausführlich im nnz-Archiv
Erst ganz eilig, nun ganz langsam
So richtig versteht der Bleicheröder Bürgermeister Dieter Kochbeck (CDU) die Welt nicht mehr. Erst sollte mit dem Autistenheim Druck gemacht werden, jetzt lehnt man sich gemütlich zurück. Immer wieder betonten nach der Einigung um die neue Nutzung des ehemaligen Hotels die Beteiligten, dass man nun sehr rasch zu einer Lösung kommen sollte (siehe hierzu auch ausführlich im nnz-Archiv). Nach dem jetzigen Stand habe das Kyffhäuser-Bildungswerk alle Voraussetzungen erfüllt, damit das Gebäude als Heim genutzt werden kann. Am 23. November haben Vertreter des Bildungswerkes die Änderung des Bauantrages beim Bauordnungsamt der Kreisverwaltung abgegeben. Anfang Dezember erkundigte sich Geschäftsführer Schnatmann in Bleicherode, wie weit die Bearbeitung gediehen sei. Die Bleicheröder konnte nur antworten, dass bei ihnen nichts vorliege. Darauf hin erhielten sie eine Kopie des Antrages. Das Original lag immer noch im Bauordnungsamt, das für die Genehmigung des Antrages zuständig ist. Erst am 12. Dezember erhielt die Stadtverwaltung Bleicherode das Original aus Nordhausen zur Durchsicht. Drei Wochen lag das Papier in der Kreisverwaltung, nicht nur für Dieter Kochbeck ein Unding...ausführlich im nnz-Archiv


