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Mi, 16:55 Uhr
24.02.2010

Ein Verein in (Raum)not

Der Verein Autismus Südharz ist in Schwierigkeiten. In räumlichen Schwierigkeiten. Simone Urban, die Vorsitzende, hat sich deshalb an die nnz gewandt und einen Brief geschrieben...


"Unser Elternverein ist seit nunmehr 10 Jahren vorwiegend in der Region Nordhausen und Südharz aktiv. Gegründet unter dem Titel „Hilfe für das autistische Kind“, begannen wir zögernd, Kontakte zu öffentlichen Einrichtungen aufzunehmen und die Interessen autistisch behinderter Menschen zu vertreten.

Wir sorgten für Aufklärung und betrieben Öffentlichkeitsarbeit, so weit es unser begrenztes finanzielles Budget und der Zeitrahmen zuließen.
Wir, das sind Eltern von autistisch behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die mit ihrem gehandicapten Kind an sich bereits vollständig ausgelastet sind.

Doch gerade das ist wohl die Triebkraft. Am Anfang stand die Erkenntnis – was ist Autismus? Wie kann man damit im häuslichen Bereich wie auch in Einrichtungen umgehen? Wie kann ich einem Autisten helfen, sich im Leben besser zurechtzufinden? Wie kann man der Gemeinschaft helfen, mit Autisten sicherer umzugehen? Diese Fragen zu beantworten machten wir uns zum Ziel.

Einen kompetenten Partner in Sachen Fachwissen hatten und haben wir in dem Autismuszentrum „Kleine Wege“ Nordhausen. Freundliche und gütige Menschen kreuzten unseren Weg und halfen mit Informationen, mit Spenden und mit der Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten wie in Tom Stubbes Apartmenthaus The Ark Sülzhayn.

Unser kleiner Verein wuchs im Laufe der Jahre auf gut 40 Mitglieder aus der Region Südharz an. Der Veranstaltungskalender enthält regelmäßig Elterntreffen und Fachvorträge. In diesem Jahr unternehmen wir wieder eine Freizeitfahrt mit der gesamten Familie. Inzwischen heißen wir autismus Südharz e. V., Regionalverband zur Förderung von Menschen mit Autismus. Wir haben erreicht, dass Autismus in unserer Region kein Fremdwort mehr darstellt.

Autistisch behinderte Menschen erhalten mehr fachkompetente Förderung und werden besser in die Gesellschaft integriert, als das noch vor zehn Jahren der Fall war. Auch die Diagnostik ist vorangeschritten. Wir haben einiges erreicht. Die Ziele werden immer wieder neu formuliert und den Bedürfnissen der Betroffenen angepasst.

Woran es uns mangelt? Neue Räumlichkeiten für den Vereinssitz Nordhausen sollen entstehen. Wir benötigen Raum für Veranstaltungen, wo Eltern Platz finden, wo Betroffene betreut und beschäftigt werden können, wo im Freien auch mal ein Sommerpicknick veranstaltet werden kann – eben, wo ein Treffpunkt für Betroffene wie für Angehörige geschaffen werden kann. Sicher ist ein solcher Ort nicht so schwer zu finden.

Woran es uns mangelt? So ein Platz will finanziert werden. Unser Elternverein bezieht seine Einnahmen aus einem Teil der Mitgliedsbeiträge, aus Spenden wie aus Fördermitteln. Veranstaltungen planen und durchführen, Materialien anschaffen, Miete – alles kostet Geld, das wohlüberlegt verwendet werden muss.

Aus diesem Grund möchten wir Sie, liebe Vereine, Institutionen, Firmen, liebe Bürger, liebe Leser ansprechen mit der Bitte: Falls Sie eine Wohnung, einzelne Räume in Gebäuden, ein Grundstück, einen Garten oder ähnliches besitzen oder kennen, die auf unsere Ansprüche passend wirken und wenn Sie in der Lage sind, uns diese nicht umsonst aber günstig zu überlassen, dann kommen Sie bitte auf uns zu!

Unser Anliegen ist dringend und soll so bald wie möglich umgesetzt werden. Wir brauchen Ihre Mithilfe und vertrauen auf Ihr Entgegenkommen. Wer helfen möchte, hier die Telefonnummer: Telefon (0 36 31) 89 57 23. Die Adresse:
Simone Urban
autismus Südharz e. V.
Regionalverband zur Förderung von Menschen mit Autismus
PF 10 02 12
99722 Nordhausen
Simone Urban, 1.Vorsitzende des autismus Südharz e. V.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
24.02.2010, 19:26 Uhr
Unsozial
Allein dieser Artikel zeigt, wie unsozial und unmoralisch unsere Gesellschaft geworden ist. Muss ein Verein, der sich um kranke Kinder kümmert, auch noch um eine geeignete Unterkunft betteln.

Aber was soll man von einen Staat verlangen, der von Leuten, wie Westerwelle und Co.regiert wird.
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