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Mi, 11:26 Uhr
24.02.2010

15.000 Sandsäcke

Die Nordhäuser Berufsfeuerwehr ist für den Fall des Hochwassers gerüstet. Sie hat jetzt 15.000 neue Sandsäcke gekauft. Der erforderliche Schwemmkies ist demzufolge auch eingelagert. Das sagte jetzt Gerd Jung – Leiter der Berufsfeuerwehr. Aktuell sei die Situation allerdings entspannt.


„Gefährlich wird es, wenn im Harz die Temperaturen über längere Zeit im zweistelligen Plusbereich liegen. Dann kann man damit rechnen, dass knapp eine Woche später bei uns die Flüsse über die Ufer gehen. In der Zwischenzeit - von der Zeit der Schmelze im Harz bis zu den vollen Flüssen in Nordhausen - würden sich in den Höhenlagen alle Mulden und Vertiefungen mit dem Wasser füllen.

Sind diese dann voll, dann läuft das Wasser ziemlich zügig Richtung Flachland ab – auch nach Nordhausen. Zu beachten ist zurzeit jedoch noch, dass der Boden nicht aufnahmefähig ist, sodass sich das gesamte Oberflächenwasser Richtung Tal bewegt.“

Ein Problem - auch für das Nordhäuser Stadtgebiet - könnten neben dem Treibgut, das die Flüsse mit sich führten und dass den Abfluss des Wassers verhindern könnte, auch beseitigte Gräben entlang von landwirtschaftlichen Flächen sein – ähnlich wie es jetzt in Kraja der Fall war“, sagte Jung. Besonders kritisch könne es bei Wohngebieten in unmittelbarer Nähe zu landwirtschaftlichen Flächen werden.

„Die Felder haben oft ein Riesen-Wasser-Einzugsgebiet, sind derzeit noch zugefroren. Das Wasser kann nicht versickern, kann aber auch nicht geordnet ablaufen, weil die Gräben fehlen oder zu klein sind.“
Autor: nnz/kn

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Kommentare
Nichtschwimmer 1
24.02.2010, 15:30 Uhr
Schlimm, schlimm
Es ist leider seit Jahren so, dass sich in Sachen Hochwasserschutz nur dann jemand bewegt wenn es eigentlich wieder zu spät ist...nämlich dann wenn das Wasser bereits wieder droht!

Seit der Wende ist an den Gewässern nur unzureichend Hochwasserschutz betrieben worden.
Ja, ok ein riesieger Vorfluter am alten Roßmannsbach ist errichtet wurden...jedoch war dort seit mehreren Jahrzehnten kein Hochwasser mehr...?!
Gerade in Richtung der Goldenen Aue fehlt es an allem. Nicht einmal ein Konzept ist erstellt worden. Gerade jetzt wo das 100 ha große Industriegebiet seinen schauderhaften Schatten wirft wäre das sehr wichtig.

Aber zurück zum Artikel... 15.000 Säcke hört sich erstmal viel an ist aber bei einem richtigen Hochwasser ganz schnell aufgebraucht. Es ist hier zu hoffen, dass der KAT-Schutz und die umliegenden Feuerwehren ausreichend vorgesorgt haben.
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