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Mo, 16:03 Uhr
22.02.2010

Besuch in Erfurt

Wieder einmal fuhren Vertreter des Landkreises und der Stadt Nordhausen nach Erfurt. Wieder einmal ins Innenministerium. Wieder einmal war der Kreisumlagestreit der Hintergrund dieser Stippvisite. Die nnz kennt das Besuchs-Ergebnis...


Vertreter des Innenministeriums und des Landesverwaltungsamtes haben Landrat Joachim Claus (CDU), seiner Stellvertreterin Jutta Krauth (SPD) sowie dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Kreistag, Egon Primas, empfohlen, den im vergangenen Jahr ausgehandelten Vergleich mit dem Rathaus zur Beendigung des Kreisumlagestreits einzunehmen. Demnach muss der Landkreis 5,8 Millionen Euro zahlen. Nicht ganz, denn 1,4 Millionen Euro waren bereits im vergangenen Jahr von der Behringstraße zum Markt der Rolandstadt geschoben worden. Auch zur Erinnerung: Der Landkreis wird eine Bedarfszuweisung von 1,7 Millionen Euro erhalten.

Bleibt eine Differenz von 4,1 Millionen Euro, die insgesamt zu zahlen ist. Darin enthalten - wie bereits geschrieben - die 1,4 Millionen Euro aus dem Jahr 2009. Allerdings wird sich der Landkreis diese 4,1 Millionen Euro wieder zurückholen: Über die Schulumlage. Das heißt, alle Städte und Gemeinden des Landkreises (außer der Kreisstadt) werden in den kommenden Jahren bei der Schulumlage kräftig zur Kasse gebeten.

Bei dem Gespräch im Thüringer Innenministerium wurde ebenfalls vereinbart, dass Landrat Joachim Claus dem Kreistag am 9. März den Vergleich als Beschlussvorlage unterbreiten soll. Das war seitens der Kreisverwaltung immer abgelehnt worden.

Damit sind beide Seiten wieder beim Status von vor einem Jahr angelangt und nicht nur der Außenstehende fragt sich, was die Taktiererei seitens der Kreisverwaltung gebracht hat? Landrat und Vizelandrätin bleiben da eine Antwort schuldig.

Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) hingegen ist mit dem Ausgang des Vermittlungsgespräches mehr als zufrieden, hat es doch die Rechtsauffassung der Stadtverwaltung vollauf bestätigt. Im Gespräch mit der nnz sagte Jendricke, dass die Stadtverwaltung nun die Zahlung der Kreisumlage wieder aufnehmen werde. Und so wird der Landkreis wieder einmal vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
Willi
22.02.2010, 16:37 Uhr
Ist das soooo schwer zu verstehen????
So langsam sollte man doch auch in der Kreisverwaltung mitbekommen haben, dass man nicht im Recht ist! Wie viele Instanzen will man denn noch bemühen, wie teuer will man den Rechtsstreit noch werden lassen. Und im kommenden Jahr muss der Rest des Landkreises für die Fehler von Claus & Co bluten. So viel Unvermögen in einer Behörde habe ich echt noch nicht erlebt!
H.Buntfuß
22.02.2010, 19:52 Uhr
Bleibt die Bildung auf der Strecke??
Und wieder einmal müssen unsere Kinder für die Unfähigkeit der Kreistagesmitglieder zahlen. Erst werden Tausende, Hunderttausende von Euro für Gerichtskosten verschleudert, dann muss man doch zahlen.

Und es wird auch schon angekündigt, wo man das Geld wieder rein holt, nämlich bei der Schulumlage. Hier sollten die Kommunen nur aufpassen, den der Kreis nimmt es mit der Umlage nicht so genau, wie das Beispiel Nordhausen zeigt.
Peppone
22.02.2010, 19:57 Uhr
Demenz bei Kommunalpolitikern?
Wenn ich mich recht entsinne, geistern die 4,1 Mille schon seit geraumer Zeit als angedachte Vergleichssumme durch die städtischen und ländlichen Gefilde des Südharzes. Zumindest bei ernst zu nehmenden Kommunalpolitikern.

Von den geforderten 12 Mille plus 15 Mille aufgelaufenenen Zinsen (Wo leihen sich manche Leute eigentlich ihr Geld?;-)) von OB Rinke und ihrem Bürgermeister, noch am 08.02.2010 hier in der nnz gefordert, scheint nicht viel übrig geblieben zu sein!

Es freut mich aber, dass es nur Gewinner bei diesem Possenspiel gibt. Das läßt aber wiederum befürchten, dass niemand was daraus lernt. Bei zwei Leuten bin ich mir da ziemlich sicher. ;-)
Friedenstaube
22.02.2010, 20:57 Uhr
H. Jendricke und das Rechnen
Die Kommentierung des Besuchs-Ergebnises durch den Nordhäuser Bürgermeister kann ich leider nicht so ganz nachvollziehen. Hatte die Stadt nich noch vor ein paar Wochen über 20 Millionen gefordert?? Hoffentlich rechnet Herr J. nicht auch den Haushalt der Stadt so. Aber ich habe jetzt gelernt das 20 Mio = 4 Mio= ein Sieg sind. Zum Glück sind das ja alles nur Steuergelder.
Willi
23.02.2010, 07:30 Uhr
@Friedenstaube
Über das Rechnen in der Stadtverwaltung würde ich mir mal weniger Sorgen machen. Viel mehr sehe ich das Ende des Landkreises Nordhausen nahen! Über Jahre hinweg falsche Haushalte aufgestellt und jetzt steht der Landkreis samt der meisten Kommunen kurz vor der Pleite.

Da hat man bei der Stadt Nordhausen seine Hausaufgaben ja wohl eher erledigt und vor allem besser gerechnet! Im kommenden Jahr, wenn sich Herr Claus das Geld, welches er jetzt an die Stadt Nordhausen zurückzahlen muss, bei den anderen Kommunen wiederholt, werden einige von denen das Handtuch werfen.
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