eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 14:23 Uhr
22.02.2010

Das Wild hat derbe Notzeit

Seit 1987 gab es nicht solch einen Winter im Harz, der solange anhält und mit Schneehöhen bis einen Meter. Damit sind die Lebensbedingungen des einheimischen Wildes erheblich einschränkt. Der Leiter des Forstamtes Bleicherode-Südharz, Klaus-Wilhelm Brüggemann, hat einige Wünsche...


Was sollte jeder Waldbesucher in jenen Tagen dringend beachten? Ruhe und Wald sind eins, also den Wald genießen und nicht Beschallen. Kindern sollte spielend der Genuss der Stille beigebracht werden, Krakeelen können sie auf der Skipiste. Bitte nur gekennzeichnete, geschobene und ausgewiesene Wege und Loipen benutzen, keine Extratouren. Mündet ein Weg auf einer Fütterung, dann sofort ohne Hektik umkehren und den Fütterungsraum verlassen.

Das Wild, wie Hirsch und Reh, hält sich oft in unmittelbarer Umgebung der Fütterung auf, um Kräfte zu sparen. Auch wenn es nicht so aussieht, hat es bereits Witterung von uns Menschen. Wenn Wild bei Annäherung länger verhofft, als zum Beispiel im Sommer, so hat dies nur einen Grund: Die instinktive Wahl zwischen Tod durch den Menschen oder Tod durch den Hunger.

Bei einer Flucht wird der Energieverbrauch des gesamten Körpers drastisch erhöht. Überlebenschancen verringern sich. Also Entfernung zum Wild vergrößern nicht verringern. Küchenabfälle gehören nicht in den Wald! Das machen die Förster – der Profi – vor Ort, sie kennen die Mischungen. Stangensammler raus aus dem Wald, das ist nicht nur eine Ordnungswidrigkeit laut Thüringer Jagdgesetz, das ist auch Tierquälerei bei dieser Schneehöhe im Harz.

Freunde des Waldes sehen anders aus! Finden sie verendetes Wild, rühren sie dieses bitte nicht an. Zeigen sie es aber dem zuständigen Förster oder Jagdausübungsberechtigten an. Der Hund gehört nicht nur des Gesetzes wegen an die Leine. Bekommt der Hirsch Witterung vom Menschen, so bekommt er Angst, vom Hunde Todesangst! Wenn Pfiffi gut ernährt natürlich, nur mal so hetzt, kann das für das Wild den sicheren Tod bedeuten. Tun sie sich und den Förstern die Freude, verhalten sie sich „wildgerecht“ im Walde.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)