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Mo, 13:04 Uhr
08.02.2010

Ein ganz besonderer Kalender

Der Sprach- und Integrationskurs der Kreisvolkshochschule stellt ab heute seinen „Interkulturellen Kalender“ im Foyer des Landratsamtes aus. Traditionelle Feste ihrer Herkunftsländer, gemeinsame Aktivitäten und ihr Erleben der Kultur in Deutschland haben die zwölf Teilnehmer des Kurses dokumentiert...

Besonderer Kalender (Foto: nnz) Besonderer Kalender (Foto: nnz)

So schreibt zum Beispiel Igor im September: „Am vergangenen Freitag haben wir das jüdische Neujahrsfest gefeiert. … Rosch Haschana Mahlzeiten umfassen in der Regel Äpfel und Honig, zu symbolisieren, ein süßes neues Jahr.“ Die Zitate sind im Original belassen und zeigen trotz des einen oder anderen Fehlers, was die Teilnehmer seit Beginn des Integrationskurses im August gelernt haben. Jeden Tag von 8 bis 12 Uhr treffen sich die Migranten aus dem asiatischen, russischen und islamischen Kulturraum zum Unterricht.

Der besondere Kalender (Foto: J. Piper) Der besondere Kalender (Foto: J. Piper)

Anschließend wird die Aussprache in speziellen Phonetikkursen verfeinert. Der Unterricht geht über das reine Sprachelernen hinaus. So spielte beispielsweise das Jubiläum der Wende im vergangenen Herbst eine wichtige Rolle. „Aus dem Unterricht sind auch private Initiativen entstanden. So treffen sich die Teilnehmer beispielsweise und kochen gemeinsam. Wir treffen uns auch nachmittags, um alle gemeinsam Sport zu machen. Wir haben das erreicht, was wir wollten“, sagt Kursleiterin Marie-Luis Folwaczny.

Denn es sei wichtig, die deutsche Sprache im Alltag zu nutzen und auch auf Deutsch die eigene Kultur zu erläutern. Dies sei mit dem Interkulturellen Kalender gelungen. Die Themen seien im Kurs zur Sprache gekommen und „wir wollten das festhalten und zeigen und nicht zu den Akten legen und verstauben lassen“, so Marie-Luis Folwaczny, die den Kalender gemeinsam mit allen Teilnehmern gestaltet hat.

Im März schließen die Teilnehmer ihren Kurs mit einem umfangreichen Sprachtest ab. Ihre Nachfolger im neuen Kurs werden den Interkulturellen Kalender fortsetzen. Die kleine Ausstellung der Erlebnisse von August bis Dezember 2009 ist bis zum 19. Februar im Foyer des Landratsamtes Nordhausen in der Behringstraße 3 zu sehen.
Autor: nnz

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