eic kyf msh nnz uhz tv nt
So, 18:58 Uhr
07.02.2010

Ein Sieg reicht nicht im Teamwettbewerb

Ersatzgeschwächt, trotzdem hoffnungsvoll, reiste die zweite Mannschaft des Schachvereins SC 51 Nordhausen nach Schlotheim, um im Bezirksligaduell gegen den Tabellenletzten zu punkten.


Die gelungenen Eröffnungen und die guten Reaktionen unserer Spieler mit den schwarzen Figuren ließen berechtigte Vorfreude aufkommen. Hartmut Viererbe hatte sich akribisch auf seinen Gegner Dr. Sören Hader vorbereitet und gewann am 2. Brett sensationell schon im 6. Zug einen „Offizier“ und letztendlich auch die erste Partie im Wettbewerb.

Am Brett Nr.1 spielte Andreas Hüllenhagen sehr ausgeglichen, er tauschte mit seinem Gegner die Figuren geschickt aus, so dass jedem noch 2 Türme und 6 Bauern für ein sogenanntes Turm-Endspiel blieben, welches sich bis zum erfolgreichen Ende schwierig gestaltet. Man einigte sich auf das zu erwartende Remis, der SC51 führte mit 1,5 Punkten. Doch bald gab es lange Gesichter.

Klaus Göbel am Brett 4 hatte einen Mehrbauer, der nichts wert war und verlor trotz anfänglich guter Stellung. Horst Stellmecke wollte seine einstudierte Eröffnung, d4 verbunden mit 2 Bauernopfer, unbedingt durchziehen (viele Gegner gingen mit dem zu erwartendem Dameverlust Horst schon auf den Leim!) , sein Gegenüber reagierte aber mit geschickten Ausweichmanövern bis er selbst seine Figuren offensiv führen konnte .

Klaus Moritz reagierte am Brett 6 gut auf die italienische Eröffnungsvariante seines Gegners. Es war eine offene Partie, beide Wettkämpfer taktierten geschickt und sorgten wechselseitig für Gefahr in „Königsnähe“. Aus mannschaftsdienlichen Gründen lehnte Moritz im 38. Zug ein Remisangebot seines Gegners ab. Doch keiner ließ sich provozieren, Fehler wurden nicht zugelassen, die Stellungen blieben ausgeglichen. Somit musste doch der Punkt geteilt werden, remis.

Die Hoffnung stirbt zu letzt, noch war alles drin, doch was kam dann ? Klaus Wauer, Brett 8, stand mit 3 Mehrbauern auf „Sieg“, lässt dann aber seinen angegriffenen Läufer stehen und remisierte eine "gewonnene Partie".

Auch am Brett 3 fing alles für uns und Ralf Peter gut an, 2 Mehrbauern und starkes Stellungsspiel mit Druck auf den Königsflügel des Gegners , das Spiel ging in der Endspielphase trotzdem verloren.

Das spannendste Duell wurde am Brett 5 ausgetragen. Andreas Müller „opferte“am Königsflügel des Gegners seinen Läufer , lockte mit diesem Opfer des Gegners König aus der sicheren Deckung und baute verheißungsvolle Mattdrohungen auf. Sollte diese mutige und kühle Berechnung aufgehen?

Zunächst galt für beide Spieler sich erst einmal über die erste Zeitnahme (40 Züge in 2 Stunden) zu retten, es liefen schon die letzten Sekunden, gerade noch geschafft. Dramatischer konnte sich die Endspielphase kaum entwickeln, Müller mit einer Figur weniger aber mit 2 Freibauern. 14:30 Uhr (Spielbeginn 09:00 Uhr!) , auf dem Brett standen noch 3 weiße Bauern (Müller) sowie 1Läufer und 1 Bauer für schwarz, beide Könige mussten aktiv in die Geschehnisse eingreifen, das Ende vom Lied „Remisstellung“.

Die letzte Partie war nur noch Ergebniskosmetik, aber spannend allemal. Schlotheim gewann mit 5:3 Punkten. Fazit, ein Sieg reicht eben nicht in einem Mannschaftswettbewerb.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)