Schnell, schneller, Breitband
Grundaussage ist: Technisch ist alles möglich. Es ist nur eine Frage der Finanzierung, sagte Dr. Sabine Mehne, Leiterin der Lenkungsgruppe Breitband und im Landratsamt zuständig für die Wirtschaftsförderung. Das ist die Quintessenz der Vor-Ort-Termine der Lenkungsgruppe Breitband im Landkreis in dieser Woche...
Beratung in Werther (Foto: privat)
Die Bürgermeister und VG-Vorsitzenden von Bleicherode, Werther sowie den Verwaltungsgemeinschaften (VG) Goldene Aue, Hohnstein-Südharz und Hainleite hatten in einer Beratung mit Landrat Joachim Claus diese Breitband-Beratungen vereinbart. Ziel ist es, ja nach dem Bedarf und den Gegebenheiten im jeweiligen Ort passgenaue Lösungen zu finden, um Einwohner und Unternehmen mit schnellem Internet zu versorgen. Die Ergebnisse werden in die Machbarkeitsstudie des Landkreises eingearbeitet, in der auch die Interessenbekundungsverfahren vorbereitet werden.
Um Fördermittel zur Deckung von eventuellen Wirtschaftlichkeitslücken zu beantragen, ist dieses Verfahrens zwingend vorgeschrieben, so Dr. Sabine Mehne. Dieses öffentlich auszuschreibende Interessenbekundungsverfahren dient dazu, potentielle Anbieter darüber zu informieren, ob und zu welchen Konditionen sie einen Ausbau der Breitbandinfrastruktur mit ihren Leistungen anbieten würden.
Dass dahingehend Bedarf besteht, hat eine Befragung des Landratsamtes im vergangenen Jahr gezeigt: Fast drei von vier der befragten Unternehmen zeigten sich unzufrieden mit dem Ist-Zustand an schnellen Internetverbindungen. Im ländlichen Raum sind bislang durch das Pilotprojekt DSL für Thüringen der Netkom in Sollstedt, Wipperdorf sowie in Groß- und Kleinwerther die Internetleitungen ausgebaut worden. Teilweise werden dabei Leerrohre genutzt, die während Baumaßnahmen mitverlegt wurden. Auch in weiteren Ortsteilen wie Elende will die Netkom den Internetausbau voranbringen.
Parallel konnten sich bei der Erhebung des Landratsamtes auch Privathaushalte an einer Befragung zum Breitband beteiligen. Hier war jedoch die Resonanz insgesamt unbefriedigend. Die Erfahrung zeigt, dass eine direkte Befragung der Bürger in den Orten am effektivsten, jedoch auch sehr aufwendig ist, sagte Dr. Sabine Mehne. Aber: Nur wenn ein konkreter Bedarf nachweisbar ist, kann der Ausbau der Breitbandverbindungen in Angriff genommen und eine Förderung beantragt werden. Dies zeigt das Beispiel von Werther. Bürgermeister Hans-Jürgen Weidt hat selbst die Einwohner befragen lassen.
Ergebnis: Fast drei Viertel aller Haushalte haben sich an der Befragung beteiligt. Knapp ein Viertel hat keinen DSL-Anschluss, die Mehrheit zeigte sich unzufrieden mit den derzeitigen Internetverbindungen. Ähnliche Befragungen sollen nun zeitnah auch in anderen Kommunen erfolgen, um den Bedarf exakt bewerten zu können.
In Bleicherode will Bürgermeister Frank Rostek, der die Rahmenbedingungen für die Breitbandversorgung als grundsätzlich gut einschätzt, für eine gezielte Befragung beispielsweise die Unterstützung der Gymnasiasten gewinnen. Auch in Heringen, Uthleben, Windehausen, Görsbach, Nohra sowie Kleinfurra mit ihren Ortsteilen ist eine weitere Präzisierung der Bedarfserhebung geplant.
Autor: nnz
Kommentare
altmeister
05.02.2010, 17:27 Uhr
...und was ist mit Nordhausen?
Warum wird der größte Ort des Landkreises in diesem Artikel nicht erwähnt? Auch im Zentrum von Nordhausen ist die Versorgung mit einem ordentlichen Breitbandanschluß, auch für Unternehmen, leider nicht die Regel.
Ich selber kann mich "glücklich" schätzen, einen DSL1000-Anschluß zu haben. Mal so schnell Fotos hochladen ist schon eine Angelegenheit, während der viel Kaffee getrunken werden könnte, einen Videoclip in der nnz anzusehen schon ein Graus.
Das kann noch fortgesetzt werden, wenn nicht nur ein Rechner online geht, dann muß das Wenige auch noch aufgeteilt werden.
Also Landratsamt, gehören wir Nordhäuser nicht auch zu denen, die es wert sind einen ordentlichen Breitbandanschluß zu bekommen und gehören wir dann nicht auch in diesen Aufgabenbereich?
reidon
06.02.2010, 06:25 Uhr
Breitband überall?
Die Dörfer, wie z.b. Urbach, werden erst gar nicht berücksichtigt. Denn bei einer persönlichen Anfrage bei der Telekom wurde mir gesagt,daß es mindestens 70 Interessenten sein müssten um dieses Dorf überhaupt mit DSL auszubauen bzw. versorgen zu können.
Aber in der nahen Vergangenheit hatten sich per Unterschriftensammlung sich jedoch bis zu 120 Interessenten gemeldet bzw registrieren lassen.
Scheinbar wird zu meinen Lebzeiten nie ein vernünftiger Breitbandanschluß in Urbach möglich sein.
...und was ist mit Nordhausen? die 2.
Ich wohne auch im Zentrum und muss mich seit Jahren mit DSL 3000 herumärgern, während man wie z.B. in Groswechsungen mit DSL 6000 unterwegs ist. Ich freue mich für diese DSL Nutzer, aber abkassiert wird von der Telekom das DSL 6000.
Die Telekom schiebt alles auf das städtische Bauamt und diese wussten erst auf telef.Anfrage, dass die Stadt jetzt für den Ausbau zuständig wäre. Nicht dass zum Schluss die DSL Nutzer selbst mit Hacke und Schaufel dastehen!?
Aber Glasfaser-Kabel raus und Kupfer-Kabel rein.
Und jetzt wieder Kupfer raus und Glasfaser rein.
So wird das nichts mit einem erfolgreichen Börsengang!
Nordhäuser
07.02.2010, 12:16 Uhr
Was ist DSL??
Toller Artikel.
ich finde es schön das man sich jetzt mal Gedanken macht. Aber ändern wird sich doch eh nichts. Mir wird seit 5 Jahren von den Rosa-Riesen ein funktionierender DSL Anschluss versprochen.
Aber was solls es ist schön einen DSL 6000 zu bezahlen und eine Geschwindigkeit wie zu alten Modem-Zeiten zu haben. In Hörningen wo das Durchschnittsalter irgendwo jehnseits der 80 liegt, ist sogar DSL 16000 möglich. Aber der Grund dafür ist einfach. Fuchs und Igel können sich schneller Gute Nacht sagen.
Pressestelle Landratsamt
08.02.2010, 08:51 Uhr
Es geht weiter
Ergänzend zum Artikel weisen wir auf die nächsten geplanten Schritte hin, um die Breitbandversorgung zu verbessern: Im März startet das Interessenbekundungsverfahren, mit dem Anbieter gesucht werden, für Mauderode, Günzerode, Pützlingen, Immenrode, Kleinwechsungen, Haferungen, Urbach und in Großlohra.
Wie erwähnt ist dieses Verfahren Voraussetzung dafür, Fördergelder zu beantragen, die es für den Ausbau von Internetleitungen im ländlichen Raum gibt. In Großwechsungen klärt die Kommune zunächst, ob die Telekom, die dort einen Hauptverteiler hat, die Versorgung verbessern kann. In der VG Hohnstein-Südharz sieht der Vorsitzende Bernd Meyer als Versorgungsschwerpunkte Buchholz und Herrmannsacker, wo ebenfalls in Kürze die Interessenbekundungsverfahren beginnen. Für die Kommunen Harzungen, Niedersachswerfen und Ilfeld sehen die Bürgermeister keinen Breitbandbedarf.
Für den Luftkurort Neustadt wird eine nochmalige Bedarfsermittlung geprüft, wie Dr. Sabine Mehne vom Landratsamt, Leiterin der Lenkunsgruppe Breitband, mitteilt. In den kommenden Wochen wird die Lenkungsgruppe in einzelnen Orten wie Ellrich oder den Ortsteilen von Nordhausen, die ebenfalls förderfähig sind, nachhaken und weitere Abstimmungsgespräche führen. Als Ansprechpartner für alle Fragen um das Thema Breitband im Landratsamt Nordhausen Dr. Sabine Mehne telefonisch unter 03631/911-259 zur Verfügung.
Jessica Piper, Pressestelle Landratsamt
Nordhäuser
08.02.2010, 10:55 Uhr
Wieder ohne Nordhausen!
Schön dieser Kommentar.
Haben die doch glatt wieder einmal die Stadt Nordhausen vergessen. Schade. Naja die Infrastruktur für Dörfer und Gemeinden ist wichtiger wie die Stadt selber.
Hier nochmal eine Frage an das Landratsamt: Was und vorallem wann passiert mal etwas in Nordhausen??
Falls es mal jemanden aufgefallen ist wir haben 2010 und da sollte ein gewisser Standart ja schon vorhanden sein.
gele
08.02.2010, 11:03 Uhr
Hoffnung auf schnelles DSL im TV-Kabelnetz in Nordhausen?
Die Television Bleicherode, einer der TV Kabelnetzbetreiber hofft in Nordhausen - wie aus einem Schreiben vom Juni 2009 hervorgeht - dass ab erstem Quartal 2010 DSL über das TV-Kabelnetz angeboten werden kann.
Momentan, so die telefonische Aussage der Television Bleicherode von Ende Januar 2010, fehlt noch die Leitung von Leipzig nach Nordhausen, die wegen des Frostes nicht verlegt werden kann.
Nach einem Monat Probelauf soll dann ein schneller Up-Download mit 6MBit/s möglich sein. Hoffung auf Ende 2. Quartal 2010 für die TV-Kabelanschlussinhaber in Nordhausen?
Pressestelle Landratsamt
08.02.2010, 13:33 Uhr
Förderung in Stadt NDH nicht möglich
Die Machbarkeitsstudie, die derzeit in Arbeit ist, beschäftigt sich nur mit dem ländlichen Raum, auf die die so genannte LEADER-Förderung beschränkt ist. Hintergrund ist folgender: Um die Versorgung zu verbessern, ist geplant, Fördermittel zur Deckung eventueller Wirtschaftlichkeitslücken zu beantragen.
Eine entsprechende Förderung ist jedoch nur im ländlichen Raum für Orte mit bis zu 10.000 Einwohnern möglich, da aufgrund beispielsweise einer dünnen Besiedlung ein Ausbau der Internetleitungen oft nicht wirtschaftlich ist. Für Städte wie Nordhausen wird davon ausgegangen, dass aufgrund des hohen Bedarfs ein Ausbau auch ohne Fördermittel wirtschaftlich ist.
Jessica Piper, Pressestelle Landratsamt
altmeister
08.02.2010, 20:50 Uhr
DSL auch für die Hundehütte!
Na das ist ja toll! Da kann im Dörfchen eher auf einen ordentlichen DSL-Anschluß gehofft werden, in Nordhausen gucken wir in den Mond!
Unwirtschaftliche Investitionen werden gefördert, wo Wirtschaftlichkeit gegeben wäre gibt es für die Anbieter keinen Anlass etwas zu tun, es reicht ja, dass so etwas im Ansatz wie ein Breitbandanschluss da ist.
Welche unserer Verwaltungen und dann, wer in der zutreffenden Verwaltung ist denn nun für NDH zuständig?
Da in der nächsten Zeit keine Kommunalwahlen anstehen, ist aber wahrscheinlich nicht mal mit einer Antwort des dafür Zuständigen zu rechnen, geschweige denn, dass sich wirklich etwas tut.
Den DSL-Knotenpunkt von Nordhausen in das Gewerbegebiet Südstraße zu verlegen zeigt doch den "Weitblick" der dafür Verantwortlichen, der Einfluß der Leitungslänge auf die DSL-Geschwindigkeit war auch schon zu dieser Zeit bekannt!
Zwischenrufer
21.02.2010, 22:37 Uhr
Situation in Nordhausen
Wie von der Pressestelle des Landratsamtes schon festgestellt, gibt es die Förderung "nur ... für Orte mit bis zu 10.000 Einwohnern. ... Für größere Städte wie Nordhausen wird davon ausgegangen, dass aufgrund des hohen Bedarfs ein Ausbau auch ohne Fördermittel wirtschaftlich ist." Dies ist eine völlig falsche Einschätzung derjenigen, die die Regeln für das Förderprogramm definiert haben. Nordhausen ist das beste Beispiel dafür. Die Telekom hat den Ausbau bereits geprüft und führt ihn nicht durch, weil er für sie unwirtschaftlich wäre.
Warum wäre der Ausbau für die Telekom unwirtschaftlich? Weil die Bundesnetzagentur es zulässt, dass der Preis für langsame DSL-Anschlüsse, die vom Hauptverteiler zu weit entfernt liegen, derselbe ist wie für schnellere DSL-Anschlüsse und dem Nutzer nichts anderes übrig bleibt, als den unangemessen hohen Preis für das langsame DSL zu zahlen. Das heißt: Die Investitionen, um die unterversorgten Gebiete in Nordhausen zu beschleunigen, würden der Telekom kaum Mehrerlöse bringen. Also investiert die Telekom nicht. Würde die Telekom für einen vom DSL-Hauptverteiler zu weit entfernt liegenden Anschluss z. B. 5 Euro/Monat weniger bekommen, wären die notwendigen Investitionen vermutlich längst getätigt worden.
Das heißt: Diejenigen, die derzeit überhaupt kein DSL haben, haben größere Chancen, schnelles DSL zu bekommen als diejenigen, die derzeit bereits langsames DSL haben.
Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Stadt Nordhausen von der wirtschaftlichen Entwicklung abgehängt wird.
Ein kleiner Hoffnungsfunke:
Die Bundesnetzagentur hat angeordnet, dass die Telekom in Bereichen, in welchen die durchschnittliche Entfernung des Hauptverteilers von den einzelnen Teilnehmeranschlusseinheiten so groß ist, dass eine Realisierung von DSL-Anschlüssen mit einer Bandbreite von mindestens 1 Mbit/s für den Download und 128 kbit/s für den Upload am Hauptverteiler nicht möglich ist, einem Wettbewerber Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung an einem näher als dem Hauptverteiler an der Teilnehmeranschlusseinheit gelegenen Punkt, nämlich einem von der Telekom neu zu errichtenden Schaltverteiler auf dem Hauptkabel zwischen Hauptverteiler und nachfolgenden Kabelverzweiger, gewähren muss. Allerdings muss der Wettbewerber dafür bezahlen.
Gegen diese Anordnung der Bundesnetzagentur hatte die Telekom einstweiligen Rechtsschutz beantragt, der vom Verwaltungsgericht Köln im November 2009 abgelehnt wurde.
Ob dies Wettbewerber dazu animiert, die in Nordhausen unterversorgten Gebiete mit schnellerem DSL zu versorgen, bleibt abzuwarten.
Wichtig scheint mir, sich mit der miserablen Situation in Nordhausen nicht abzufinden und sich immer wieder an die Telekom, an die Wettbewerber und die politischen Entscheidungsträger zu wenden.
Interessant fände ich, was denn das Landratsamt zu unternehmen gedenkt, um auch ohne Förderung ein schnelleres DSL in der Stadt Nordhausen zu unterstützen.
olibrecht
02.03.2010, 16:43 Uhr
Katastrophe!!
Also in Bielen weiß ich z.b das man da nur in wenigen straßen anständiges Internet haben kann, ganz kriminell soll es ja in der Sandstraße sein also da kann man ne 6000 leitung haben und bekommt 350 und das hat weder mit hardware noch anbieter zu tun! Also es ist wirklich dringend nötig das in der sache überhaupt mal etwas getan wir weil viele leute wirklich auch berufsmäßig abhängig davon sind.nich schön aber wahr!
Mariok
02.03.2010, 22:31 Uhr
Internet
Da ist es schön das ich auf dem Dorf wohne. Bei uns gibt es DSL 25000- Fragt doch mal Encoline. Die wissen wie das geht. Man brauch nicht immer den Roten Riesen.
socken
05.03.2010, 23:06 Uhr
...Ohne Worte...
Was soll ich nur sagen... ich habe seit 4 Jahren DSL 1000 mit einer echten Geschwindigkeit von 384...in der Oberstadt direkt am Krankenhaus. Der Rosa Riese ruft ständig an ob ich nicht zu Ihnen wechseln wolle es wäre doch so günstig....mir platzt dann immer der Kragen...
Vor kurzem habe ich mal wieder etliche Verfügbarkeitsanfragen gemacht.... was soll ich sagen ich bin fündig gewurden. Der blaue Kreis dessen Name eigentlich eine chemische Formel von molekularem Sauerstoff ist. bietet mir eine Geschwindigkeit bis zu 7860 kbit/s
Dies ist möglich, da dieser Verein den Bitstromzugang nutzt. Wikipedia hilft bei diesem Wort auch weiter. Eine Verfügbarkeitsanfrage hilft hier auch weiter. Ich habe mehrfach dort nachgefragt wieso und weshalb dies dort schneller ist als beim rosanen. Das einzige "Manko" es läuft auch noch über die Telekom (Regiozuschlag), ansonsten alles bei einem Anbieter...
altmeister
06.03.2010, 21:28 Uhr
Hatte leider doch recht!
Hallo Mitleidende,
es ist nun fast einen Monat her mit meinem Kommentar und der darin enthaltenen Anfrage, wer denn nun in der Stadt Nordhausen (da sich das Landratsamt nicht zuständig fühlt oder es auch tatsächlich nicht ist) Verantwortung übernimmt in Bezug des DSL-Ausbaues in der Stadt.
Keine Wahl in Sicht, gibt es auch keine Antwort, wie schon angemerkt.
Denk ich zurück an den Februar letzten Jahres, da gab es den Artikel "Kinderlärm in dichter Bebauung?", da waren Wahlen angesagt und viel versprochen.
Weiter mit den Versprechungen zum Einkaufszentrum Pferdemarkt.
Vor den Wahlen schnell noch gebuddelt, viel Aktionismus und jetzt ist alles Pustekuchen.
Nicht mal ein Bauschild mit dem Projekt gibt es, da war in der Bäcker- / Gumpertstraße doch wenigstens was zu sehen.
Ist doch auch keine Wahl mehr in Sicht!
Wann will endlich in der Stadt Nordhausen die Verwaltung Stellung beziehen zu diesen und anderen Mißständen?
Solange keiner persönlich genannt wird muß sich keiner auf den Schlips getreten fühlen und hier auch noch antworten!
Aber vor der nächsten Wahl ist bestimmt der Zeitpunkt gekommen um das Zuckerbrot unter die Wähler zu verteilen, mal "richtig" was in´s Rollen zu bringen, damit wieder gesagt werden kann
DAS HABEN WIR GEMACHT!
Zwischenrufer
11.03.2010, 15:03 Uhr
O2 schneller als Telekom? Kaum zu glauben ....
Dass O2 in der Oberstadt direkt am Krankenhaus eine Geschwindigkeit bis zu 7.860 kbit/s bietet, kann ich mir nur schwer vorstellen. Denn laut Wikipedia greift die alternative Telefongesellschaft auch beim Bitstromzugang auf die letzte Meile und auf weitere Technik (DSLAM sowie Konzentratornetz) der Telekom zurück.
Das Problem ist nun, dass der Hauptverteiler der Telekom, in dem sich die DSLAM vermutlich befinden dürften, in der Carl-Mayer-Straße im Osten von Nordhausen steht. Weil die Entfernung von dort zum Krankenhaus zu weit ist, gibt es von der Telekom nur DSL light. Das müsste dann eigentlich auch für alle anderen Betreiber gelten, die die letzte Meile der Telekom mitnutzen.
Ich habe selbst schon die Erfahrung gemacht, dass 1&1 6.000 kbit/s versprochen hat. Nach der Bestellung kam dann die Nachricht von 1&1, dass nur 384 kbit/s geboten werden können. Aus der Traum. Die DSL-Anbieter versprechen oft Leistungen, die sie gar nicht einhalten können.
Daher bin ich bezüglich der Nachricht, O2 würde am Krankenhaus eine Geschwindigkeit bis zu 7.860 kbit/s bieten, skeptisch, zumal es dann in Nordhausen sicherlich von O2-Drückerkolonnen nur so wimmeln würde, die der Telekom die Kunden abspenstig machen würden.
Daher meine Nachfrage an zwoemti: Haben Sie die 7.860 kbit/s nur als Antwort auf die elektronische Verfügbarkeitsanfrage gelesen oder sind Sie dann auch zu O2 gewechselt und surfen jetzt tatsächlich mit 7.860 kbit/s durchs Netz? Können Sie also bestätigen, dass die Geschwindigkeit nicht nur versprochen wird, sondern tatsächlich funktioniert?
John_Smith
11.03.2010, 22:20 Uhr
O2 kann auch nicht schneller sein
Das Problem was alle Kunden immer wieder haben wenn sie die Vielfach angepriesene Leistung nicht bekommen ist einfach, dass die meisten nicht ausreichend lesen. Denn so lange wie kein Anbieter eigene Leitungen legt, werden immer die selben Leitungen genutzt. Wenn man hier also einen Verfügbarkeitstest macht sollte man immer von dem ausgehen, was die geringste Geschwindigkeit ist. Denn die meisten Anbieter nennen dann ihr Tarife 16.000 oder ähnlich, oder es steht ganz klein da BIS ZU 16.000 kbts.
Die einzige Variante wäre nur eine Initiative zu starten um neue Leitungen legen zu lassen.
Ich wohne im übrigen selber auf einen Dorf und bekomme mit mühe und not eine 1000er Leitung. Und das auch nur weil ich am Ortsrand in Richtung des nächsten Repeaters wohne. D.h. das in unserm Dörfchen von etwa 3000 Einwohnern gerade mal 1% überhaupt einen Internetanschluss erhält der es auch wert ist DSL genannt zu werden.
socken
16.04.2010, 21:34 Uhr
O2 und Kabel DSL
Es geht nun anscheinend doch voran...aber alles still und heimlich....
Vermarktung von Kabel DSL wird im Mai starten.. hier mal die Nachricht von Television Bleicherode...
Ab Mai 2010 beginnen wir mit der Vermarktung von Internet zu folgenden Konditionen:
Installation Multimedia-Anschluss einmalig 29,90 €
Internet Flat 2000 bis 2.048 / bis 256 kbit/sek monatl. 19,90 € (Kabelgebühren in Miete enthalten)
Internet Flat 6000 bis 6.144 / bis 512 kbit/sek monatl. 29,90 € (Kabelgebühren in Miete enthalten)
TV + Internet Flat 2000 bis 2.048 / bis 256 kbit/sek monatl. 26,90 €
TV + Internet Flat 6000 bis 6.144 / bis 512 kbit/sek monatl. 36,90 €
Aufpreis Internet 2000 od. 6000 mit Upload bis 1024 kbit/sek monatl. 6,00 €
Internet-Modem gratis
Sollten sie sich für einen der o.g. Internetverbindungen entscheiden, geben Sie uns Bescheid. Wir benötigen dazu den vollständigen Namen, die genaue Anschrift und eine Telefonnummer für Rückruf.
Unser Ziel ist es Ende Mai Anfang Juni 2010 mit der Vermarktung von Telefonie zu beginnen. Über die entsprechenden Preise werden Sie rechtzeitig in Kenntnis gesetzt.
Ablauf
- Anruf bei der Television Bleicherode GmbH unter der Rufnummer: 036 338 – 451 635
- Ansprechpartner: Frau Höche oder Frau Lehne
- Individuelle Beratung
- Vorvertrag- oder Vertragsabschluss
- Terminabsprache für Servicemitarbeiter zum Wechseln der Kabelanschlussdose auf Multimediadose und Übergabe Modem
- Freischaltung Internet sofort möglich
- Anschlusspauschale beinhaltet Service und Gewährleistung bis zur Teilnehmeranschlussdose
- Falls vom Kunden gewünscht, Installation nach Anschlussdose gegen Aufpreis nach Arbeitsaufwand
- Weitere Dienstleistung – Suport Werktags (Mo.-Fr.) in der Zeit von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr oder Vermittlung von IP-Spezialisten
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Zu O2 kann ich noch nichts sagen. Aber ich bin nicht auf den Kopf gefallen und habe mich nicht alleine auf eine Online Leitungsabfrage verlassen sondern direkt MEHRFACH angefragt. Es wird mir auch keine 6000er Leitung angeboten sondern es wird 7860 kbit/s gebucht habe ich die 6000er...
Genaueres weiß ich am 23.05.10
Es ist immer noch billiger als die anderen Vereine...und ich hab 3 Rufnummern...und 3 Monate Laufzeit was will ich mehr. Bevor ich mich wieder in einen 24 monatigen Vertrag stürze ist dies die beste alternative wo doch jetzt doch Kabel ausgebaut wird. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt was es nun letztendlich wird. Denn es gibt auch noch die 2000er Leitung bei O2...
Georg66
17.04.2010, 10:37 Uhr
immer ruhig!
Wenn hier für Kabel-Bleicherode als potentieller "Preisknaller" geworben wird, muss man auch 1und 1 in Montabaur nennen. Die bieten auch kostenlose Wlan Modem an und für 20 Euro gibt es sogar 6000er Geschwindigkeit.
Und dieses Angebot ist schon eine Weile auf dem Markt.
Wieso jetzt Kabel-Bleicherode so ein Zirkus veranstaltet ist mir unverständlich, da man mir vor ein paar Jahren am Telefon sagte, dass solche Investitionen wie Internet für ein paar wenige Nutzer in NDH sich nicht lohnen würde und ich sollte mich doch an die Telekom wenden.
Dass nur am Rande!
MFG
Zwischenrufer
19.04.2010, 01:20 Uhr
1&1 kann auch nicht mehr als die Telekom
Sorry, Georg66, aber 1&1 nutzt die Technik der Telekom, vermag also auch nicht mehr zu leisten als diese. Der DSL-Hauptverteiler der Telekom steht in Nordhausen-Ost. Die Einwohner/innen dort bekommen sogar DSL 16.000. Bereits das Rathaus ist vom Hauptverteiler aber so weit entfernt, dass es dort nur DSL 1.000 gibt, völlig unabhängig davon, ob der Vertrag nun mit der Telekom oder 1&1 abgeschlossen wird.
Wer am Krankenhaus wohnt, bekommt über Telekom oder 1&1 sogar nur DSL 384. Damit stellt für die meisten Einwohner/innen Nordhausens das Angebot der Television Bleicherode GmbH eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur dar.
Natürlich ist klar: Wer in Nordhausen-Ost wohnt, ist mit Telekom oder 1&1 oder einem sonstigen Anbieter, der die Infrastruktur der Telekom nutzt, besser bedient.
Die einzige Möglichkeit, im Stadtzentrum und am Krankenhaus über das Telefonkabel ein schnelleres DSL zu bekommen, würde dann bestehen, wenn entweder die Telekom selbst ihre Infrastruktur ausbaut oder ein Konkurrent der Telekom dies von der Telekom gegen Entgelt verlangt oder eigene Leitungen zu den Kabelverzweigern der Telekom verlegt und dort DSLAMs errichtet und ab dort die so genannte "letzte Meile" der Telekom nutzt. Dies ist aber - zumindest meines Wissens - bisher nicht geschehen.
Aufgrund der Nachricht von zwoemti könnte es sein, dass O2 eine solche Investition nun doch getätigt hat. Ob O2 tatsächlich schnelles DSL liefert kann, wird zwoemti wohl am 23.05.10 erfahren. Darauf bin ich mal gespannt. Natürlich könnte auch 1&1 eine solche Investition inzwischen getätigt haben.
Ich habe aber vor geraumer Zeit mal bei 1&1 DSL 16.000 beantragt. Die Verfügbarkeitsanfrage bei 1&1 stellt dies auch in Aussicht. Einige Tage später kam dann aber eine E-Mail, in der stand, dass nur DSL 384 angeboten werden könne, und es wurde gefragt, ob ich den Auftrag unter diesen Voraussetzungen aufrecht erhalten wolle. Dies wollte ich natürlich nicht.
Also: Der Television Bleicherode gehört ein großer Dank dafür ausgesprochen, dass wenigstens sie sich um eine angemessene Versorgung von Nordhausen kümmert.
Ich habe hier und auch anderswo noch nie von jemandem gelesen, der in der Nähe des Rathauses oder am Krankenhaus oder irgendwo dazwischen wohnt und über die Telefonleitung, gleich bei über welchen Anbieter, DSL 6.000 bekommt (ich meine nicht versprochen bekommen hat, sondern tatsächlich bekommt). Sollte es so jemanden geben, möge er/sie sich bitte melden!
Georg66
19.04.2010, 13:44 Uhr
weiss ich!
Es ist doch allgemein bekannt, daß die "letzte Meile" der Telekom gehört.(In NDH) Mein Einwurf bestand darin, dass ich es nicht einsehe, Kabel-Bleicherode als Internet-Heilsbringer jetzt zu feiern, bloß weil diese sich jetzt doch anders entschieden haben!
Ich wiederhole den O-Ton von Bleicherode:"Ach wissen Sie Herr ..........,wegen ein paar Leuten in NDH, welche Internet über`s Fernsehkabel haben wollen, machen wir hier keine teuren Investitionen!
Das lohnt sicht für uns nicht. Versuchen Sie es doch bei der Telekom!"
Das war alles und nur um dieses ging es. Geschwindigkeiten, wer mit wem und warum ist doch kalter Kaffee. Es gibt für NDH viele billige Anbieter,aber weil jetzt Kabel-Bleicherode so ein Werbe-Aufstand macht, ist eigentlich so nicht nachvollziehbar.(subjektiv)
socken
19.04.2010, 20:50 Uhr
...DSL...
Ich würde gerne den großen Werbeaufwand sehen!!!
ICh musst fragen was denn nun ist!
Es wird hier nicht jeder gleich behandelt bei seinem DSL Provider...
ich habe am Krankenhaus 768 was durch einen Telekomvertragsfehler zustande kam.... eigentlich bin ich zur zeit bei Tele2... und ich habe sehr oft auch bei der Telekom angefragt wann denn nun mal meine Leitung schneller als 384 wird... und durch einen kleinen Fehler geht es mit einmal doch schneller...
Geschwindigkeit 864 kBit/s (Empfangsrichtung) 160 kBit/s (Senderichtung)
Leitungsdämpfung 51 dB (Empfangsrichtung) 31 dB (Senderichtung)
Signal-/Rauschtoleranz 28 dB (Empfangsrichtung) 26 dB (Senderichtung)
Nordhausen ist sowieso nicht im digitalen Zeitalter... man schaue sich nur mal das Digitalkabel angebot an...
Wozu braucht man in Nordhausen einen Fernseher mit HD wenn man doch eh nur sich Scheiben anschauen kann... das Kabelsignal hat ja eine Super Qualität
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