Do, 15:53 Uhr
05.12.2002
Die Spur führt in den Südharz
Nordhausen/Gera (nnz). In Thüringen ist die Staatsanwaltschaft Gera für Ermittlungen im Bereich der organisierten Kriminalität zuständig. Seit mehreren Monaten ermittelt die Behörde gegen eine Bande wegen gewerbsmäßigem Betrug. Eine Spur führt auch in den Südharz...
Nach nnz-Informationen soll ein Netz von mutmaßlichen Betrügern durch das Erschwindeln von Krediten bei verschiedenen Banken einen Schaden in sechsstelliger Euro-Höhe angerichtet haben. Die Masche, mit der vorgegangen wurde, soll einfach und effektiv gewesen sein. So habe man versucht, mit gefälschten Dokumenten und Personalausweisen einen Kredit zu erhalten. Dabei hatten sich die Männer auch an Kreditvermittler und Finanzdienstleister gewandt. In vielen Fällen hätten die Banken die Kredite ausgezahlt, einige seien jedoch misstrauisch geworden.
Als diese Masche nicht mehr zog, wurden die Kreditgeschäfte über sogenannte Direktbanken abgewickelt. Auch hier waren die gefälschten Unterlagen hilfreich. Mit ihnen wurden über das sogenannte Ident-Verfahren Konten bei den Internet-Banken eröffnet, wurde Geld eingezahlt und dann ein Klein-Kredit beantragt. Als das Geld ausgezahlt war, wurden die Konten leergeräumt. In diesem Fall gilt das Sprichwort: Kleinvieh macht auch Mist!
Seit einem Jahr traten diese Fälle vorwiegend im Raum Thüringen auf und wurden angezeigt. Nach und nach gingen die Ermittler jedoch davon aus, dass sich hinter diesen Einzelfällen ein Netzwerk aufgebaut hatte. Im Oktober diesen Jahres schlugen Polizei und Staatsanwaltschaft zu. In mehreren Bundesländern wurden Wohnungen, Häuser und Geschäftsräume durchsucht. Fünf Personen wurden festgenommen, vier befinden sich immer noch in Untersuchungshaft. Darunter auch ein Beschuldigter aus dem Raum Nordhausen.
Auch Personen aus der Region um Sülzhayn sollen in den Fall verwickelt sein, erfuhr die nnz, was allerdings nicht bestätigt wurde. Als sicher gilt: Aus dem Raum Nordhausen wurden mehrere Zeugen vernommen. Siehe hierzu auch im nnz-Archiv. Über die genaue Schadenshöhe wollte sich der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft in Gera gegenüber nnz nicht auslassen. Die Ermittlungen seien lange noch nicht abgeschlossen.
Autor: nnzNach nnz-Informationen soll ein Netz von mutmaßlichen Betrügern durch das Erschwindeln von Krediten bei verschiedenen Banken einen Schaden in sechsstelliger Euro-Höhe angerichtet haben. Die Masche, mit der vorgegangen wurde, soll einfach und effektiv gewesen sein. So habe man versucht, mit gefälschten Dokumenten und Personalausweisen einen Kredit zu erhalten. Dabei hatten sich die Männer auch an Kreditvermittler und Finanzdienstleister gewandt. In vielen Fällen hätten die Banken die Kredite ausgezahlt, einige seien jedoch misstrauisch geworden.
Als diese Masche nicht mehr zog, wurden die Kreditgeschäfte über sogenannte Direktbanken abgewickelt. Auch hier waren die gefälschten Unterlagen hilfreich. Mit ihnen wurden über das sogenannte Ident-Verfahren Konten bei den Internet-Banken eröffnet, wurde Geld eingezahlt und dann ein Klein-Kredit beantragt. Als das Geld ausgezahlt war, wurden die Konten leergeräumt. In diesem Fall gilt das Sprichwort: Kleinvieh macht auch Mist!
Seit einem Jahr traten diese Fälle vorwiegend im Raum Thüringen auf und wurden angezeigt. Nach und nach gingen die Ermittler jedoch davon aus, dass sich hinter diesen Einzelfällen ein Netzwerk aufgebaut hatte. Im Oktober diesen Jahres schlugen Polizei und Staatsanwaltschaft zu. In mehreren Bundesländern wurden Wohnungen, Häuser und Geschäftsräume durchsucht. Fünf Personen wurden festgenommen, vier befinden sich immer noch in Untersuchungshaft. Darunter auch ein Beschuldigter aus dem Raum Nordhausen.
Auch Personen aus der Region um Sülzhayn sollen in den Fall verwickelt sein, erfuhr die nnz, was allerdings nicht bestätigt wurde. Als sicher gilt: Aus dem Raum Nordhausen wurden mehrere Zeugen vernommen. Siehe hierzu auch im nnz-Archiv. Über die genaue Schadenshöhe wollte sich der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft in Gera gegenüber nnz nicht auslassen. Die Ermittlungen seien lange noch nicht abgeschlossen.

