eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 17:54 Uhr
28.01.2010

nnz-Forum: Zusammenhang erfunden

Eine von der nnz heute veröffentlichte Betrachtung zur aktuellen Außenpolitik schloß ab mit einem Exkurs zu einer „Millionenspende eines Hotel-Unternehmers an die FDP“ und hieran gekoppelt mit einer eigenen Interpretation zur Entwicklung von „Wählergunst“. Dazu das Statement eines nnz-Lesers...


Ich greife die aktuelle Berichterstattung über Spenden an die FDP auf und stellt klar, dass es richtig ist, dass meine Partei Spenden der Substantia AG erhalten hat. Es handelt sich hier um eine Vermögensverwaltungsgesellschaft, die an Hotelbetrieben nicht beteiligt ist.

Die FDP hat den Erhalt der Spenden jeweils gem. den Vorschriften zur Parteienfinanzierung pflichtgemäß angezeigt und - ganz in Respektierung des Urteils zur Parteienfinanzierung vom 9.4.1992 des zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts – öffentlich gemacht.

An der Einwerbung von Spenden durch politische Parteien, am Leisten von Spenden an diese und an der Annahme von Spenden durch diese hängt auch kein Makel, denn „die Parteien müssen nicht nur politisch sondern auch wirtschaftlich und organisatorisch auf die Zustimmung und Unterstützung der Bürger angewiesen bleiben“ (Abschnitt 91 des Urteils);

„Spenden an politische Parteien, auch Spenden juristischer Personen, sind nach der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland in beliebiger Höhe zulässig. Gefahren für den Prozeß der politischen Willensbildung, die sich hieraus ergeben können, beugt

Art. 21 I S.4 GG vor, der von den Parteien unter anderem verlangt, über die Herkunft ihrer Mittel öffentlich Rechenschaft zu geben“ (Abschnitt 156);„deshalb hat die Selbstfinanzierung der Parteien Vorrang vor der Staatsfinanzierung“ (Abschnitt 98).

Die Herstellung eines Zusammenhangs zwischen Spenden an eine Partei und politischen Entscheidungen ist der demokratischen Kultur in Deutschland abträglich. Es ist nicht zulässig zum Beispiel die Tatsache, dass die Schwarz-Rote Bundesregierung 2009 die sog. Abwrackprämie verlängert hat, in den Zusammenhang mit einer kurz zuvor an SPD und Union ergangenen Spende eines namhaften Automobilherstellers zu stellen oder Spenden aus der Solarwirtschaft an die Grünen mit deren Festhalten an der Übersubventionierung der Energieerzeugung durch Solaranlagen zu sehen.

Die Herstellung eines Zusammenhangs zwischen den von der Substantia AG geleisteten Spenden an die FDP und der gemeinsamen politischen Entscheidung von Union und FDP, dem Übernachtungsgewerbe den ermäßigten Mehrwertsteuersatz zuzugestehen, ist von interessierter Seite frei, aber schlecht erfunden. Schon das FDP-Programm „Arbeit hat Vorfahrt“ enthielt diese Forderung.

Zur Bundestagswahl 2005!! Die Spenden der Substantia AG flossen drei und vier Jahre danach.
Rainer Rodekirchen, FDP Bleicherode
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Anzeige symplr (6)
Kommentare
Steuerzahler
28.01.2010, 18:57 Uhr
Bürgerveralberung von der Mövenpickpartei
Sehr geehrter Herr Rodekirchen, bitte verkaufen Sie den Bürger/Wähler nicht für gänzlich dumm!!

Das Sie im vorliegenden Fall keinen Zusammenhang sehen können oder wollen sei Ihnen natürlich gegönnt, spricht aber nicht für Sie. Ihre Darstellung, die substantia AG habe mit dem Hotelgewerbe keinerlei Verbindung, haben Sie ja wohl exklusiv.

Zitat von Ihnen: "Die Herstellung eines Zusammenhangs zwischen Spenden an eine Partei und politischen Entscheidungen ist der demokratischen Kultur in Deutschland abträglich."
Tipp: Sie können es ja unter Strafe stellen, daß der mündige Bürger solche Zusammenhänge herstellt. Ich jedenfalls nehme mir diese Freiheit!

Hier mal ein Zitat Ihrer Grand Dame der früheren FDP-Staatsministerin Hildegard Hamm-Brücher im „Spiegel“: „In der Regierung macht die FDP reine Klientelpolitik. Sie kümmert sich um die Steuerfragen einer bestimmten Schicht, das ist alles.“

Nun hat ja dieses Tun in Ihrer Partei ja Traditon, siehe Lamdsdorff, Möllemann usw.

Ich verstehe ja auch das Angriff die beste Verteidigung ist, aber den Bürger für so dumm verkaufen zu wollen ist schon ein Stück aus dem Tollhaus. Lassen Sie bitte jedem seine Freiheit zu eigenem Denken und seine Schlüsse daraus zu ziehen.

Schönen Donnerstag!
denk-mal
29.01.2010, 08:14 Uhr
steuerzahler/was soll`s
hier hoch und runter zu lamentieren lieber steuerzahler ob nun hotels damit zu tun haben oder nicht ob man klientelpolitik macht oder nicht ist doch müßig. natürlich hat jede partei ihre fangemeinschaft! bei der letzten wahl waren es fast 15 % und die spd lobby schrie jetzt kommt die soziale kälte, sie fing an mit der erhöhung des kindergeldes - diese kälte.

diese fdp hat steuersenkung versprochen und das war das wahlversprechen ebenso, wie die änderung der Mehrwertsteuer für hotels. jetzt wird dieser fdp vorgeworfen, dass sie ihre versprechen hält, dass ist nach den wahlbetrügereien aus spd zeiten sicherlich für viele eine neue erfahrung.
Steuerzahler
29.01.2010, 18:16 Uhr
Nix lamentieren! Fakten!
Ich denke mal, daß ich hier nicht lamentierte wie Sie es behaupten. Es ging vielmehr um Richtigstellung bzw. um die Wahrheit. Das Sie Ihrem Parteifreund beispringen ist natürlich legitim ebenso Ihr Parteiergreifen für Ihre Partei.

Jedoch ging es hier auch darum: Ist unsere Regierung käuflich oder nicht? Und meine Meinung ist: JA! Auch wenn suggeriert werden soll, daß dem nicht so ist.

Bzgl. Reduzierung der Mwst. für Hotels bleibt die Frage: Wer bezahlt's?? Eine Antwort erspare ich mir, weil ich genug Intelligenz voraussetze. Ebenso wer die anderen (Klientel)Steuergeschenke bezahlen soll.

Bzgl. Kindergelderhöhung dieser Koalition bleibt erneut festzustellen: Ihre Klientel sind davon natürlich vorrangig bedient. Aber was ist mit den Tausenden von Harz4 Beziehern?? Wurden die vergessen oder vorsätzlich außen vor gelassen?? Also nochmal nachdenken ob's nicht doch sozial kühler wird in D. Warten wir einfach mal noch paar Monate ab und sehen dann noch mal nach wie das soziale Klima sich entwickelt.

Ihre Meinung zu den SPD Wahlbetrügereien teile ich ausnahmslos!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)