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Di, 15:14 Uhr
03.12.2002

Technisches Meisterstück

Niedersachswerfen (nnz). Ab dem 15. Dezember soll die Südharz-Strecke zwischen Nordhausen und Northeim wieder durchgängig befahrbar sein. Zuvor musste heute noch ein Meisterstück der Brückenbauer erledigt werden. nnz berichtet.


In den Bahndamm bei Niedersachswerfen wurde am Nachmittag eine 30 Meter lange Brückenkonstruktion geschoben. Bei der Brücke über die Zorge handelt es sich um den bundesweit längsten schiefwinkligen Überbau mit Walzträgern aus Beton, teilte die Deutsche Bahn AG mit. Gegen 13.00 Uhr wurde mit hydraulisch gesteuerten Pressen begonnen, den Koloss in die Baulücke einzuschieben. Um 14.30 Uhr war diese Prozedur schließlich erfolgreich beendet worden. Danach werden die Gleise auf der Brücke verlegt.

Die Erneuerung der 1868 erbauten und 1924 mit neuen Stahlträgern versehenen Brücke war notwendig geworden, da die Geschwindigkeit der Züge vor der Brücke auf 50 km/h herabgesetzt werden musste und weitere Einschränkungen unausweichlich gewesen wären. Gleiches gilt für die Ende November errichtete Brücke über die Behre. Mit nur neun Monaten Planungs- und sechs Wochen Bauzeit hätten die Bauleute bei beiden Brücken neue Maßstäbe gesetzt, so ein Bahnsprecher gegenüber nnz.

Insgesamt hat die DB AG seit Anfang Oktober zwischen Woffleben und Ellrich einen mehr als vier Kilometer langen Abschnitt erneuert. Besonders aufwendig war dabei die Beseitigung einer rund 500 Meter langen Senkstelle, an der die Züge mit maximal 30 km/h fahren durften. Für eine dauerhafte Stabilisierung der Strecke mussten bis zu 12 Meter in die Erde reichende Schotterpfähle eingebracht werden.

Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember können die Züge in diesem Abschnitt mit 70 km/h, ab dem Frühjahr mit 100 km/h fahren. Dadurch verkürzt sich die Reisezeit zwischen Nordhausen und Northeim um fast 20 Minuten. Die Deutsche Bahn investierte für beide Brücken sowie den Tiefbau und die Oberbauerneuerung rund 8,6 Millionen Euro.
Autor: nnz

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