eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 12:01 Uhr
26.01.2010

Romantik in der Langen Reihe

Die Romantik ist eine kulturpolitische Epoche, die vom Ende des 18. Jahrhunderts bis weit in das 19. Jahrhunderts hinein dauerte und sich gleichermaßen in der Bildenden Kunst, der Literatur und der Musik äußerte. Sie ist geradezu prädestiniert für ein Haus in Limlingerode...


Am Samstag, 30. Januar 2010, werden in der „Dichterstätte“ in Limlingerode ab 14.30 Uhr Gedichte der englischen Romantiker George Gordon Byron, Percy Bysshe Shelley und John Keats vorgetragen.

Romantik (Foto: H. Kneffel) Romantik (Foto: H. Kneffel) Die drei Poeten kannten sich gut und haben ihr dichterisches Werk in nur wenigen Jahren schaffen müssen, denn ihre Lebensdauer währte nur kurz. Umso bemerkenswerter ist es, in welcher Vollendung sie ihre Poesie zu Papier brachten. Man muss begeistert sein über ihre Bilderfülle und ihre große Sprachintensität. Viele deutsche Poeten haben sich an der Übersetzung ihrer Verse geschult, auch schon Heinrich Heine.

Byron wurde 36 Jahre und starb in Griechenland, wohin er wegen des griechischen Freiheitskampfes gezogen war. Shelley wurde nur 30 Jahre, er ertrank bei einer Segeltour in Italien, wo er lebte. Damals besuchte ihn Byron. Sein Leichnam wurde verbrannt und auf dem Friedhof bei der Pyramide in Rom beerdigt. Der dritte Poet Keats wurde nur 25 Jahre und starb an Tuberkulose. Auch er hielt sich in Italien auf, weil er sich eine Verbesserung seiner Gesundheit erhoffte. Shelley hatte ihn eingeladen. Auch Keats liegt auf dem protestantischen Friedhof in Rom beerdigt.

Lord Byron sprach sich in seiner ersten Schaffensperiode mit aristokratischem Subjektivismus und romantischem Weltschmerz aus. Das lyrisch-romantische Grundgefühl blieb bestehen, aber es wird reicher an Volksverbundenheit und er wendet sich episch-realistischeren Gestaltungselementen zu. Einen gewissen pessimistischen Ton behält er bei, auch zynische Arroganz schwingt mit.

Genau wie Byron teilte Shelley das Los eines politischen Emigranten. Seine Protesthaltung gegen die bürgerlich-aristokratische Gesellschaft Englands war philosophisch und historisch begründet. Dem Volk galt seine Sympathie. Er beherrschte die Elegie, die Ode, das Sonett, die Satire, die Parodie, das Scherzlied. Mit seiner Poesie wollte er Inspirationen erzeugen. Ein Dichter muss ein Visionär sein, so sein Credo.

Als Keats am 24. 2. 1821 in Rom starb, kannten nur wenige seine Gedichte. Heute gehört er zu den bedeutendsten englischen Dichtern, dessen Werk sowohl klassische als romantische Züge besitzt. Herz und Geist sprühen in seinen Versen gleichermaßen. In den Briefen, die einen hohen literarischen Rang besitzen, äußert er sich auch zu grundlegenden künstlerischen Fragen.
Heidelore Kneffel
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)