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Do, 19:28 Uhr
14.01.2010

nnz-doku (2): Ein gutes Jahr

Neben der Nordhäuser Oberbürgermeisterin sprach am Abend auch der Präsident der Fachhochschule, Prof. Jörg Wagner, zu den Gästen den Neujahrsempfangs. Auch dessen Rede haben wir dokumentiert...


Seit nunmehr 12 Jahren läuft der Studienbetrieb hier am Weinberghof und die Fachhochschule Nordhausen hat sich in dieser Zeit in der Region und überregional einen sehr guten Ruf erworben. In all dieser Zeit ist aber auch die Partnerschaft mit der Stadt Nordhausen gewachsen. Wir sind gerne in Nordhausen und stehen als Hochschule zu unserer Region Nordthüringen.

Für unsere Hochschule war 2009 ein gutes Jahr. So konnte der gute Ruf der Fachhochschule Nordhausen in der Region und auch überregional ausgebaut werden. In der aktuellen Befragung der Erstsemester hat ein hoher Anteil auf die Frage, warum sie sich für die Fachhochschule Nordhausen entschieden hatten, geantwortet: "Empfehlungen von Freunden, Verwandten und Bekannten."

Hierüber haben wir uns sehr gefreut, weil dies zeigt, dass die Qualität der Ausbildung an unserer Hochschule empfehlenswert ist. Auch die Rückmeldungen der meisten Unternehmensvertreter, die Studierende unserer Hochschule eingestellt haben, waren sehr positiv. Maßgeblich hierfür sind die gute und praxisorientierte Lehre in den Studiengängen, im Sprachenzentrum und im Studienkolleg sowie das Engagement unserer Professoren, Lehrkräfte, Dozenten und Laboringenieure.

Zum Wintersemester haben sich über 600 Erstsemester immatrikuliert; insgesamt hat unsere Hochschule ca. 2500 Studierende in 8 Bachelor- und 4 Master-Studiengängen. Dies war weit mehr, als wir erwartet hatten. Unsere sozialwissenschaftlichen, wirtschaftswissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge bieten den Studierenden eine fundierte Ausbildung und Berufsvorbereitung. Sie als Unternehmens- und Organisationsvertreter können auf dieses Reservoir aus gut qualifizierten Absolventen zugreifen. Bildung, Wissenschaft und Kultur sind wesentliche Eckpfeiler von Thüringen.

Gerade vor dem Hintergrund der bundesweiten Studierendenproteste ist das Land hier gefordert, die Leistungen unserer Hochschule anzuerkennen und weitere finanzielle Mittel zur Sicherung der Qualität der Ausbildung bereitzustellen.

Neben der qualitativ hochwertigen und praxisorientierten Lehre hat sich die Fachhochschule Nordhausen ebenfalls einen sehr guten Namen im Bereich Forschung gemacht. So konnten im Jahr 2009 mehrere Forschungsanträge erfolgreich platziert werden. Ich möchte hier, stellvertretend für viele andere, die Professoren Viehmann, Schade-Dannewitz, Vollmer, Hey, Lemser und Scharf nennen.

Erfreulich war zudem, dass unser Bereich für Sozialmanagement sowie Gesundheits- und Sozialwesen neben den traditionell starken Ingenieurwissenschaften hier deutlich in Erscheinung getreten ist und ebenfalls mehrere Forschungsanträge platziert hat.

Vor einem Monat konnte wurde die Fachhochschule Nordhausen mit dem Thüringer Familienpreis für ihre FHN Family Card geehrt, einer Karte für alle Studierenden und Mitarbeiter mit Kindern, die Weiterbildungsveranstaltungen, Kinderbetreuung, Beratung etc. beinhaltet.

Frau Prof. Dr. Sabine Seibold-Freund entwickelte ein hervorragendes Konzept, das auch auf die Stadt Nordhausen ausgedehnt werden könnte. Entsprechende Gespräche hierzu laufen bereits im Rahmen unserer Zusammenarbeit.


Zum Motto des heutigen Abends:

Thüringen hat sich aufgemacht, das „Grüne Herz Deutschlands“ zum „Grünen Motor Deutschlands“ werden zu lassen. Hier steht die Fachhochschule Nordhausen als Partner bereit. Mit unseren Schwerpunktbereichen Regenerative Energietechnik sowie Umwelt- und Recyclingtechnik verfügen wir über herausragende Experten, ein seit mehreren Jahren aufgebautes und funktionsfähiges Netzwerk aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um den grünen Motor Deutschlands zum Laufen zu bringen.

Mit unserem AUGUST-KRAMER-INSTITUT bieten wir erhebliche Forschungsressourcen im Bereich der Energie- und der Umwelttechnik an. Zusätzlich haben wir mit dem in.RET ein Institut für Regenerative Energietechnik gegründet, um unsere Forschungsaktivitäten stärker nach außen zu tragen. Auch dieses Institut ist bereits in mehrere Projekte mit der Wirtschaft eingebunden. Somit können wir in allen Bereichen den „grünen Motor Deutschlands“ antreiben, sei es Bioenergie, Solarenergie, Solar- und Geothermie, Elektromobilität sowie Wind- und Wasserkraft. Wir bieten Ihnen unsere Zusammenarbeit an. Gemeinsam können wir Impulse setzen für die Weiterentwicklung Thüringens.

Ein wesentliches Anliegen ist mir auch die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Hier rufe ich Sie alle auf, daran mitzuwirken und möchte aus meiner Sicht fünf wichtige Punkte nennen.

Wir brauchen:

Eine schlagkräftige Wirtschaftsförderung, welche alle vorhandenen Wirtschaftsförderungsressourcen nutzt und nach außen ein aktives Standortmarketing durchführt. Die Kräfte haben wir in der Stadt, dem Landkreis, dem Regionalmanagement, dem BIC und – ganz wichtig – der Unternehmerschaft, wir müssen sie alle bündeln und Synergien aktivieren. Jeder kann sich in seinem Rahmen für die Weiterentwicklung der Region einsetzen, insgesamt gesehen gewinnen wir dadurch alle.

Eine wesentlich stärkere Sichtbarkeit der Belange Nordthüringens bei den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern in Thüringen getreu dem Motto „Das Rad, was am lautesten quietscht, wird auch zuerst geölt.“ Also lassen Sie uns gemeinsam laut quietschen. Machen Sie alle Lobbyarbeit für unseren Wirtschaftsraum Nordthüringen!

Die umgehende und mit Nachdruck betriebene Fertigstellung des Industriegebietes „Goldene Aue“. Hier muss viel mehr Nachdruck in den Prozess gelangen, um schnell zu Ergebnissen zu kommen, damit endlich Großinvestoren nicht nur vorbeikommen, sondern hier auch bleiben.

Nutzen Sie die Fachhochschule Nordhausen noch stärker bei der Forschung und Weiterentwicklung Ihres Unternehmens/Ihrer Organisation. Wir haben in den vergangenen Jahren erhebliche Kompetenzen und Ressourcen aufgebaut. Natürlich setzt dies auch eine Eigenbeteiligung der Unternehmen voraus, aber die Ergebnisse werden ungleich größer sein. Wenn wir als gemeinsames Team antreten, können viele Innovationen und neue Marktchancen für Nordthüringer Unternehmen vorbereitet werden.

Die Ausweitung der Infrastruktur im Bereich Veranstaltungs- und Übernachtungskapazitäten ist ebenfalls ein bedeutender Standortfaktor. Gemeinsam mit der Stadt werden wir mit dem Land besprechen, ob eine Veranstaltungshalle für 1500 Personen, die gleichzeitig auch als Hörsaal genutzt werden kann, auf dem Gelände der Fachhochschule errichtet werden kann. Des Weiteren ist dringend ein weiteres Hotel notwendig, um auch größere und höherwertige Veranstaltungen nach Nordhausen zu ziehen.

Sehr geehrte Damen und Herren, die Stadt Nordhausen und die Fachhochschule Nordhausen freuen sich, dass Sie heute Abend unsere Gäste sind. Frau Oberbürgermeisterin Rinke und ich wollten Ihnen heute Abend einige Impulse geben und es gibt nun Raum für gute Gespräche, vielleicht auch für erste Partnerschaften. Viele Professoren und Lehrende der Fachhochschule Nordhausen sind heute unter uns. Ich würde mich freuen, wenn hieraus erste Ansätze für eine Zusammenarbeit entstehen.
Autor: nnz

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