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Mi, 12:37 Uhr
20.11.2002

Vorjahresergebnis überboten

Nordhausen (nnz). Die Industrie klagt auch in Thüringen seit Jahren über eine Absatzschwäche und mitunter auch über zurückgehende Umsätze. Die Statistik sagt vor allem für dieses Jahr etwas anderes aus.


Die Thüringer Industriebetriebe erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik von Januar bis September 2002 einen Umsatz in Höhe von rund 15 Milliarden Euro und überboten das vergleichbare Vorjahresergebnis um 2,6 Prozent. Die höchsten Umsätze erzielten die Wirtschaftszweige Ernährungsgewerbe (1 953 Millionen Euro) sowie der Fahrzeugbau (1 564 Millionen Euro).

Es folgten: Herstellung von Metallerzeugnissen (1 277 Millionen Euro), Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -verteilung usw. (1 236 Millionen Euro), Maschinenbau (1 093 Millionen Euro), Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (1 063 Millionen Euro) und Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsanlagen usw. (1 038 Millionen Euro). Die Wirtschaftszweige Bekleidungsgewerbe (Anteil am Gesamtumsatz: 0,1 Prozent), Recycling (0,2 Prozent) und Sonstiger Fahrzeugbau (0,4 Prozent) sind in Thüringen mit geringer Umsatzhöhe vertreten.

Die Exportquote, der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz, lag in den ersten neun Monaten mit 25,2 Prozent über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (23,2 Prozent). Die Wirtschaftszweige mit der höchsten Exportquote waren:

Fahrzeugbau, Holzgewerbe, Medizin-, Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik, Optik, Chemische Industrie, Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik und Metallerzeugung und -bearbeitung. Geringe Exportquoten wurden in den Betrieben des Wirtschaftszweiges Ernährungsgewerbe festgestellt.

Im Monatsdurchschnitt der ersten neun Monate 2002 arbeiteten in den Thüringer Industriebetrieben mit mehr als 20 Beschäftigten über 138 Tausend Personen. Das waren 1,1 Prozent mehr Beschäftigte als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Folgende Wirtschaftszweige mit einer hohen Beschäftigtenzahl im Monatsdurchschnitt wurden ermittelt: Herstellung von Metallerzeugnissen, Ernährungsgewerbe, Maschinenbau, Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -verteilung usw., Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren, Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden und Fahrzeugbau. In den Wirtschaftszweigen Recycling und Bekleidungsgewerbe sind in Thüringen vergleichsweise wenig Personen beschäftigt.

Die Produktivität, berechnet als Umsatz je Beschäftigten, lag von Januar bis September 2002 mit 108 Tausend Euro um 1,5 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresergebnis. Die höchste Produktivität wurde für den Wirtschaftszweig Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsanlagen usw. (843 Tausend Euro) errechnet. Es folgten Fahrzeugbau (159 Tausend Euro), Holzgewerbe (149 Tausend Euro), Papiergewerbe (136 Tausend Euro), Chemische Industrie (136 Tausend Euro) und Ernährungsgewerbe (120 Tausend Euro). Deutlich unter dem Landesdurchschnitt lagen die Wirtschaftszweige Textilgewerbe (59 Tausend Euro) und das Bekleidungsgewerbe (40 Tausend Euro).
Autor: nnz

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