So, 09:53 Uhr
17.11.2002
Prinzip Unübersichtlichkeit?
Nordhausen (nnz). Sparen beim Fahren hatte nnz kürzlich einen Beitrag zur Kfz-Versicherung überschrieben und dabei auf die unterschiedlichen Tarife der Versicherer hingewiesen, die für viele Versicherte Sparmöglichkeiten in sich bergen. Mehr darüber lesen Sie im folgenden Beitrag.
Während Anbieter von Lebens- und Risikoversicherungen ihre Anlageformen und Risikobereiche neu überdenken, um nicht weiter in Turbulenzen zu geraten, sprudeln die Einnahmequellen für Versicherer von Kraftfahrzeugen unablässig und munter, ohne dass die Risiken außer Kontrolle zu geraten drohen. 13,22 Mrd. Euro haben deutsche Autofahrer 2001 für Kfz-Haftpflichtpolicen hingeblättert, für Teil- und Vollkaskoversicherungen 7,89 Mrd. Euro. Und viele Autobesitzer zahlen dabei mehr, als sie eigentlich müssten.
Die Beitragsunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind beträchtlich, stellt Volker Münch vom Finanzdienstleister FSS-Online fest. Jährlich kann es dabei durchaus um einige hundert Euro gehen. Das kann dann schon die Mühe lohnen, die Tarife untereinander zu vergleichen und daraus die Konsequenzen zu ziehen. Also eventuell die Versicherung zu wechseln. Das ist möglich, weil Versicherungen immer nur ein Jahr laufen und sich lediglich um ein weiteres Jahr verlängern, wenn der Versicherungsnehmer nicht rechtzeitig kündigt. Das kann er mit einer Frist von einem Monat zum Laufzeitende tun. Da die meisten Haftpflicht- und Kaskoverträge zum Jahresende auslaufen, ist für viele Kunden der 30. November Stichtag. Bis dahin muss die Kündigung beim alten Versicherer vorliegen nnz berichtete in vorerwähnten Beitrag und wies dabei auch auf die weiteren Möglichkeiten hin, die eine Kündigung ermöglichen (siehe Beitrag vom 14.11.02).
Im Regelfall, um den es hier geht, steht demzufolge vor der Kündigung die Frage nach einen günstigeren Versicherer. Was sich für den einen lohnt, kann für einen anderen teuer sein. Die Tarife der verschiedenen Anbieter sind so unübersichtlich, dass kaum mehr ein Autobesitzer durchblickt, erklärt Frank Braun, Geschäftsführer vom Bund der Versicherten. Es wimmelt nur so von Rabatten und Zuschlägen. So hängt die Höhe der Prämien beispielsweise vom Fahrzeugtyp oder der Region ab, in der das Auto zugelassen ist. Maßgeblich auch, ob bzw. wann der Fahrer den letzten Unfall hatte. Je nach Anbieter könnten außerdem Geschlecht, Beruf oder Alter des Fahrzeughalters von Bedeutung sein.
Rabatte von bis zu zehn Prozent sind möglich, wenn der Fahrer seinen Wagen in einer Garage abstellt. Auch die gefahrenen Kilometer können den Beitrag beeinflussen. Für weniger als 9000 Kilometer im Jahr gibt es Rabatte von bis zu 15 Prozent. Aufschläge bis zur gleichen Höhe drohen, wenn der Fahrer angibt, mehr als 30 000 Kilometer im Jahr unterwegs zu sein. Ermäßigung wiederum sind bei dem möglich, der keinen anderen als nur seinen Ehe- oder Lebenspartner ans Steuer lässt. Aufschläge sind wiederum für den Fall vorgesehen dass dem 19-jährigen Filius und Führerschein-Neuling das Lenkrad überlassen wird.
Jugendliche Fahranfänger zählen grundsätzlich nicht zu den Lieblingskunden der Versicherer, schon weil sie laut Statistik überdurchschnittlich viele Unfälle verursachen. Extrem hohe Prämien sind die Folge. Doch selbst da sind die Unterschiede bei den Versicherern sehr groß. Freude haben diese wiederum über junge Familienväter mit Kindern unter 16 – besonders dann, wenn sie bei derselben Versicherung auch eine Gebäudeversicherung abschließen.
Klarheit im Tarifgestrüpp bringt allein der individuelle Vergleich. Der Bund der Versicherten rät, Angebote direkt von den Versicherungen einzuholen (Infos unter Telefon 04193/94222, E-Mail und Serienbriefservice im Internet). Auch kostenlose Online-Vergleiche helfen. Bei allen Beitragsvergleichen sollte aber nicht vergessen werden, die tatsächlichen Leistungen der Versicherer zu prüfen, denn auch die Rückstufung nach einem Schadensfall ist durchaus unterschiedlich.
Wer also die Mühe nicht scheut, den richtigen Weg durch diesen Tarifwirrwarr zu finden, könnte danach am ehesten die Gewissheit haben, den günstigsten Versicherer gefunden zu haben. (Tipps dazu gibt es im Internet Internet.
Autor: nnzWährend Anbieter von Lebens- und Risikoversicherungen ihre Anlageformen und Risikobereiche neu überdenken, um nicht weiter in Turbulenzen zu geraten, sprudeln die Einnahmequellen für Versicherer von Kraftfahrzeugen unablässig und munter, ohne dass die Risiken außer Kontrolle zu geraten drohen. 13,22 Mrd. Euro haben deutsche Autofahrer 2001 für Kfz-Haftpflichtpolicen hingeblättert, für Teil- und Vollkaskoversicherungen 7,89 Mrd. Euro. Und viele Autobesitzer zahlen dabei mehr, als sie eigentlich müssten.
Die Beitragsunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind beträchtlich, stellt Volker Münch vom Finanzdienstleister FSS-Online fest. Jährlich kann es dabei durchaus um einige hundert Euro gehen. Das kann dann schon die Mühe lohnen, die Tarife untereinander zu vergleichen und daraus die Konsequenzen zu ziehen. Also eventuell die Versicherung zu wechseln. Das ist möglich, weil Versicherungen immer nur ein Jahr laufen und sich lediglich um ein weiteres Jahr verlängern, wenn der Versicherungsnehmer nicht rechtzeitig kündigt. Das kann er mit einer Frist von einem Monat zum Laufzeitende tun. Da die meisten Haftpflicht- und Kaskoverträge zum Jahresende auslaufen, ist für viele Kunden der 30. November Stichtag. Bis dahin muss die Kündigung beim alten Versicherer vorliegen nnz berichtete in vorerwähnten Beitrag und wies dabei auch auf die weiteren Möglichkeiten hin, die eine Kündigung ermöglichen (siehe Beitrag vom 14.11.02).
Im Regelfall, um den es hier geht, steht demzufolge vor der Kündigung die Frage nach einen günstigeren Versicherer. Was sich für den einen lohnt, kann für einen anderen teuer sein. Die Tarife der verschiedenen Anbieter sind so unübersichtlich, dass kaum mehr ein Autobesitzer durchblickt, erklärt Frank Braun, Geschäftsführer vom Bund der Versicherten. Es wimmelt nur so von Rabatten und Zuschlägen. So hängt die Höhe der Prämien beispielsweise vom Fahrzeugtyp oder der Region ab, in der das Auto zugelassen ist. Maßgeblich auch, ob bzw. wann der Fahrer den letzten Unfall hatte. Je nach Anbieter könnten außerdem Geschlecht, Beruf oder Alter des Fahrzeughalters von Bedeutung sein.
Rabatte von bis zu zehn Prozent sind möglich, wenn der Fahrer seinen Wagen in einer Garage abstellt. Auch die gefahrenen Kilometer können den Beitrag beeinflussen. Für weniger als 9000 Kilometer im Jahr gibt es Rabatte von bis zu 15 Prozent. Aufschläge bis zur gleichen Höhe drohen, wenn der Fahrer angibt, mehr als 30 000 Kilometer im Jahr unterwegs zu sein. Ermäßigung wiederum sind bei dem möglich, der keinen anderen als nur seinen Ehe- oder Lebenspartner ans Steuer lässt. Aufschläge sind wiederum für den Fall vorgesehen dass dem 19-jährigen Filius und Führerschein-Neuling das Lenkrad überlassen wird.
Jugendliche Fahranfänger zählen grundsätzlich nicht zu den Lieblingskunden der Versicherer, schon weil sie laut Statistik überdurchschnittlich viele Unfälle verursachen. Extrem hohe Prämien sind die Folge. Doch selbst da sind die Unterschiede bei den Versicherern sehr groß. Freude haben diese wiederum über junge Familienväter mit Kindern unter 16 – besonders dann, wenn sie bei derselben Versicherung auch eine Gebäudeversicherung abschließen.
Klarheit im Tarifgestrüpp bringt allein der individuelle Vergleich. Der Bund der Versicherten rät, Angebote direkt von den Versicherungen einzuholen (Infos unter Telefon 04193/94222, E-Mail und Serienbriefservice im Internet). Auch kostenlose Online-Vergleiche helfen. Bei allen Beitragsvergleichen sollte aber nicht vergessen werden, die tatsächlichen Leistungen der Versicherer zu prüfen, denn auch die Rückstufung nach einem Schadensfall ist durchaus unterschiedlich.
Wer also die Mühe nicht scheut, den richtigen Weg durch diesen Tarifwirrwarr zu finden, könnte danach am ehesten die Gewissheit haben, den günstigsten Versicherer gefunden zu haben. (Tipps dazu gibt es im Internet Internet.

