So, 09:52 Uhr
17.11.2002
Ersatz bis ins Frühjahr hinein?
Nordhausen (nnz). Heimlich, still und leise hat die Deutsche Bahn zunächst im Bereich Nordhausen damit begonnen, die Aushänge für den Schienenersatzverkehr zwischen Ellrich und Nordhausen zu ändern: Dort ist jetzt nicht mehr vom Ende der Arbeiten am 2. Dezember, sondern am 15. Dezember die Rede...
Bei der Initiative "Höchste Eisenbahn", die aller Kritik aus Eisenbahnerkreisen zum trotz an der Begleitung der Ereignisse entlang der Südharzstrecke festhält, ist man alarmiert. "Die dritte größere Sanierungsmassnahme droht erneut in einem terminlichen Fiasko zu enden" kommentiert Sprecher Michael Reinboth den neuesten Schritt der Bahn. Immerhin, so "Höchste Eisenbahn", kommt man damit mit den Bauarbeiten mitten in den Winter hinein - mit völlig unabsehbaren Folgen für die Wiederaufnahme des Zugverkehrs. Offensichtlich sind es diesmal nicht - wie bei den beiden ersten Baumassnahmen - die Gleisbauarbeiten, sondern die Erneuerungen der Brücken, die alle Vorhersagen ins Wanken geraten lassen. Wer sich die beiden Baustellen ansieht, wird feststellen, dass es nur sehr langsam vorangeht.
"Wir sind keine Brückenbauexperten, aber man hatte wirklich lange genug Zeit, sich auf die Arbeiten vorzubereiten. Eine Verschiebung der Inbetriebnahme der Strecke aus diesem Grunde ist daher für uns nicht hinnehmbar" mein Reinboth, der auf einen weitere gravierende Probleme aufmerksam macht: "Der 15.12.2002 als Termin bedeutet, dass der gesamte Weihnachtsmarktverkehr vom Harz nach Erfurt oder Leipzig massiv gestört wird, wenn nicht gar ausfällt. Man vermag sich die vielen Kleingruppen, hineingequetscht in dafür gänzlich ungeeignete Busse, kaum vorzustellen. Damit fehlen wichtige Fahrgäste und Einnahmen", so der eine Punkt. "Zum zweiten: Ab 15.12. gilt ein wesentlich strafferer Fahrplan, der mit einem SEV wohl erst recht nicht zu halten sein dürfte".
Die Verschiebung bedeute auch, so der Sprecher weiter, dass die Güterzüge von und nach Scharzfeld weiter über Göttingen umgeleitet werden müssen und andere Interessenten für durchgehende Züge erst gar nicht auf die Strecke kommen.
SEV mit Hindernissen
Derweil dürfen sich die Südharzer weiter mit einem nicht optimal organisierten SEV herumschlagen. "Die zweimalige Umrundung von Niedersachswerfen auf dem Weg nach Ellrich ist für die Fahrgäste eine Zumutung und kostet bis zu 5 Minuten Fahrtzeit. Das war bei den vorherigen SEV sehr viel besser organisiert. Ferner ist das Umsteigen in Ellrich ein erhebliches Erschwernis. Man geht praktisch durch eine Ruine hindurch und hat keinen Ansprechpartner, wenn mal etwas schief geht" ist Reinboth mit dem SEV in der derzeitigen Form nicht zufrieden. Die Mitnahme von Kinderwagen gestaltet sich obendrein in den Reisebussen umständlich.
"Nahverkehrsgesellschaften müssen auf den Tisch schlagen"
Der drohende Terminverzug und die im Hintergrund lauernden Gefahren - bei einem Baustopp durch Wintereinbruch scheint ein Busverkehr bis ins Frühjahr denkbar! - müssen nach Meinung der Initiative die Nahverkehrsgesellschaften in Erfurt und Hannover auf den Plan rufen. "Es kann nicht sein, dass wir von DB Netz zum dritten Mal hintereinander veräppelt werden. Es wird dann auch immer schwerer, die enttäuschten Kunden zurückzugewinnen". Man ist bei der Initiative stinksauer auf die Niederlassung DB Netz Südost in Leipzig, "die es einfach nicht schafft, mal eine Terminzusage einzuhalten, und im Harzvorland grundsätzlich im Winter bauen will". Bei "Höchste Eisenbahn" erwartet man, dass alles getan wird, um den Zugverkehr noch im Dezember wieder durchgehend aufnehmen zu können.
Autor: nnzBei der Initiative "Höchste Eisenbahn", die aller Kritik aus Eisenbahnerkreisen zum trotz an der Begleitung der Ereignisse entlang der Südharzstrecke festhält, ist man alarmiert. "Die dritte größere Sanierungsmassnahme droht erneut in einem terminlichen Fiasko zu enden" kommentiert Sprecher Michael Reinboth den neuesten Schritt der Bahn. Immerhin, so "Höchste Eisenbahn", kommt man damit mit den Bauarbeiten mitten in den Winter hinein - mit völlig unabsehbaren Folgen für die Wiederaufnahme des Zugverkehrs. Offensichtlich sind es diesmal nicht - wie bei den beiden ersten Baumassnahmen - die Gleisbauarbeiten, sondern die Erneuerungen der Brücken, die alle Vorhersagen ins Wanken geraten lassen. Wer sich die beiden Baustellen ansieht, wird feststellen, dass es nur sehr langsam vorangeht.
"Wir sind keine Brückenbauexperten, aber man hatte wirklich lange genug Zeit, sich auf die Arbeiten vorzubereiten. Eine Verschiebung der Inbetriebnahme der Strecke aus diesem Grunde ist daher für uns nicht hinnehmbar" mein Reinboth, der auf einen weitere gravierende Probleme aufmerksam macht: "Der 15.12.2002 als Termin bedeutet, dass der gesamte Weihnachtsmarktverkehr vom Harz nach Erfurt oder Leipzig massiv gestört wird, wenn nicht gar ausfällt. Man vermag sich die vielen Kleingruppen, hineingequetscht in dafür gänzlich ungeeignete Busse, kaum vorzustellen. Damit fehlen wichtige Fahrgäste und Einnahmen", so der eine Punkt. "Zum zweiten: Ab 15.12. gilt ein wesentlich strafferer Fahrplan, der mit einem SEV wohl erst recht nicht zu halten sein dürfte".
Die Verschiebung bedeute auch, so der Sprecher weiter, dass die Güterzüge von und nach Scharzfeld weiter über Göttingen umgeleitet werden müssen und andere Interessenten für durchgehende Züge erst gar nicht auf die Strecke kommen.
SEV mit Hindernissen
Derweil dürfen sich die Südharzer weiter mit einem nicht optimal organisierten SEV herumschlagen. "Die zweimalige Umrundung von Niedersachswerfen auf dem Weg nach Ellrich ist für die Fahrgäste eine Zumutung und kostet bis zu 5 Minuten Fahrtzeit. Das war bei den vorherigen SEV sehr viel besser organisiert. Ferner ist das Umsteigen in Ellrich ein erhebliches Erschwernis. Man geht praktisch durch eine Ruine hindurch und hat keinen Ansprechpartner, wenn mal etwas schief geht" ist Reinboth mit dem SEV in der derzeitigen Form nicht zufrieden. Die Mitnahme von Kinderwagen gestaltet sich obendrein in den Reisebussen umständlich.
"Nahverkehrsgesellschaften müssen auf den Tisch schlagen"
Der drohende Terminverzug und die im Hintergrund lauernden Gefahren - bei einem Baustopp durch Wintereinbruch scheint ein Busverkehr bis ins Frühjahr denkbar! - müssen nach Meinung der Initiative die Nahverkehrsgesellschaften in Erfurt und Hannover auf den Plan rufen. "Es kann nicht sein, dass wir von DB Netz zum dritten Mal hintereinander veräppelt werden. Es wird dann auch immer schwerer, die enttäuschten Kunden zurückzugewinnen". Man ist bei der Initiative stinksauer auf die Niederlassung DB Netz Südost in Leipzig, "die es einfach nicht schafft, mal eine Terminzusage einzuhalten, und im Harzvorland grundsätzlich im Winter bauen will". Bei "Höchste Eisenbahn" erwartet man, dass alles getan wird, um den Zugverkehr noch im Dezember wieder durchgehend aufnehmen zu können.

