Mo, 13:34 Uhr
04.01.2010
Dienstjubiläum im Radio
Im April feiert der Offene Kanal Nordhausen den 10. Jahrestag der ersten lokalen Radiosendung in der Rolandstadt. Bereits im Januar feiert ein Mitarbeiter sein 10-jähriges Dienstjubiläum.
Peter Jentsch ist der Mann der ersten Stunde. Der bekennende Nordhäuser erlernte zu DDR-Zeiten den Beruf eines Rundfunk- und Fernsehmechanikers, obwohl er lieber Journalist geworden wäre. Doch er hatte keine Lust, sich politisch zu verbiegen oder lange zur Armee zu gehen. Kurz nach der Wende ging er nach Hessen, um dort zu arbeiten, aber das Heimweh ließ ihn schon 1992 nach Nordhausen zurückkehren. Als er 1999 erfuhr, dass ein Offener Kanal auf Sendung gehen sollte, bewarb er sich kurzerhand als Medienassistent und wurde angenommen. Peter Jentsch hatte sich gut erkundigt und wusste, was da auf ihn zukommt. Aber die Arbeit mit den Nutzern des Kanals machte ihm von Anfang an Spaß, der Einbau der modernen Sendetechnik im März und April 2000 in die Räume im A.-Bebel-Platz 6 war eine berufliche Herausforderung für ihn. Er zog mit den Büros des Vereins vom Altentor in die 2. Etage des Hochhauses, dann in die 4. und schließlich in die Senderäume im 8. Stock. Als endlich die Sendetechnik stand, Hunderte Meter Kabel verlegt, zig Stecker eingestöpselt und diverse PCs bespielt und hochgefahren waren, wurde von der Telekom die Frequenz aufgeschaltet.
Die angeschlossenen Radios rauschten am 14. April 2000 auf der Frequenz 100,4 monoton vor sich hin und Jentsch probierte die Funktionsfähigkeit der Geräte. Erst habe ich es gar nicht richtig realisiert, dass aus dem Radio Musik kam. Dann hörte ich, dass es ein Lied von einer Deep Purple-CD war, das ich gerade in einen Studio-Player eingelegt hatte. Wir waren auf Sendung, erinnert er sich. Hallo Nordhausen, hier ist der OKN, rief er in eines der Mikrofone die ersten verbürgten Worte in den Nordhäuser Äther. Gehört hat das bestimmt keiner, aber wir wussten, dass es nun losgeht.
Zehn Jahre später ist Peter Jentsch immer noch beim OKN und es ist die Arbeitsstelle, an der er am längsten in seinem bisherigen Berufsleben tätig ist. Inzwischen absolvierte Jentsch ein journalistisches Fernstudium und etablierte sich als versierter Techniker und begabter Ausbilder für Praktikanten und Mitarbeiter im Freiwilligen Kulturellen Jahr. Wenn der Sender Mitte April sein Jubiläum feiert, dann ist das auch ein Verdienst des alten Hasen Peter Jentsch.
Autor: nnzPeter Jentsch ist der Mann der ersten Stunde. Der bekennende Nordhäuser erlernte zu DDR-Zeiten den Beruf eines Rundfunk- und Fernsehmechanikers, obwohl er lieber Journalist geworden wäre. Doch er hatte keine Lust, sich politisch zu verbiegen oder lange zur Armee zu gehen. Kurz nach der Wende ging er nach Hessen, um dort zu arbeiten, aber das Heimweh ließ ihn schon 1992 nach Nordhausen zurückkehren. Als er 1999 erfuhr, dass ein Offener Kanal auf Sendung gehen sollte, bewarb er sich kurzerhand als Medienassistent und wurde angenommen. Peter Jentsch hatte sich gut erkundigt und wusste, was da auf ihn zukommt. Aber die Arbeit mit den Nutzern des Kanals machte ihm von Anfang an Spaß, der Einbau der modernen Sendetechnik im März und April 2000 in die Räume im A.-Bebel-Platz 6 war eine berufliche Herausforderung für ihn. Er zog mit den Büros des Vereins vom Altentor in die 2. Etage des Hochhauses, dann in die 4. und schließlich in die Senderäume im 8. Stock. Als endlich die Sendetechnik stand, Hunderte Meter Kabel verlegt, zig Stecker eingestöpselt und diverse PCs bespielt und hochgefahren waren, wurde von der Telekom die Frequenz aufgeschaltet.
Die angeschlossenen Radios rauschten am 14. April 2000 auf der Frequenz 100,4 monoton vor sich hin und Jentsch probierte die Funktionsfähigkeit der Geräte. Erst habe ich es gar nicht richtig realisiert, dass aus dem Radio Musik kam. Dann hörte ich, dass es ein Lied von einer Deep Purple-CD war, das ich gerade in einen Studio-Player eingelegt hatte. Wir waren auf Sendung, erinnert er sich. Hallo Nordhausen, hier ist der OKN, rief er in eines der Mikrofone die ersten verbürgten Worte in den Nordhäuser Äther. Gehört hat das bestimmt keiner, aber wir wussten, dass es nun losgeht.
Zehn Jahre später ist Peter Jentsch immer noch beim OKN und es ist die Arbeitsstelle, an der er am längsten in seinem bisherigen Berufsleben tätig ist. Inzwischen absolvierte Jentsch ein journalistisches Fernstudium und etablierte sich als versierter Techniker und begabter Ausbilder für Praktikanten und Mitarbeiter im Freiwilligen Kulturellen Jahr. Wenn der Sender Mitte April sein Jubiläum feiert, dann ist das auch ein Verdienst des alten Hasen Peter Jentsch.


