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Mi, 08:24 Uhr
13.11.2002

Nur ein Weg zur Arbeit

Nordhausen (nnz). Wie vielfältig die Möglichkeiten sind, der Wirtschaft entgegen zu kommen wenn es darum geht, ihr geeignete Arbeitskräfte zu vermitteln, wurde gestern deutlich. Das Arbeitsamt hatte einer Veranstaltung in den Ilfelder Sonnenhof“ eingeladen. nnz berichtet.


Vorgestellt Inwieweit gerade der „Sonnenhof“ zu diesem Thema Aufschluss geben könne, war zunächst nicht ersichtlich. Man kennt ihn als ausgezeichnet beleumundetes Alten- und Pflegeheim. Aber als Beitrag zur Arbeitsmarktentspannung?

Die Antwort kam - assistiert von der Direktorin des Arbeitsamtes, Dr. Simone Simon - vom Geschäftsführer der Bildungs-, Vermittlungs- und Unternehmensberatungs-GmbH, (BVU) Hartmut Pietsch. Und sie wurde untermauert von einigen Unternehmern und Personalchefs, die der Einladung des Arbeitsamtes gefolgt waren. Und sie kam eben auch von Gregor Döring, dem Heimleiter des „Sonnenhofes“. Tatsächlich hätte sich auch kaum eine andere Tagungsstätte finden lassen, die so viel angenehme Atmosphäre vermittelt. Aber auch nicht weniger aus themenbezogenen Gründen.

Da stellte sich also einmal mehr ein Institut vor, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in Arbeit zu vermitteln. In diesem Falle arbeitslosen Nordthüringer Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach erfolgreich abgeschlossener Erstausbildung beim Einstieg in das Berufsleben behilflich zu sein. Vornehmlich Ausgebildeten also, die nach abgeschlossener Lehre nicht übernommen wurden. Ein allgemeines Anliegen des Instituts, aber auch in der Umsetzung bestimmter einzelner Modellmaßnahmen. Und das im Zusammenwirken mit dem Arbeitsamt und wohl auch in speziellerer Form, als das das Arbeitsamt selbst es zu tun vermag. Das Konstrukt der geplanten PSA's nach dem Harz-Konzept kennt also schon angenäherte Vorläufer.

Und auch das also in dem Bemühen, den Unternehmen dieser Region, von denen einzelne Vertreter wie etwa Schachtbau Nordhausen, Autohaus Peter Uhley und einige andere in den „Sonnenhof“ gekommen waren, geeignete Arbeitskräfte zu vermitteln. Ausnahmslos alle Unternehmen, die die Vermittlungsangebote von Arbeitsamt und BVU in Anspruch genommen haben, drückten ihre grundsätzliche Zufriedenheit mit Funktion, Wirkungsweise und Kooperation mit diesem Konstrukt aus.

Bei dem sich also der Bedarf meldende oder –einstellungsbereite Unternehmer mit seinen kurzfristig erkannten Bedarf an das Arbeitsamt wendet, das dann zur BVU vermittelt. Oder direkt angesprochen werden kann. Nachdem dort die jeweils erforderliche und erwartete Qualifikation des benötigten Mitarbeiters festgestellt wurde, werden die Expertinnen der BVU tätig, um aus der Zahl der zur Verfügung stehenden Arbeitssuchenden die geeigneten herauszufinden.

Falls notwendig vermittelt die BVU kurzzeitige Maßnahmen, um die Leute auf den speziellen Bedarf des Unternehmens zu trainieren und einzustimmen. Die jungen Menschen werden also von der BVU erfasst, betreut und motiviert, um wieder ins Erwerbsleben eingegliedert werden zu können. Ein sicher nicht immer unproblematischer Anspruch für alle Teile, denn ohne Zweifel verläuft diese Motivierungs- und Qualifizierungsarbeit nicht immer reibungslos. Immerhin aber lohnt die schließliche Erfolgsquote die Mühen. Den Unternehmen selbst wird dadurch eine mitunter lange Eingewöhnungszeit des neuen Mitarbeiters im Betrieb mit dem Risko des Mißerfolges doch weitgehend abgenommen. Das Unternehmen BVU - das im anhaltinischen Merseburg seinen eigentlichen Sitz hat und in Nordhausen mit einer Niederlassung vertreten ist - wird in den nächsten Tagen seine 1000ste erfolgreiche Vermittlung registrieren, und wohl auch feiern, können.

Es kann, wie dargestellt, auch das nur eine Variante zur Minderung der hohen Arbeitslosigkeit im Lande sein. Jede Maßnahme aber, die diesem Zwecke dient, ist ein Mosaik. Und jedes, das Erfolg verspricht, hat seine Berechtigung.
Autor: nnz

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