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Mi, 13:34 Uhr
16.12.2009

Hilfe für starke Kinder

Eine große Hand umgibt schützend zwei kleine Kinder – das ist das Logo des Projekts „Helfende Hand“. Dahinter verbirgt sich ein einfaches Konzept: Geschäfte und öffentliche Einrichtungen signalisieren mit diesem Logo an ihrer Tür, dass Kinder sich an sie wenden können, wenn sie Hilfe brauchen. Hier die Einzelheiten...


Logo (Foto: pln) Logo (Foto: pln) Das kann in ganz unterschiedlichen Situationen der Fall sein: Ein Junge ist zum Beispiel hingefallen, hat sich das Knie aufgeschlagen, braucht jetzt ein Pflaster und ein paar tröstende Worte. Oder ein Mädchen hat den Bus verpasst und braucht nun ein wenig Hilfe beim Studieren des Fahrplans. Es können aber auch ernstere Gründe sein wie eine Schlägerei, Mobbing oder Belästigung durch Erwachsene. So neu ist das Projekt nun auch wieder nicht. Im Unstrut-Hainich-Kreis gibt es das schon lange in der Praxis, dort trägt es den Titel "Notinsel".

„Wir wollen damit das bürgerschaftliche Engagement stützen und erreichen, dass man sich um andere kümmert“, sagt Jana Urbanek. „Und wir wollen Kindern nicht Angst, sondern Mut und sie stark machen.“ Die Diplom-Sozialarbeiterin und Absolventin der FH Nordhausen hat in der Koordinationsstelle für Frühe Hilfen beim Kreisjugendring Nordhausen im Projekt „Helfende Hand“ von Anfang an mitgearbeitet.

Entwickelt haben es maßgeblich Studierende des Gesundheits- und Sozialwesens an der FH Nordhausen unter Leitung von Prof. Dr. Armin Sohns in enger Kooperation mit dem Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes Nordhausen. „’Helfende Hand’ ist ein niedrigschwelliges Angebot, das Kindern schnell und einfach Hilfe vermittelt“, sagt Christine Wagner, Fachbereichleiterin Jugend und Soziales. „Uns ist es wichtig, ein kinder- und familienfreundliches Klima im Landkreis anzuregen und mit dem Projekt auch eine gesellschaftspolitische Diskussion zu erreichen.“

Die Schirmherrschaft über das neue Projekt übernimmt Landrat Joachim Claus (CDU). Finanziell gefördert wird es mit Landesmitteln im Bereich Frühe Hilfen. Momentan läuft die konkrete Umsetzungsphase von „Helfende Hand“. Die Studierenden haben nicht nur das bewusst kindlich gestaltete Logo selbst entworfen, sondern auch Flyer und Broschüren zusammengestellt, um ihre Idee bekannt zu machen.

Per Brief und teilweise persönlich werden Landkreis und Fachhochschule das Projekt Geschäften im gesamten Kreisgebiet vorstellen, um ausreichend Partner für das Vorhaben zu finden. „Wir wollen den Landkreis nicht vollständig flächendeckend abdecken, sondern punktuell an zentralen Plätzen in den jeweiligen Orten Anlaufstellen schaffen“, erläutert Jana Urbanek. Will ein Geschäft mitmachen, wird es natürlich nicht allein gelassen: „Alle Mitarbeiter werden von uns geschult, erhalten einen Handlungsablauf und Telefonnummern für den Notfall“, so Jana Urbanek.

Um die Kinder zu schützen, wollen die Akteure des Projekts von den Geschäftsleuten zudem eine kurze Selbstauskunft einholen. Die Studierenden wollen sich längerfristig in dem Projekt engagieren: „Sie haben sich bereit erklärt, etwa einmal im Vierteljahr die Geschäfte zu besuchen, um Erfahrungen auszutauschen, die Nachfrage nach dem Angebot zu prüfen und Verbesserungsvorschläge zu sammeln“, erzählt Jana Urbanek begeistert von der Einsatzbereitschaft der Studierenden.

Neben den Geschäften werden die Akteure auch Kinder und Eltern informieren, zum Beispiel über Schulen und Kitas. Anfang Januar ist auch ein Infostand in der Nordhäuser Fußgängerzone an der Südharzgalerie geplant.
Autor: nnz

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