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Sa, 21:08 Uhr
09.11.2002

Licht und Schatten

Nordhausen (nnz). Am 10. Spieltag in der Landesklasse West hatte die FSG Salza heute die Reserve des Oberligisten Eintracht Sondershausen zu Gast. Wacker musste beim FSV Ulstertal Geisa antreten. Über die Begegnungen berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.


Bei stürmischem Wind und häufigen Regenschauern waren immerhin 160 Zuschauer auf den Karl-Henze-Sportplatz gekommen, um ihrer Mannschaft im Spiel gegen Eintracht Sondershausen II den Rücken zu stärken. Nach der unglücklichen Niederlage in Ruhla unter irregulären Bedingungen sollte vor heimischem Publikum unbedingt ein Sieg her. Die Männer um Kapitän Enrico Weber fanden sich mit den widriger Witterungsbedingungen am besten zurecht und zogen von Beginn an ihr Spiel auf. Trotz spielerischer Überlegenheit blieben aber Tore aus. Rieger in der 37. und Ermisch in der 43. Minute hatten die Führung auf den Füßen, beide konnten jedoch ihre Chancen nicht verwerten.

In der zweiten Halbzeit, mit dem Wind im Rücken, wurde das Spiel der Platzherren noch druckvoller. Ermisch setzte das Leder an der Latte (68.). In der 80. Minute erlöste Rieger nach einem Solo seine Elf und die frierenden Fans mit dem längst überfälligen Führungstreffer. Nur wenig später vergab Gottschalk die Chance zum 2:0 (85.). Aber Dudek stellte schließlich mit seinem Treffer drei Minuten vor Ultimo den hoch verdienten 2:0-Erfolg der Salzaer sicher.

Von der Begegnung Wacker 90 Nordhausen gegen Geisa wurde der nnz folgender erschöpfender „Bericht“ übermittelt: „0:3 verloren, sehr schwaches Spiel“. Mit dieser erneuten Schlappe dürfte das Thema Wiederaufstieg für Wacker vom Tisch sein. Die Wacker-Anhänger müssen sich langsam damit abfinden, dass der einstige Nordthüringer Vorzeigeklub - vor vier Jahren nach Jena und Erfurt noch die Nummer 3 in Thüringen - heute nicht einmal mehr Mittelmaß im Freistaat darstellt. Schade, denn in der Truppe steckt weit mehr, als es die Ergebnisse derzeit ausdrücken. Ein alter Wacker-Fan brachte es kürzlich in einem Gespräch auf den Punkt: „Früher war man stolz, das Trikot von Wacker tragen zu dürfen, heute scheint es eher so, dass der Verein froh sein muss, wenn sich einige Spieler bereit erklären, für den sportlich angeschlagenen Klub überhaupt noch aufzulaufen.“

Abschließend ein Wort in eigener Sache: Zur Maxime der nnz gehört es, ihre Leser ausführlich zu informieren. Leider war eine umfassende Spielberichterstattung von der Begegnung in Geisa nicht möglich. Die ungenügende Übermittlung des Spielverlaufs lässt keine ordentliche Berichterstattung zu. Offensichtlich ist man sich im Wacker-Vorstand noch nicht klar darüber, dass vor allem die Sponsoren des Vereins die Möglichkeit im Internet nutzen, sich sofort und umfassend über die Spiele der Mannschaft zu informieren, die sie finanziell unterstützen. Und gerade deshalb sollte dem Präsidium daran gelegen sein, diese durch mangelhaftes Marketing nicht noch zu verprellen.
Autor: rh

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