Sa, 17:09 Uhr
09.11.2002
Bienenvölker unbedingt schützen
NordhausenOsterode (nnz). In den letzten Wochen mehren sich die Meldungen über umfangreiche Verluste von Bienenvölkern in einzelnen Imkereien in Niedersachsen und in ganz Deutschland. Das teilte kürzlich das Bieneninstitut Celle mit. Betroffen sind sowohl Berufs- als auch Freizeitimker. Viele von ihnen werden den Verlust ihrer eingewinterten Völker noch nicht einmal bemerkt haben.
Verschiedene ungünstig zusammentreffende Faktoren sind für das frühzeitige Absterben der Völker verantwortlich; die im Bieneninstitut Celle untersuchten Proben weisen aber alle auf einen Befall durch die Varroa-Milbe hin. Offensichtlich ist in diesen Fällen die Varroa-Bekämpfung zu spät oder ohne Erfolg durchgeführt worden; auch die Ausbildung der Resistenz der Milben gegenüber eingesetzten Akariziden mag dazu beigetragen haben. Ein erheblicher Teil der verbliebenen Völker läuft jetzt Gefahr, ebenfalls abzusterben.
Das Bieneninstitut Celle und das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Osterode am Harz empfehlen daher allen Imkern - selbst nach erfolgreicher Entmilbung in den zurückliegenden Monaten - eine Überprüfung des aktuellen Milbenbefalls über die Gemülluntersuchung vorzunehmen. Sollte der natürliche Befall über einer Milbe täglich liegen, empfiehlt sich eine Winterbehandlung der Völker mit Milchsäure (15 Prozent ad us. Vet.) oder Perizin. Die Völker sollten aber auch nicht mit einer Vielzahl verschiedener Präparate und wiederholten Behandlungen belastet werden, denn diese stehen immer im Spannungsgefüge einer gewünschten Milbenabtötung und einer potentiellen Schädigung der Bienen. Weitere Informationen erteilt Dr. Otto Boecking, Niedersächsisches Landesinstitut für Bienenkunde, Herzogin-Eleonore-Allee 5, 29221 Celle.
Die Information erhielt die nnz vom Landratsamt in Osteroder am Harz
Autor: nnzVerschiedene ungünstig zusammentreffende Faktoren sind für das frühzeitige Absterben der Völker verantwortlich; die im Bieneninstitut Celle untersuchten Proben weisen aber alle auf einen Befall durch die Varroa-Milbe hin. Offensichtlich ist in diesen Fällen die Varroa-Bekämpfung zu spät oder ohne Erfolg durchgeführt worden; auch die Ausbildung der Resistenz der Milben gegenüber eingesetzten Akariziden mag dazu beigetragen haben. Ein erheblicher Teil der verbliebenen Völker läuft jetzt Gefahr, ebenfalls abzusterben.
Das Bieneninstitut Celle und das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Osterode am Harz empfehlen daher allen Imkern - selbst nach erfolgreicher Entmilbung in den zurückliegenden Monaten - eine Überprüfung des aktuellen Milbenbefalls über die Gemülluntersuchung vorzunehmen. Sollte der natürliche Befall über einer Milbe täglich liegen, empfiehlt sich eine Winterbehandlung der Völker mit Milchsäure (15 Prozent ad us. Vet.) oder Perizin. Die Völker sollten aber auch nicht mit einer Vielzahl verschiedener Präparate und wiederholten Behandlungen belastet werden, denn diese stehen immer im Spannungsgefüge einer gewünschten Milbenabtötung und einer potentiellen Schädigung der Bienen. Weitere Informationen erteilt Dr. Otto Boecking, Niedersächsisches Landesinstitut für Bienenkunde, Herzogin-Eleonore-Allee 5, 29221 Celle.
Die Information erhielt die nnz vom Landratsamt in Osteroder am Harz


