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Do, 15:46 Uhr
07.11.2002

ZAN will Müllverbrennung

Nordhausen (nnz). Nach der nnz-Veröfentlichung über die beabsichtigte Vergabe der Restabfallbehandlung in Nordthüringen gab es jetzt die ersten Reaktionen. Die schlimmsten Befürchtungen, die die Eichsfeldgrünen in Bezug auf die Abfallbehandlung in Nordthüringen hatten, scheinen jetzt doch wahr zu werden.


Obwohl Landrat Henning - gleichzeitig Vorsitzender des Zweckverbandes Abfall in Nordthüringen (ZAN) - immer beteuert habe, nur für das Wohl der Bürger zu handeln und niedrige Gebühren erreichen wollte, setze sich jetzt doch offenbar die teure Variante der Müllverbrennung durch, so Michael Hoffmeier von den Grünen im Eichsfeld.

"Jetzt wird einem auch klar, warum das aufwändigere und teurere technikoffene Planungsverfahren angestrebt wurde, das die thermische Behandlung eher favorisierte. "Seit einem Jahr gibt sich der Landrat in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsitzender alle Mühe, zu verschleiern und zu vertuschen. Es gibt wohl mit Sicherheit keinen anderen Zweckverband, der solch eine Geheimniskrämerei um das Entsorgungskonzept von immerhin gut 400.000 Menschen für die nächsten 20 Jahre macht“, so Hoffmeier gegenüber nnz.

In Süd- und Ostthüringen z.B. sei die Öffentlichkeit immer umfassend über die Ziele der Abfallverbände informiert worden, um die Konzepte zu diskutieren. „Im Gegensatz dazu scheint man aber in Heiligenstadt bemüht, eine öffentliche Diskussion zu verhindern.“

Ziel des Verbandes sei es offenbar, die jährlich in Nordthüringen anfallenden 100.000 Tonnen Abfall ab 2005 Hunderte Kilometer weit zu Müllverbrennungsanlagen in Sachsen-Anhalt zu karren. Jeder müsste eigentlich wissen, dass das Verkehrsproblem eine wachsende finanzielle Herausforderung bedeutet und der volkswirtschaftliche Aufwand dafür ansteigen wird. Daher ist es nicht nur in ökologischer, sondern auch in finanzieller Hinsicht unverständlich, warum das Transportieren und Verbrennen gegenüber einer mechanisch-biologischen Anlage im Verbandsgebiet bevorzugt werden soll.

Die Lösung vor Ort sei nicht nur ökologisch und ökonomisch günstiger, sondern schaffe auch noch Arbeitsplätze und Investitionen im zweistelligen Millionenbereich für Nordthüringen, so die Grünen im Nachbarkreis.
Autor: nnz

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