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Do, 12:22 Uhr
03.12.2009

Mutige Entscheidungen

Heute wurde in der Nordhäuser Kreissparkasse einem Mann zu seinem 65. Geburtstag gratuliert, der über viele Jahre hinweg die Richtung des Geldhauses mitbestimmte. Was ihn mit auszeichnete war die Tatsache, dass er mehr im Hintergrund agierte...

Gratuliert (Foto: nnz) Gratuliert (Foto: nnz)
Vorstandsvorsitzender Przybilla gratuliert dem Geburtstagskind

Claus-Wilhelm Deig war der Mann der Unternehmen. Er verborgte das Geld der Kunden und holte es sukzessive wieder zurück. Kredite waren sein Geschäft in der Nordhäuser Kreissparkasse. Dafür stand der passionierte Jäger mit all seiner Seriosität, die er ausstrahlte. Deig also hat mehr und manchmal sicher auch weniger die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region beeinflusst, schließlich ist der Landkreis Nordhausen das originäre, vom Gesetzgeber vorgeschriebene Revier der Bankiers vom Nordhäuser Kornmarkt.

Landrat Joachim Claus (CDU) war es denn auch, der den Reigen der Reden eröffnete. 65 Jahre sehe man dem Claus-Wilhelm Deig nicht an, leitete Claus ein und erinnerte an den Beginn der „neuen“ Kreissparkasse im Jahr 1991, an viele mutige Entscheidungen, die auch das Geburtstagskind mit zu verantworten habe. Seit 1998 ist Deig Vorstandsmitglied der Kreissparkasse.

Dann war Dieter Przybilla dran. Der „Chef“ von Deig wünschte ihm noch einige schöne Tage bis zum 31. Dezember, dann ist die Dienstzeit als Vorstand endgültig beendet. Er solle sich noch einige Käffchen sowie das eine oder andere Stück aus dem Café Helbing holen lassen. Letztlich summierte sich die Laudatio von Przybilla auf das Dankeschön an den Jubilar mit dem „geerbten Bluthochdruck“, der meistens dafür gesorgt habe, dass das geborgte Geld samt Zinsen wieder zurück an den Nordhäuser Kornmarkt fließen konnte. Hatte die Nordhäuser Kreissparkasse im Jahr 1991 noch von 73 Millionen Kreditvolumen, so sind es in diesem Jahr fast eine halbe Milliarde Euro. Przybilla fasste die Arbeit von Claus-Wilhelm Deig folgendermaßen zusammen: „Probleme haben nur die Unternehmen, die nicht bei uns Kunden sind!“

Gratuliert (Foto: nnz) Gratuliert (Foto: nnz)
Weggefährten: Zu den Gratulanten gehört auch Ex-Sparkassenchef Rudolf Mund

Wolfgang Asche bedankte sich auf ganz persönliche Art für eine angenehme Zusammenarbeit in den vergangenen fast 20 Jahren und auch für die Zeit davor im benachbarten Landkreis Osterode am Harz. Am 1. Oktober 1991 hatten Asche und Deig dann gemeinsam in Nordhausen begonnen, da standen die Menschen mit ihren Kreditwünschen vor dem damaligen Bürocontainer. So begann die Ostkarriere des Mannes, der viele Hobbys hatte und damals leidenschaftlich gern Pfeife rauchte.

Deig dankte seinen Vorstandskollegen für die Überweisungen an die Stiftung der Kreissparkasse, den Gästen und dankte für die gemeinsame Zeit in der Nordhäuser Kreissparkasse. Es sei ihm nie eine Last gewesen, täglich nach Nordhausen zu fahren, auch nicht in schwerer Zeit um die Jahrtausendwende. Ein wenig froh ist Deig angesichts der Tatsache, dass es im Kreditwesen immer mehr Bürokratie gebe und er das nicht mehr mitmachen müsse. Schwindlig werden muss es ihm nun nicht mehr.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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