Di, 07:09 Uhr
29.10.2002
nnz-Forum: Auf zweifelhaftem Weg
Nordhausen (nnz). Das Verbot eines linken Rockkonzertes am vergangenen Samstag ist für nnz-Leser Grund, sich mit dieser Problematik auseinander zu setzen.
Antifaschistische Ideen und Aktionen sind ganz in meinem Sinn, schließlich war es der Faschismus der mir den Vater raubte und ich als 6-jähriger 1945 vor den brennenden Trümmern meiner Kinderwelt stand. Ich bin für jede friedliche Demonstration, auch in der Altstadt von Nordhausen, wenn die Veranstalter überzeugen können. Leider begibt sich die antifa-Bewegung auf einen zweifelhaften Weg bei der Umsetzung ihrer Ziele.
Mit der unrechtmäßigen Plakataktion hat der Veranstalter die Proteste gegen dieses Konzert selbst provoziert. Viele Hauswände, Abfallbehälter, Werstoffcontainer, E-Verteilerschränke, Litfasssäulen, Informationstafeln für den Nordhäuswer Rundweg an der Stadtmauer u.a. wurde mit Plakaten überklebt. Auch genehmigte Plakate für die Kneipenmeile der jungen Leute der Stadt waren davon betroffen. Dabei waren die Plakate der antifa vom April dieses Jahres noch als Fetzen vorhanden. Damals hatte ich die meine Meinung und die Aufforderung mit der Entfernung der Plakate, Mut zu beweisen als e-mail an die Verursacher geschickt. Leider kam keine Antwort.
So blieb wohl der Stadt nichts anderes übrig, als den geharnischten Protesten der Bürger zu folgen und die Veranstaltung verhindern. Dennoch ist es bedauerlich, vor allem weil es ein Solidaritätskonzert sein sollte. Allerdings war auf den Plakaten auch nicht das Solidaritätsziel angegeben.
Wer mit Unrecht seine Ziele, und seien sie noch so positiv, durchsetzen will, muß damit rechnen, daß er in seine Schranken gewiesen wird. Ich kann den Veranstaltern nur raten, die Plakate der Nacht-und-Nebel-Aktion so schnell wie möglich zu entfernen und nicht auf ihr Recht zu verweisen (siehe Presseerklärung im Artikel). Dann zeigen sie Rückgrat und Mut, denn ich möchte sie als Antifaschisten achten und nicht als Klamauktruppe wie viele sie bezeichnen.
Ich würde mich freuen, wenn auch andere Bürger ihre Meinung dazu sagen würden.
Günther Stanislowsky, Nordhausen
Autor: nnzAntifaschistische Ideen und Aktionen sind ganz in meinem Sinn, schließlich war es der Faschismus der mir den Vater raubte und ich als 6-jähriger 1945 vor den brennenden Trümmern meiner Kinderwelt stand. Ich bin für jede friedliche Demonstration, auch in der Altstadt von Nordhausen, wenn die Veranstalter überzeugen können. Leider begibt sich die antifa-Bewegung auf einen zweifelhaften Weg bei der Umsetzung ihrer Ziele.
Mit der unrechtmäßigen Plakataktion hat der Veranstalter die Proteste gegen dieses Konzert selbst provoziert. Viele Hauswände, Abfallbehälter, Werstoffcontainer, E-Verteilerschränke, Litfasssäulen, Informationstafeln für den Nordhäuswer Rundweg an der Stadtmauer u.a. wurde mit Plakaten überklebt. Auch genehmigte Plakate für die Kneipenmeile der jungen Leute der Stadt waren davon betroffen. Dabei waren die Plakate der antifa vom April dieses Jahres noch als Fetzen vorhanden. Damals hatte ich die meine Meinung und die Aufforderung mit der Entfernung der Plakate, Mut zu beweisen als e-mail an die Verursacher geschickt. Leider kam keine Antwort.
So blieb wohl der Stadt nichts anderes übrig, als den geharnischten Protesten der Bürger zu folgen und die Veranstaltung verhindern. Dennoch ist es bedauerlich, vor allem weil es ein Solidaritätskonzert sein sollte. Allerdings war auf den Plakaten auch nicht das Solidaritätsziel angegeben.
Wer mit Unrecht seine Ziele, und seien sie noch so positiv, durchsetzen will, muß damit rechnen, daß er in seine Schranken gewiesen wird. Ich kann den Veranstaltern nur raten, die Plakate der Nacht-und-Nebel-Aktion so schnell wie möglich zu entfernen und nicht auf ihr Recht zu verweisen (siehe Presseerklärung im Artikel). Dann zeigen sie Rückgrat und Mut, denn ich möchte sie als Antifaschisten achten und nicht als Klamauktruppe wie viele sie bezeichnen.
Ich würde mich freuen, wenn auch andere Bürger ihre Meinung dazu sagen würden.
Günther Stanislowsky, Nordhausen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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