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So, 18:11 Uhr
27.10.2002

Linkes Rockkonzert untersagt

Nordhausen (nnz). In Nordhausen sollte am Samstag ein Rockkonzert stattfinden. Dazu hatten antifaschistische Jugendgruppen aus Nordhausen und Göttingen eingeladen. Zu dem Konzert kam es jedoch nicht.


Für den 26.10.2002 organisierte die Antifaschistische Jugendgruppe Nordhausen und die Antifa Jugend Göttingen ein Antifa-Soli Konzert unter dem Motto „antifaschistisch rocken“ in Nordhausen. Das Konzert sollte Samstag um 20 Uhr in der „Fischbüchse“ am Darrweg 39 starten. „Nachdem es schon im Vorfeld zu zahlreichen Repressionen kam, z.B. wurde einem Jugendclub in der Nordhäuser Altstadt seitens der Polizei ein Besuch abgestattet (als Vorwand dienten illegal geklebte Plakate). Ebenfalls wurde der Besitzer der Fischbüchse im Vorfeld mit Drohungen seitens der Polizei unter Druck gesetzt“, so die Jugendgruppen in einer Presseerklärung.

Am Freitag sei es aus Sicht der Jugendlichen zum vorläufigen Höhepunkt der Dreistigkeit gekommen. Das Ordnungsamt Nordhausen ließ die Fischbüchse versiegeln und schrieb in der Verbotsverfügung, dass das Konzert aus brandschutztechnischen Gründen nicht in der Fischbüchse stattfinden kann. Am 31.08.2002 dieses Jahres sei aber genau diese Brandschutzbestimmung für ausreichend erklärt worden. Damals soll ein Hardcore Festival über drei Tage stattgefunden haben, dass sei also nicht vergleichbar mit diesem Konzert, resümiert die Antifa. „So zeigt sich das die Brandschutzverordnung nur ein Vorwand ist, um ein Antifa- Soli Konzert in Nordhausen zu verbieten. Obwohl das Konzert früh genug beim Ordnungsamt angemeldet wurde, kam die Verbotsverfügung erst Freitagabend. Der Grund für diese späte Benachrichtigung, die Verbotsverfügung hätte vor keinem Gericht bestand gehalten. Deshalb wurde die Verbotsverfügung genau so spät ausgesprochen, dass kein Richter mehr über diese entscheiden konnte. Und wieder mal zeigte das Ordnungsamt und die Stadt Nordhausen das es ihnen wichtiger ist antifaschistische Veranstaltungen zu verbieten und zu kriminalisieren, als sich an bestehendes Recht zu halten“, kritisieren die jungen Leute.

Man sei zwar durch Demonstrationen schon von diversen Repressionen betroffen, aber das nun auch schon Konzerte verboten würden, das würde eine neue Dimension erreichen. „Für uns heißt es jedoch weiterhin kontinuierliche antifaschistische Jugendpolitik zu betreiben und uns nicht von Repressionen einschüchtern ebenfalls auch nicht kriminalisieren zu lassen. Antifaschismus ist nicht kriminell sondern notwendig“, heißt es abschließend.
Autor: nnz

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