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Mo, 14:55 Uhr
26.10.2009

Beatles, Step, Blues, Free & Jazz …

Wieder ist ein Jahr vergangen, wieder steht eine Neuauflage des bereits traditionellen Jazzrabazz vor der Tür. Im Theater Nordhausen heißt es am Samstag, den 7. November 2009 ab 19.30 Uhr „Jazz auf allen Ebenen“. Eröffnet wird die lange Jazznacht mit einem kurzweiligen, musikalisch abwechslungsreichem Bühnenprogramm in drei Teilen.


Unter dem Titel „Remember Landesgartenschau 2004 & Beatles´ Abbey Road 1969“ und der Leitung von Frieder W. Bergner erinnern das Kammerorchester der Kreismusikschule, die Sängerin Silke Gonska, die Contemporary Jazz Band und die Nordhäuser Band Somnolenz an zwei Ereignisse, die im Jahr 2009 ein Jubiläum feiern: vor fünf Jahren fand die Thüringer Landesgartenschau in Nordhausen statt; vor 40 Jahren erschien aus dem Schallplattenstudio der Beatles in der Londoner Abbey Road die gleichnamige LP, die mit unvergessenen Songs wie „Come together“ oder „Here comes the sun“ Meilensteine in der Musikgeschichte setzte. Diese unvergessene Musik sowie die schönsten Stücke aus Frieder W. Bergners Eröffnungskantate der Landesgartenschau „Rosen, rot wie wilde Flammen“ werden den Nordhäuser Jazzliebhabern in zeitgenössischer, konzertanter Bearbeitung dargeboten.

Den zweiten Teil des Bühnenprogramms bestreiten das Tapshot Step & Jazztrio. Der Name Tapshot steht für modernen Jazz mit groovendem Stepptanz – die Zuschauer erwartet ein Musikvergnügen für Augen und Ohren. Die Musiker Sebastian Weber, Jörg Leistner, Thomas Moritz und Wolfram Dix präsentieren eine mitreißende Verbindung von Tanz und Musik, Konvention und Experiment.

Einen stimmlichen Akzent im dritten Teil des Bühnenprogramms setzt die „First Lady of Chicago Blues – Jeanne Carroll. Als eine der letzten großen Sängerinnen ihrer Generation singt sie den Blues mit einer Intensität, die der Emotionalität der afro-amerikanischen Musiktradition verpflichtet ist. Gemeinsam mit den Musikern des Quartetts „Blue heat“ überschreitet sie mühelos die Grenzen zwischen Blues, Jazz, Gospel und Pop. Die Band machte sich sowohl durch ihren außergewöhnlichen Sound mit Gitarre, Saxophon, Hammond-Orgel und Schlagzeug als auch durch die reiche Erfahrung, aus gemeinsamen Projekten ihrer Mitglieder unter anderem mit Carey Bell, Louisiana Red, Mee Montgomery und Karen Carroll einen Namen.

Zwei junge Nordhäuser Musiker, Janko Zimmerman und Felix Döring, eröffnen mit einem Gitarrenstück das Programm auf der Bühne.

Im Anschluss an das Bühnenprogramm haben die Besucher auf allen Ebenen des Theaters Gelegenheit, weiteren exzellenten Jazz-Musikern zu lauschen, das Tanzbein zu schwingen oder in lockerer Atmosphäre den Abend zu genießen. Für beste Unterhaltung sorgen Musiker aus Europa, den USA und Japan. Das Trio Jurkovic – Uhlir – Helesic bietet exzellenten Jazz aus Prag.

Musikliebhaber können hier eine Besonderheit im Gitarrenspiel erleben – eine Tabbing-Technik, bei der die Gitarrensaiten ähnlich wie beim Klavierspiel „gedrückt werden“, entwickelt von dem in Kroatien geborenen Musiker Darko Jurkovic. Frantisek Uhlir am Kontrabass und Jaromir Helesic an den Drums verfügen über weltweite Konzert- und Festival-Erfahrung, man darf auf ihr Programm zum Nordhäuser Jazzrabazz also gespannt sein!

Wilden Jazz-Rock, Progressive Rock, arabische Klänge und einen „Schuss“ Free Jazz präsentiert der japanische Saxophonist und Klarinettist Kazutoki Umezu gemeinsam mit der Kiki Band. Der absolut clevere Mix, klar, temperamentvoll und voller Humor vorgetragen, basierend auf Konzerterfahrung in über 30 Ländern, wird all denen Besuchern gefallen, die an solch einem Abend ungern auf ihren Stühlen sitzen bleiben. Musik zum „Chillen“ oder auch zum Tanzen erwartet die Zuhörer von Taboo. Der „Live-Elektroniker“ Zam Johnson, der Keyboard, Percussion und Drums ebenso bedient wie Sampler, Computer und Electronics schafft eine ganz neue Symbiose amerikanischer und europäischer Musik im elektronischen Kontext.

Gemeinsam mit dem Wiener Komponisten und Trompeter Paul Schwingenschlögl, der unter anderem an der Trompete und dem Flügelhorn zu erleben ist, und dem Produzenten Gert Bertram am Mischpult entsteht ein Soundmix aus groove- orientiertem House, Hip Hop, Chill Out und Smooth Jazz – das klingt nach einem „Leckerbissen“ für die junge Generation von Jazzliebhabern. Überraschende Effekte, unkonventionelle Instrumentierung und malerisches kraftvolles Spiel in einer Verbindung von Themen und Improvisation versprechen die drei Berliner Musiker, die als „Hyperactive Kid“ unterwegs sind. Mit Tenorsaxophon, siebensaitiger Gitarre und Schlagzeug verschmelzen sie Jazz mit Rock, Drum & Bass und Neuer Musik.

Mit dem Felix Franzke Trio und der Band Calling Card zeichnen auch Nordhäuser Musiker für das Gelingen des großen Jazzabends verantwortlich. Die Musiker des Gitarrentrios um Felix Franzke erarbeiteten sich seit ihrem Musikstudium in Leipzig einen eigenen klaren Sound, den sie in bearbeiteten Standards und eigenen Werken zelebrieren. Dabei treffen poppig verschrobene Melodien auf zeitgenössischen Jazz zwischen weiche Sphären und harten Grooves, veredelt von erfrischender Improvisationsarbeit.

Die fünf gestandenen Musiker von Calling Card haben sich mit ihrem unplugged-Programm „A Tribute to Rory Gallagher“ dem Lebenswerk des irischen Ausnahmegitarristen verschrieben. Für außergewöhnliche Klänge sorgt außerdem der Solist Klaus Wilmanns mit improvisierter Musik auf dem Kontrabass.

Karten für diesen musikalisch erstklassigen, unterhaltsamen Abend können im Vorverkauf im Theater Nordhausen, dessen anderen Verkaufsstellenunter oder an der Abendkasse erworben werden. (VVK 18,50/16.00 EUR, AK 20,00/18,50 EUR, ab 22.00 Uhr 10,- EUR).

Außerdem läuft über die gleichen Verkaufsstellen bereits der Vorverkauf für das „Krippenspiel“ mit Olaf Schubert, das am Donnerstag, den 10.12.2009 um 19.30 Uhr in diesem Jahr erstmalig im Theater Nordhausen aufgeführt wird.
Autor: nnz

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