Mo, 14:27 Uhr
18.12.2000
Spätaussiedler müssen umziehen - Vertrag am Hüpedenweg gekündigt
Nordhausen (nnz). Die Unterkunft für Spätaussiedler am Nordhäuser Hüpedenweg soll aufgelöst werden. Der Betreibervertrag, der noch bis zum Jahresende mit dem Jugendsozialwerk Nordhausen besteht, wird nicht verlängert. Die Vergabekommisson, der je fünf Vertreter der Kreisverwaltung und fünf Mitglieder des Kreistages angehören, hat nach nnz-Informationen eine entsprechende Empfehlung an Landrat Joachim Claus (CDU) abgegeben. Die Entscheidung fiel mit fünf zu vier Stimmen denkbar knapp aus. Dabei votierten die fünf Verwaltungsfachleute geschlossen gegen die Kreistagsmitglieder von CDU, SPD und PDS.
Die neue Unterkunft für die Spätaussiedler sollte ersten Überlegungen nach im ehemaligen DRK-Altenpflegeheim in Nordhausen-Ost etabliert werden. Kreistagsabgeordnete haben gegenüber nnz ihre Bedenken gegen diese Entscheidung geäußert. Am Hüpedenweg habe die Integration der Spätaussiedler längere Zeit gedauert, auch habe der Träger der Einrichtung sehr viel in die Unterkunft investiert. Der neue Standort in Nordhausen-Ost ist von mehreren Seiten als "sehr bedenklich" eingestuft worden. Wohl auch aus diesem Grund sei von Nordhausen-Ost an den Strohmühlenweg gewechselt worden. Hingewiesen wurde auch auf vielschichtige Probleme beim Umzug. So müßten zum Beispiel die Kinder im schulfähigen Alter erneut umgeschult werden.
Ausschlaggebende Argumente der Verwaltung waren in den zu hohen Kosten für den jetzigen Standort begründet. Der neue Betreiber, eine Unternehmensgruppe aus Sottrum, habe beim Vermieter (SWG) wesentlich günstigere Konditionen aushandeln können und dadurch das beste Angebot gemacht. Hier können seitens des Landkreises dann auch die pauschalen Gelder des Landes weitergegeben werden, bei dem alten Standort am Hüpedenweg hätte der Landkreis runde 100.000 Mark pro Jahr "aus der eigenen Tasche" draufzahlen müssen. Wann am Hüpedenweg die Lichter ausgehen, konnte nicht exakt gesagt werden. Der Vertrag mit dem neuen Betreiber soll am 15. Januar beginnen. Bis dahin muß der Umzug perfekt sein, wenn es denn politisch so gewollt ist.
Autor: psgDie neue Unterkunft für die Spätaussiedler sollte ersten Überlegungen nach im ehemaligen DRK-Altenpflegeheim in Nordhausen-Ost etabliert werden. Kreistagsabgeordnete haben gegenüber nnz ihre Bedenken gegen diese Entscheidung geäußert. Am Hüpedenweg habe die Integration der Spätaussiedler längere Zeit gedauert, auch habe der Träger der Einrichtung sehr viel in die Unterkunft investiert. Der neue Standort in Nordhausen-Ost ist von mehreren Seiten als "sehr bedenklich" eingestuft worden. Wohl auch aus diesem Grund sei von Nordhausen-Ost an den Strohmühlenweg gewechselt worden. Hingewiesen wurde auch auf vielschichtige Probleme beim Umzug. So müßten zum Beispiel die Kinder im schulfähigen Alter erneut umgeschult werden.
Ausschlaggebende Argumente der Verwaltung waren in den zu hohen Kosten für den jetzigen Standort begründet. Der neue Betreiber, eine Unternehmensgruppe aus Sottrum, habe beim Vermieter (SWG) wesentlich günstigere Konditionen aushandeln können und dadurch das beste Angebot gemacht. Hier können seitens des Landkreises dann auch die pauschalen Gelder des Landes weitergegeben werden, bei dem alten Standort am Hüpedenweg hätte der Landkreis runde 100.000 Mark pro Jahr "aus der eigenen Tasche" draufzahlen müssen. Wann am Hüpedenweg die Lichter ausgehen, konnte nicht exakt gesagt werden. Der Vertrag mit dem neuen Betreiber soll am 15. Januar beginnen. Bis dahin muß der Umzug perfekt sein, wenn es denn politisch so gewollt ist.


