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Mi, 10:09 Uhr
16.10.2002

Wie weiter mit dem Abfall?

Nordhausen (nnz). Ab 2005 wird sich - abfalltechnisch gesehen - einiges ändern. Der Inhalt der grauen Tonne wandert nicht mehr auf die Deponie, sondern muß behandelt werden. Über das WIE ist eine Vorentscheidung gefallen.


Der Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen (ZAN) beschäftigt sich seit Jahren mit der Ausschreibung für die Behandlung des Restabfalls. Mehrere Möglichkeiten stehen zur Diskussion und sind auch in den Ausschreibungsunterlagen definiert: Die thermische Verwertung (Verbrennung), die mechanisch-biologische Verwertung oder der Export des Abfalls in bereits bestehende Anlagen.

Nach nnz-Informationen haben sich die Verbandsräte des ZAN aus der Schar der Bieter auf mehrere Favoriten geeinigt. Hinsichtlich der Art der Technologie der Angebote gibt es keinerlei Informationen. Wichtig wäre es allerdings, bei allen Überlegungen die Zukunft der Deponie in Nentzerode mit einzubeziehen. In diesen Standort wurden in den zurückliegenden Jahren Millionen Euro investiert, sie soll auch noch nach 2005 als sogenannte „Reste-Ausfalldeponie“ in Thüringen fungieren.

Hintergrund des Kampfes um Nentzelsrode ist der Fakt, dass selbst bei einer mechanisch-biologischen oder thermischen Verwertung des Abfalls ein Endprodukt entsteht. Das muß deponiert werden, eben in Nentzelsrode. Die Deponie im Landkreis Nordhausen war in der zurückliegenden Zeit immer wieder der eigentliche Knackpunkt in den Diskussionen des ZAN. Andere Landkreise in Nordthüringen verfügen nicht über eine solche Anlage, vielleicht kämpfen die Nordhäuser deswegen so verbissen.

Nach Informationen der nnz ist noch in diesem Jahr mit einer Vergabeentscheidung seitens des ZAN zu rechnen, voraussichtlich Anfang November. Bis dahin haben die Verbandsräte dann hoffentlich die Empfehlung eines beauftragten Büros in ihren Briefkästen. Ob der ZAN sich dieser Empfehlung anschließt, ist bis dato noch offen. Klar hingegen ist die Tatsache, dass die Bürger als „Finanziers“ ab 2005 viel tiefer in ihre Taschen greifen müssen. Die Behandlung der Restabfälle wird teuer, auch wenn es immer mal wieder anderslautende Bekundungen seitens der Politiker geben wird.

Wenn dann in Mühlhausen eine Entscheidung getroffen wird, dann sollte schnellst möglich Klarheit über die Gebührenbelastung herrschen. Vielleicht müssen sich die privaten Haushalte eine „Deponierücklage“ anlegen, wie es der Landkreis Nordhausen seit Jahren macht. Schließlich müssen die Investitions- und Betreiberkosten über 15 Jahre in Höhe von fast 100 Millionen Euro finanziert werden.
Autor: nnz

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