Di, 19:53 Uhr
15.09.2009
Kulinarischer Wahlkampf
Scharf(f) & Peperoni- statt Kaffee und Kuchen gab es ungarisches Kesselgulasch aus eigener Küche in kleinen Kesseln serviert. Und wenn Sie jetzt vielleicht denken, das alles hängt mit Wahlkampf zusammen – dann liegen Sie richtig...
Die Veranstaltung fand wie jeden Montag von 15:00 bis 17:00 Uhr der Linkspartei in Nordhausen in der Geschäftsstelle, Barfüßer Straße 18, statt. Sie war gut besucht, denn es ging um das Thema Rente ab 67. Dazu hatte sich eine muntere Gesprächsrunde eingefunden. Die Besucher waren neugierig, wie der Direktkandidat der Linken für den Wahlkreis 189 Alexander Scharff mit seinen 25 Jahren zur Rente stehe.
Er hatte sich auf dieses Thema gut vorbereitet. Noch immer schaffe es kaum ein Arbeitnehmer bis zum 65. Geburtstag zu arbeiten. Statistisch gesehen habe heute nur jeder 14. im Alter von 63 bis 65 Jahren eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle. Das gehe aus einer Regierungsantwort auf eine Anfrage der Linkspartei im Deutschen Bundestag hervor, so Scharff.
Einige spontane Äußerungen von Betroffenen: Sie haben ihr ganzes Leben gearbeitet und doch bleibt ihnen im Alter nicht viel übrig. Sie haben Angst wenn die Waschmaschine oder ein anderes Haushaltsgerät kaputt gehen. Oder, wer die Rente mit 67 wolle, der müsse auch den Menschen wenn sie über 55 sind entsprechende Jobs geben können. Dies sei hier im Südharz vielfach nicht der Fall.
Nach Meinung eines Rentners würden die Regierenden für Banken und die Wirtschaft überall Rettungsschirme spannen, nur der normale Bürger solle seinen Gürtel dort noch enger schnallen wo keine Löcher mehr seien. Nach der Bundestagswahl werde man dem Wahlvolk die tatsächliche Lage präsentieren. Wenn Abwrackprämie und Kurzarbeit auslaufen, befürchte er höhere Arbeitslosenzahlen und ein schnelles Abgleiten in Hartz IV.
Die Härten und sozialen Unterschiede würden nach Scharff auch im Alter weiter zunehmen. Deshalb werde er sich im Falle seiner Wahl für mehr Rentengerechtigkeit einsetzen. Es dürfen nicht Jung gegen Alt in der Rente ausgespielt werden, denn auch seine Großeltern haben Dank ihrer Lebensleistung viel für die junge Generation getan.
Wenn heute nach fast 20 Jahren Frau Merkel vor der Wahl verspreche, den Rentenwert-Ost an den des Wertes West anzugleichen, dann frage sich Scharff wie viele Jahre noch verstreichen und bis daraus Realität würde, von den schäbigen Rentenabschlägen mal ganz zu schweigen.
Rainer Bachmann
Autor: nnzDie Veranstaltung fand wie jeden Montag von 15:00 bis 17:00 Uhr der Linkspartei in Nordhausen in der Geschäftsstelle, Barfüßer Straße 18, statt. Sie war gut besucht, denn es ging um das Thema Rente ab 67. Dazu hatte sich eine muntere Gesprächsrunde eingefunden. Die Besucher waren neugierig, wie der Direktkandidat der Linken für den Wahlkreis 189 Alexander Scharff mit seinen 25 Jahren zur Rente stehe.
Er hatte sich auf dieses Thema gut vorbereitet. Noch immer schaffe es kaum ein Arbeitnehmer bis zum 65. Geburtstag zu arbeiten. Statistisch gesehen habe heute nur jeder 14. im Alter von 63 bis 65 Jahren eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle. Das gehe aus einer Regierungsantwort auf eine Anfrage der Linkspartei im Deutschen Bundestag hervor, so Scharff.
Einige spontane Äußerungen von Betroffenen: Sie haben ihr ganzes Leben gearbeitet und doch bleibt ihnen im Alter nicht viel übrig. Sie haben Angst wenn die Waschmaschine oder ein anderes Haushaltsgerät kaputt gehen. Oder, wer die Rente mit 67 wolle, der müsse auch den Menschen wenn sie über 55 sind entsprechende Jobs geben können. Dies sei hier im Südharz vielfach nicht der Fall.
Nach Meinung eines Rentners würden die Regierenden für Banken und die Wirtschaft überall Rettungsschirme spannen, nur der normale Bürger solle seinen Gürtel dort noch enger schnallen wo keine Löcher mehr seien. Nach der Bundestagswahl werde man dem Wahlvolk die tatsächliche Lage präsentieren. Wenn Abwrackprämie und Kurzarbeit auslaufen, befürchte er höhere Arbeitslosenzahlen und ein schnelles Abgleiten in Hartz IV.
Die Härten und sozialen Unterschiede würden nach Scharff auch im Alter weiter zunehmen. Deshalb werde er sich im Falle seiner Wahl für mehr Rentengerechtigkeit einsetzen. Es dürfen nicht Jung gegen Alt in der Rente ausgespielt werden, denn auch seine Großeltern haben Dank ihrer Lebensleistung viel für die junge Generation getan.
Wenn heute nach fast 20 Jahren Frau Merkel vor der Wahl verspreche, den Rentenwert-Ost an den des Wertes West anzugleichen, dann frage sich Scharff wie viele Jahre noch verstreichen und bis daraus Realität würde, von den schäbigen Rentenabschlägen mal ganz zu schweigen.
Rainer Bachmann


