Mo, 11:25 Uhr
14.10.2002
Besuch bei Erfolgreichen
Nordhausen (nnz). In der vergangenen Woche besuchte der Landrat Joachim Claus (CDU) zwei Unternehmen des Landkreises Nordhausen. Was dort besprochen oder vorgestellt wurde, das hat die nnz erfahren.
Ziel seiner Reise waren die Unternehmen Kunststoff-Fröhlich GmbH in Sollstedt und Granitbau Nordhausen GmbH, um sich über die Geschäftslage der Firmen zu informieren und Möglichkeiten der Unterstützung durch das Landratsamt zu beraten. Der Geschäftsführer der Kunststoff–Fröhlich GmbH, Klaus Glasebach, stellte das anspruchsvolle und umfangreiche Erzeugnisprofil seines Betriebes vor. Im Sortiment sind rund 150 Artikel. Neben medizintechnischen Zulieferteilen werden hauptsächlich Kunststoffteile für die Autoindustrie, wie z. B. Bremsflüssigkeitsbehälter, Bremsenteile und Türausstattungen produziert. Das Unternehmen liefert zum Beispiel an renommierte deutsche und internationale Automobilhersteller. Mit Stolz zeigte der Geschäftsführer seine neun Spritzgussautomaten neuester Bauart, die ausnahmslos CNC-gesteuert sind.
Die 20 Mitarbeiter und zwei Auszubildenden sind motiviert und in ihren beruflichen Tätigkeiten als Kunstoffformgeber und Verfahrensmechaniker bestrebt, den hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen ihres Betriebes gerecht zu werden. Das Unternehmen ging aus der ehemaligen Konsumgüterproduktion des Kali-Bergwerkes "Karl Marx" in Sollstedt hervor. Vor der Wende wurden dort Lüfter für den Trabant montiert. Es war ein Glücksfall, dass Klaus Glasebach nach der Grenzöffnung Herbert Fröhlich aus Bad Lauterberg traf, der für sein kunststoffproduzierendes Unternehmen eine Erweiterungsfläche und einen Partner suchte. So begann die Geschichte einer erfolgreichen Ost-West-Kooperation am Standort Sollstedt mit einem entsprechenden Investitionsvorhaben. Dabei wurde das Unternehmen stets durch die Gemeinde Sollstedt und ihren Bürgermeister unterstützt.
Der Geschäftsführer ist optimistisch, dass die Produktionspalette seines Unternehmens auch weiterhin gefragt ist. Im Trend liegt die weitere Gewichtsreduzierung bei Personenkraftwagen, wobei Kunststoffmaterialien wachsende Bedeutung erlangen. Eine Erweiterung der Betriebsstätte im Gewerbegebiet Sollstedt ist geplant. Die Gewinnung des Fachkräftenachwuchses ist allerdings ein Problem. Trotz hoher Arbeitslosigkeit in der Region ist es nicht leicht, ingenieurtechnisches Personal für die anspruchsvollen Tätigkeiten in dem Unternehmen zu finden. Klaus Glasebach nimmt deshalb auch persönlich Kontakt zu Schulen auf, um Jugendliche für eine Tätigkeit in seinem Betrieb zu interessieren. Der Geschäftsführer wünscht sich eine stärkere regionale Kooperation und führte in diesem Zusammenhang das Beispiel eines Energiepools an, in dem sich Bad Lauterberger Unternehmen im Interesse eines kostengünstigen Energiebezuges zusammengeschlossen haben.
Das 1997 gegründete Unternehmen Granitbau Nordhausen GmbH befasst sich mit Straßen-, Tief-, und Landeskulturbau sowie Natur- und Betonsteinverlegung. Es begann mit 3 Beschäftigten und konnte seinen Personalbestand bis heute auf beachtliche 34 Arbeitskräfte erhöhen. Mit Stolz verwies der Geschäftsführer Helmut Ostermann auf ausgewählte, während der 5-jährigen Geschäftstätigkeit, geschaffene Referenzobjekte, wie z. B. der Marktplatz in Stolberg, die Kreisstraße nach Sophienhof, die Straßen- und Tiefbauarbeiten am Herder-Gymnasium in Nordhausen, der Theaterplatz und Gabionenbau für die Landesgartenschau in Nordhausen.
Der Geschäftsführer betonte, dass er mit zahlreichen Bauunternehmen der Region eine gute Zusammenarbeit pflegt. So werden aufgrund der begrenzten Kapazität auch kleinere Aufträge im Rahmen von Nachauftragnehmerschaften ausgeführt. Ostermann sprach die Hoffnung aus, im Rahmen der Bewerbung um öffentliche Aufträge mit seinem Unternehmen auch weiterhin Bauvorhaben in der Region ausführen zu können. Diesbezüglich sei aber auf Bundesebene dringend eine Reformierung des Vergaberechtes erforderlich.
Autor: nnzZiel seiner Reise waren die Unternehmen Kunststoff-Fröhlich GmbH in Sollstedt und Granitbau Nordhausen GmbH, um sich über die Geschäftslage der Firmen zu informieren und Möglichkeiten der Unterstützung durch das Landratsamt zu beraten. Der Geschäftsführer der Kunststoff–Fröhlich GmbH, Klaus Glasebach, stellte das anspruchsvolle und umfangreiche Erzeugnisprofil seines Betriebes vor. Im Sortiment sind rund 150 Artikel. Neben medizintechnischen Zulieferteilen werden hauptsächlich Kunststoffteile für die Autoindustrie, wie z. B. Bremsflüssigkeitsbehälter, Bremsenteile und Türausstattungen produziert. Das Unternehmen liefert zum Beispiel an renommierte deutsche und internationale Automobilhersteller. Mit Stolz zeigte der Geschäftsführer seine neun Spritzgussautomaten neuester Bauart, die ausnahmslos CNC-gesteuert sind.
Die 20 Mitarbeiter und zwei Auszubildenden sind motiviert und in ihren beruflichen Tätigkeiten als Kunstoffformgeber und Verfahrensmechaniker bestrebt, den hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen ihres Betriebes gerecht zu werden. Das Unternehmen ging aus der ehemaligen Konsumgüterproduktion des Kali-Bergwerkes "Karl Marx" in Sollstedt hervor. Vor der Wende wurden dort Lüfter für den Trabant montiert. Es war ein Glücksfall, dass Klaus Glasebach nach der Grenzöffnung Herbert Fröhlich aus Bad Lauterberg traf, der für sein kunststoffproduzierendes Unternehmen eine Erweiterungsfläche und einen Partner suchte. So begann die Geschichte einer erfolgreichen Ost-West-Kooperation am Standort Sollstedt mit einem entsprechenden Investitionsvorhaben. Dabei wurde das Unternehmen stets durch die Gemeinde Sollstedt und ihren Bürgermeister unterstützt.
Der Geschäftsführer ist optimistisch, dass die Produktionspalette seines Unternehmens auch weiterhin gefragt ist. Im Trend liegt die weitere Gewichtsreduzierung bei Personenkraftwagen, wobei Kunststoffmaterialien wachsende Bedeutung erlangen. Eine Erweiterung der Betriebsstätte im Gewerbegebiet Sollstedt ist geplant. Die Gewinnung des Fachkräftenachwuchses ist allerdings ein Problem. Trotz hoher Arbeitslosigkeit in der Region ist es nicht leicht, ingenieurtechnisches Personal für die anspruchsvollen Tätigkeiten in dem Unternehmen zu finden. Klaus Glasebach nimmt deshalb auch persönlich Kontakt zu Schulen auf, um Jugendliche für eine Tätigkeit in seinem Betrieb zu interessieren. Der Geschäftsführer wünscht sich eine stärkere regionale Kooperation und führte in diesem Zusammenhang das Beispiel eines Energiepools an, in dem sich Bad Lauterberger Unternehmen im Interesse eines kostengünstigen Energiebezuges zusammengeschlossen haben.
Das 1997 gegründete Unternehmen Granitbau Nordhausen GmbH befasst sich mit Straßen-, Tief-, und Landeskulturbau sowie Natur- und Betonsteinverlegung. Es begann mit 3 Beschäftigten und konnte seinen Personalbestand bis heute auf beachtliche 34 Arbeitskräfte erhöhen. Mit Stolz verwies der Geschäftsführer Helmut Ostermann auf ausgewählte, während der 5-jährigen Geschäftstätigkeit, geschaffene Referenzobjekte, wie z. B. der Marktplatz in Stolberg, die Kreisstraße nach Sophienhof, die Straßen- und Tiefbauarbeiten am Herder-Gymnasium in Nordhausen, der Theaterplatz und Gabionenbau für die Landesgartenschau in Nordhausen.
Der Geschäftsführer betonte, dass er mit zahlreichen Bauunternehmen der Region eine gute Zusammenarbeit pflegt. So werden aufgrund der begrenzten Kapazität auch kleinere Aufträge im Rahmen von Nachauftragnehmerschaften ausgeführt. Ostermann sprach die Hoffnung aus, im Rahmen der Bewerbung um öffentliche Aufträge mit seinem Unternehmen auch weiterhin Bauvorhaben in der Region ausführen zu können. Diesbezüglich sei aber auf Bundesebene dringend eine Reformierung des Vergaberechtes erforderlich.

