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Fr, 12:49 Uhr
11.09.2009

Gewinn für alle

Nach der Premiere im vergangenen Jahr findet am 7. Oktober um 16 Uhr der zweite Marktplatz für Unternehmen und Gemeinnützige in Nordhausen statt. nnz sprach mit Schirmherr Landrat Joachim Claus.

Unter der federführenden Regie des Horizont Vereins treffen sich im Audimax der FH wieder Gemeinnützige und Unternehmen, um Sach- und Dienstleistungen auszutauschen – ohne dass Geld dabei den Besitzer wechselt.

lra (Foto: lra) lra (Foto: lra) nnz: Herr Claus, warum engagieren Sie sich als Schirmherr für den Marktplatz?

Joachim Claus: Mir gefällt die Idee der „Guten Geschäfte“, wie ja das Motto des Marktplatzes lautet. Das Prinzip eine Hand wäscht die andere hilft beiden Seiten weiter – den gemeinnützig Aktiven und den Unternehmen. Ein Verein bekommt zum Beispiel Material von einem Baumarkt und stellt im Gegenzug einen Raum für eine Betriebsfeier bereit oder sorgt für die Kinderunterhaltung. Geld ist bei allen Geschäften tabu. Es gibt keine Dogmas: Auch die Vereine können untereinander tauschen, es gibt Ringtausche, es sind Leihgaben möglich oder es wird überhaupt nicht in dem Sinne getauscht. Und es besteht ja kein Zwang. Es ist möglich, dass eine Seite nur etwas gibt, ohne etwas zu nehmen oder umgekehrt.

nnz: Bei den Vereinen mag es noch schnell einleuchten, was sie von einem solchen Marktplatz haben. Aber wie sieht das bei den Unternehmen aus?

Joachim Claus: Nun, zum einen sollte man die Vereine in unserem Landkreis an dieser Stelle nicht unterschätzen. Sie können Unternehmen kreative, kulturelle und soziale Angebote machen, die wertvoll sind und an die sie vielleicht sonst gar nicht denken würden – sie aber in ihrer eigenen Arbeit weiterbringen, beispielsweise bei der Motivation oder Zusammenhalt der Mitarbeiter. Und ich denke da nicht nur an die schon erwähnte Betriebsfeier. Für Firmen ist der Marktplatz aber auch eine gute Gelegenheit, die eigene Bekanntheit zu steigern, sich für die Region und die Menschen hier zu engagieren und neue Märkte und Kunden zu gewinnen.

nnz: Aber ist so ein Marktplatz einmal im Jahr nicht ein Strohfeuer?

Joachim Claus: Nein, im Gegenteil. Der Marktplatz selbst ist ja stets nur der Ausgangspunkt, denn die vereinbarten Geschäfte werden ja erst hinterher in die Realität umgesetzt. Und ich weiß vom letzten Marktplatz im vergangenen Jahr, dass sich aus dem ersten vereinbarten Geschäft eine langfristige Partnerschaft entwickelt hat. Verein und Unternehmen arbeiten auch ohne die konkrete Veranstaltung Marktplatz weiter zusammen und helfen sich gegenseitig. Darum geht es doch eigentlich: Dass in der Region neue Netzwerke von Partnern entstehen, von denen man vielleicht nicht gleich auf Anhieb erwartet, dass sie kooperieren, sich gegenseitig etwas geben können, das beide Seiten weiter bringt. Dieses Ziel verfolgt ja auch die Thüringer Ehrenamtsstiftung, die seit einigen Jahren die Idee der Marktplätze in Thüringen verbreitet.

nnz: Unterstützt der Landkreis zum ersten Mal den Marktplatz?

Joachim Claus: Nein, neben vielen Förderern wie den Vereinen Horizont, Jugendsozialwerk und SoCon, der Sparkasse, der Stadt Nordhausen und der WBG waren auch wir im vergangenen Jahr dabei. Unsere 2. Beigeordnete Loni Grünwald wird auch in diesem Jahr wieder die Geschäfte als Notarin absegnen. Ich freue mich und danke den Initiatoren Oliver Genzel von Horizont und Professor Hartmut Bargfrede von der FH dafür, dass sie im Oktober einen zweiten Marktplatz veranstalten – denn die Organisation und Vorbereitung für dieses Ereignis ‚mal eben nebenher’ ist nicht zu unterschätzen.


Viele weitere Informationen und Kontaktdaten gibt es am schnellsten unter www.gute-geschaefte-nordhausen.de.
Autor: nnz

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