Do, 10:07 Uhr
10.10.2002
Wirklich keine Alternative?
Nordhausen (nnz). Warum unbedingt ein neues Industriegebiet in der Goldenen Aue? Warum keine Ansiedlung auf bereits vorhandenen Altstandorten? Die Fragen - immer wieder gestellt - hat jetzt ein Experte im Gespräch mit der nnz beantwortet.
Dr. Horst Kox, geoökologisch arbeitender Wissenschaftler, nannte auf Anfrage als Beispiele für überwiegend ungenutzte Industriebrachen die Gelände Robotron Sömmerda, Wismut, Wartburg Automobilwerke Eisenach und zum Teil auch IFA Motorenwerke Nordhausen. Beispielsweise siedelte die Opel AG ihre neuen Werke nicht in den Eisenacher Industriebrachen sondern auf der grünen Wiese an, Fujitsu Siemens Computers lehnte eine Ansiedlung auf der Robotron-Brache ab.
Als Gründe für die Unmöglichkeit der Ansiedlung des Industrieparkes Goldene Aue auf Industriebrachen führen die Planer vom zuständigen Planungsbüro Meißner & Meißner die folgenden auf. Im Landkreis Nordhausen gibt es keine Industriebrachen, die eine für die Förderung vom Land grundvoraussetzende zusammenhängende Großfläche von 100 ha aufweisen. Weiterhin bilden die Altlasten wie z.B. Öl im Boden auf Industriebrachen einen erheblichen Unsicherheitsfaktor, da sie immense Sanierungskosten erfordern, bevor eine Vermarktung des Gebietes überhaupt in Frage kommt. Auch entstünden große Mehrkosten durch den erforderlichen Rückbau, da eine völlig saubere und ebene Fläche benötigt wird.
In Nordhausen kämen auf dem IFA-Gelände zudem Emissionsprobleme hinzu, weil meistens Wohnhäuser zu dicht an den Flächen liegen. Auch Dr. Horst Kox führt diese Kriterien an, er plädiert bei der Planung des neuen Industrieparks jedoch für saubere naturschutzmäßige Untersuchungen, damit Gefahren von Hochwasser usw. richtig eingeschätzt werden. Zudem sei vorher zu prüfen, welche Industrie angesiedelt werden soll. Laut dem zuständigen Planungsbüro unterliegt außerdem die gesamte Planung der Auflage der Landesplanung vom Thüringer Landesverwaltungsamt, dass die besiedelnden Industrieunternehmen mindestens eine Größe von 15 ha aufweisen müssen. Eine Ansiedlung kleinerer Betriebe auf den Brachen sei dagegen durchaus denkbar.
Autor: nnzDr. Horst Kox, geoökologisch arbeitender Wissenschaftler, nannte auf Anfrage als Beispiele für überwiegend ungenutzte Industriebrachen die Gelände Robotron Sömmerda, Wismut, Wartburg Automobilwerke Eisenach und zum Teil auch IFA Motorenwerke Nordhausen. Beispielsweise siedelte die Opel AG ihre neuen Werke nicht in den Eisenacher Industriebrachen sondern auf der grünen Wiese an, Fujitsu Siemens Computers lehnte eine Ansiedlung auf der Robotron-Brache ab.
Als Gründe für die Unmöglichkeit der Ansiedlung des Industrieparkes Goldene Aue auf Industriebrachen führen die Planer vom zuständigen Planungsbüro Meißner & Meißner die folgenden auf. Im Landkreis Nordhausen gibt es keine Industriebrachen, die eine für die Förderung vom Land grundvoraussetzende zusammenhängende Großfläche von 100 ha aufweisen. Weiterhin bilden die Altlasten wie z.B. Öl im Boden auf Industriebrachen einen erheblichen Unsicherheitsfaktor, da sie immense Sanierungskosten erfordern, bevor eine Vermarktung des Gebietes überhaupt in Frage kommt. Auch entstünden große Mehrkosten durch den erforderlichen Rückbau, da eine völlig saubere und ebene Fläche benötigt wird.
In Nordhausen kämen auf dem IFA-Gelände zudem Emissionsprobleme hinzu, weil meistens Wohnhäuser zu dicht an den Flächen liegen. Auch Dr. Horst Kox führt diese Kriterien an, er plädiert bei der Planung des neuen Industrieparks jedoch für saubere naturschutzmäßige Untersuchungen, damit Gefahren von Hochwasser usw. richtig eingeschätzt werden. Zudem sei vorher zu prüfen, welche Industrie angesiedelt werden soll. Laut dem zuständigen Planungsbüro unterliegt außerdem die gesamte Planung der Auflage der Landesplanung vom Thüringer Landesverwaltungsamt, dass die besiedelnden Industrieunternehmen mindestens eine Größe von 15 ha aufweisen müssen. Eine Ansiedlung kleinerer Betriebe auf den Brachen sei dagegen durchaus denkbar.


