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Do, 08:42 Uhr
27.08.2009

Positiver Trend hält an

Erneut gestiegen ist die Zahl der Übernachtungen in der Stadt Nordhausen - auf 36.671 im ersten Halbjahr 2009. Das sagte jetzt Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke mit Blick auf die aktuellen Veröffentlichungen des Thüringer Landesamtes für Statistik. „Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen wir bei 35.897 Übernachtungen“, so Jendricke.

Grafik (Foto: psv) Grafik (Foto: psv)

Wenn es auch nur eine kleine Steigerung ist, so setze sich doch ein seit mehreren Jahren anhaltender positiver Trend für die Rolandstadt fort. „Somit werden im Übrigen auch die Horror-Meldungen ad absurdum geführt, welche der Wirtschaftsausschuss des Landkreises jüngst verbreitet hatte. Nach dessen Verlautbarung müsste der Tourismus bei uns eigentlich am Boden liegen und man stellte grundsätzlich fest, dass wir keine Tourismusregion seien. Zeil war es offensichtlich, dem erneuten Gipsabbau im Südharz Vorschub zu gewähren und somit die touristischen Entwicklungspotentiale schlecht zu reden. Das Gegenteil ist aber offensichtlich der Fall und zum Glück werden sich unsere Gäste nicht durch solche Negativ-Schlagzeilen durch den Landkreis abschrecken lassen“, erklärte der Bürgermeister.

Auch Jendricke machte allerdings deutlich, dass die Region noch weit mehr unternehmen müsse, um vom Harztourismus zu profitieren, „aber dazu bedarf es der Kraftanstrengung aller Akteure.“ So verlange er vor allem von einer neuen Landesregierung „ein schnelles Umsetzen des `Naturparks Südharz´, die derzeitige jahrelange Hinhaltestrategie muss endlich ein Ende haben“.

Birgit Adam von der Nordhäuser Stadtinformation führt die steigende Touristenzahl neben der besseren Verkehrsanbindung der Rolandstadt auch auf die gute und vor allem stetige Werbung für die Nordhäuser Region zurück. „Wir sind seit Jahren auf allen wichtigen Messen präsent. Mindestens einmal im Jahr schreiben wir alle Besucher an, die irgendwann einmal Kontakt zu uns hatten und informieren sie über Neuigkeiten und aktuelle Veranstaltungen.“

Ausgezahlt habe sich auch die Mitgliedschaft der Stadt Nordhausen im Verein Städtetourismus und im Harzer Verkehrsverband sowie die Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismus in Berlin. “Nicht zu unterschätzen ist auch die Kooperation innerhalb der Stadt: zwischen uns und den Hoteliers sowie mit der Traditionsbrennerei.“
Autor: nnz

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Kommentare
98maschr
27.08.2009, 21:05 Uhr
Wer hat denn da in Mathe nicht aufgepasst?
Ok die Stadt Nordhausen allein betrachtet hatte einen schier unglaublichen Zuwachs von ca 2% aber der Landkreis besteht leider (zum Glück?) nicht nur aus der Stadt Nordhausen.

Und wenn ich mir die Zahlen hier einmal anschaue und zusammenrechne nahm die Anzahl der Übernachtungen von knapp 74500 auf deutlich unter 68000 ab.

Wie kann Herr Jendricke bei diesen Zahlen behaupten der Wirtschaftsausschuss würde eine Horror-Meldung verbreiten und sagen es gäbe einen positiven Trend? Zumal explizit dasteht es gehe um den gesamten Landkreis.

Ich würde eventuell Herrn Jendricke und Frau Adam die Schülerhilfe Nordhausen empfehlen. Man sollte meinen, daß zumindest ein Bürgermeister dazu imstande sein sollte 5 Zahlen zu addieren.
denk-mal
28.08.2009, 07:30 Uhr
wieder mal demagogie
es ist typisch, wenn herr jendricke dem landrat oder dem kreis eins auswischen kann, macht er es. mit eigentor oder ohne, ganz egal man schiesst erst mal. an den gezeichneten balken der statistik ist zu erkennen, dass die im landkreis kürtzer sind, als der balken von nordhausen. da muss man nicht rechnen können, es genügt das einfache richtige hinsehen.

wenn man dann noch liest es handele sich nur um feriengäste, stellt man die oberflächlichkeit der statistik fest. befragt man die hotelinhaber bekommt man zumindest von den nordhäusern die auskunft, man sei froh, dass die betriebe ihre wirtschaftskontakte und mitarbeiter bei ihnen schlafen lassen. keine feriengäste sondern berufsbedingte übernachtungen.

es ist allerdings ohne frage richtig, dass die fremdenverkehrsangebote noch nicht unseren möglichkeiten entsprechen. betrachtet man den bedarf an arbeitskräften im servicebereich des fremdenverkehrs, so ist das eine möglichkeit arbeitssuchenden angebote machen zu können.
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