Di, 19:36 Uhr
08.10.2002
Feuer immer noch nicht gelöscht
Branderode (nnz). Das verheerende Feuer in der Gemeinde Branderode war auch gestern noch nicht gänzlich gelöscht. Für die nnz hat Ortsbrandmeister Thomas Evers noch einmal das Ereignis chronologisch zusammengefasst.
Am 4.10.02 um 17.45 Uhr wurde der Löschzug der Gemeinde Hohenstein mit den Ortswehren Branderode, Klettenberg und Liebenrode zu einem Garagenbrand nach Branderode alarmiert. Der Garagenbrand entwickelte sich noch vor dem Eintreffen der ersten Feuerwehr nach rund fünf Minuten zu einem Großbrand, wie es ihn in der Gemeinde Hohenstein mit ihren neun Ortsteilen nach der Wiedervereinigung noch nicht gegeben hat. Drei Gebäude mit einer Gesamtlänge von ca. 150 Meter standen schlagartig in Flammen. Wehrführer und stellvertretender Ortsbrandmeister Enrico Göbel forderte umgehend Verstärkung an, diese kam mit dem Löschzug aus Bad Sachsa/Neuhof.
Durch das schnelle Eingreifen der Tanklöschfahrzeuge aus Liebenrode, Klettenberg und der Drehleiter aus Bad Sachsa konnte ein benachbartes Wohnhaus ohne Beschädigungen gehalten werden. Um 18.10 Uhr übernahm Thomas Evers die Einsatzleitung und forderte in Absprache mit dem inzwischen ebenfalls eingetroffenen Kreisbrandinspekor Erich Etzrodt die Berufsfeuerwehr Nordhausen mit einer weiteren Drehleiter und etwas später noch den Löschzug aus Walkenried an.
Nun bekämpften rund 80 Feuerwehrleute den Großbrand. Pro Minute wurden in dieser Zeit ca. 5000 Liter Wasser auf das Feuer abgegeben. Die Einsatzstelle wurde in drei Abschnitte geteilt, und jeweils von einem Abschnittsleiter geführt. An dieser Stelle muß noch einmal die außerordentlich gute Zusammenarbeit des Löschzuges Bad Sachsa/Neuhof unter Führung von Stadtbrandmeisters Carsten Georg, des Löschzuges Walkenried unter Führung des Gemeindebrandmeisters Tobias Mielke und des Löschzuges Hohenstein (Liebenrode, Klettenberg, Branderode) gewürdigt werde, welche zu einer sichtbaren Eindämmung des Brandes nach rund sechs Stunden führte.
Die Versorgung der am Einsatz beteiligten Kräfte erfolgte durch die Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Branderode unter Leitung von Doreen Paschold im Dorfgemeinschaftshaus. Hierbei wurden sie von der Fleischerei Kurth aus Neuhof sowie dem Getränkehandel Köhler aus Liebenrode unterstützt. Der Versorgungsstützpunkt wurde bis Sonntag Mittag aufrecht erhalten und insgesamt rund 180 Einsatzkräfte versorgt.
Am Samstag, gegen 1.00 Uhr wurden die ersten Kräfte abgelöst. In der Folge kamen alle Wehren der Gemeinde Hohenstein so Holbach, Schiedungen, Tebra, Limlingerode, Mackenrode für jeweils 8-14 Stunden zum Einsatz. Ab 8.00 Uhr wurde mit dem Abbruch des teilweise noch brennenden Objektes begonnen. Schließlich wurde die Stützpunktfeuerwehr Ellrich nachgefordert, welche die Kräfte aus Niedersachsen ablöste. Das Objekt war bis gestern noch nicht endgültig gelöscht. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. eine Million Euro.
Im Zuge des mittlerweile vier Tage dauernden Einsatzes wurden rund 80 Flaschen Atemluft verbraucht. Manche Feuerwehren wie Holbach oder Liebenrode kamen insgesamt bis zu drei mal zum Einsatz. Die Kameradinnen und Kameraden aller beteiligten Wehren zeigten in diesem Einsatz Leistungen, welche an die Grenze des menschlich Machbaren herangingen. Es bleibt zu hoffen, daß die Entscheidungsträger auf allen kommunalen Ebenen gesehen haben, was sie an Ihren Freiwilligen Feuerwehren haben und dies auch mit einer entsprechenden Ausrüstung und manchmal ein wenig mehr Anerkennung honorieren.
Thomas Evers, Ortsbrandmeister/Einsatzleiter
Autor: nnz
Am 4.10.02 um 17.45 Uhr wurde der Löschzug der Gemeinde Hohenstein mit den Ortswehren Branderode, Klettenberg und Liebenrode zu einem Garagenbrand nach Branderode alarmiert. Der Garagenbrand entwickelte sich noch vor dem Eintreffen der ersten Feuerwehr nach rund fünf Minuten zu einem Großbrand, wie es ihn in der Gemeinde Hohenstein mit ihren neun Ortsteilen nach der Wiedervereinigung noch nicht gegeben hat. Drei Gebäude mit einer Gesamtlänge von ca. 150 Meter standen schlagartig in Flammen. Wehrführer und stellvertretender Ortsbrandmeister Enrico Göbel forderte umgehend Verstärkung an, diese kam mit dem Löschzug aus Bad Sachsa/Neuhof.Durch das schnelle Eingreifen der Tanklöschfahrzeuge aus Liebenrode, Klettenberg und der Drehleiter aus Bad Sachsa konnte ein benachbartes Wohnhaus ohne Beschädigungen gehalten werden. Um 18.10 Uhr übernahm Thomas Evers die Einsatzleitung und forderte in Absprache mit dem inzwischen ebenfalls eingetroffenen Kreisbrandinspekor Erich Etzrodt die Berufsfeuerwehr Nordhausen mit einer weiteren Drehleiter und etwas später noch den Löschzug aus Walkenried an.
Nun bekämpften rund 80 Feuerwehrleute den Großbrand. Pro Minute wurden in dieser Zeit ca. 5000 Liter Wasser auf das Feuer abgegeben. Die Einsatzstelle wurde in drei Abschnitte geteilt, und jeweils von einem Abschnittsleiter geführt. An dieser Stelle muß noch einmal die außerordentlich gute Zusammenarbeit des Löschzuges Bad Sachsa/Neuhof unter Führung von Stadtbrandmeisters Carsten Georg, des Löschzuges Walkenried unter Führung des Gemeindebrandmeisters Tobias Mielke und des Löschzuges Hohenstein (Liebenrode, Klettenberg, Branderode) gewürdigt werde, welche zu einer sichtbaren Eindämmung des Brandes nach rund sechs Stunden führte.
Die Versorgung der am Einsatz beteiligten Kräfte erfolgte durch die Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Branderode unter Leitung von Doreen Paschold im Dorfgemeinschaftshaus. Hierbei wurden sie von der Fleischerei Kurth aus Neuhof sowie dem Getränkehandel Köhler aus Liebenrode unterstützt. Der Versorgungsstützpunkt wurde bis Sonntag Mittag aufrecht erhalten und insgesamt rund 180 Einsatzkräfte versorgt. Am Samstag, gegen 1.00 Uhr wurden die ersten Kräfte abgelöst. In der Folge kamen alle Wehren der Gemeinde Hohenstein so Holbach, Schiedungen, Tebra, Limlingerode, Mackenrode für jeweils 8-14 Stunden zum Einsatz. Ab 8.00 Uhr wurde mit dem Abbruch des teilweise noch brennenden Objektes begonnen. Schließlich wurde die Stützpunktfeuerwehr Ellrich nachgefordert, welche die Kräfte aus Niedersachsen ablöste. Das Objekt war bis gestern noch nicht endgültig gelöscht. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. eine Million Euro.
Im Zuge des mittlerweile vier Tage dauernden Einsatzes wurden rund 80 Flaschen Atemluft verbraucht. Manche Feuerwehren wie Holbach oder Liebenrode kamen insgesamt bis zu drei mal zum Einsatz. Die Kameradinnen und Kameraden aller beteiligten Wehren zeigten in diesem Einsatz Leistungen, welche an die Grenze des menschlich Machbaren herangingen. Es bleibt zu hoffen, daß die Entscheidungsträger auf allen kommunalen Ebenen gesehen haben, was sie an Ihren Freiwilligen Feuerwehren haben und dies auch mit einer entsprechenden Ausrüstung und manchmal ein wenig mehr Anerkennung honorieren.
Thomas Evers, Ortsbrandmeister/Einsatzleiter

