Mo, 07:26 Uhr
07.10.2002
Aldi und Lidl erweitern
Nordhausen (nnz). Die Discounter Aldi und Lidl bauen ihre Sortimente weiter aus. Was geplant ist verrät Ihnen nnz.
Hatte nnz erst kürzlich von der Absicht Aldis berichtet, probeweise Öko-Produkte ins Sortiment zu nehmen, wurde nun bekannt, dass die Discounter Aldi und Lidl spätestens ab 2003 auch Frischfleisch anbieten werden. Wie dem Handelblatt zu entnehmen ist, werden sich beide Unternehmen zunächst auf bis zu 20 Artikel wie Steaks, Schweineschnitzel und Gulasch in SB-Verpackungen konzentrieren. Ersten Anzeichen nach seien die Vorbereitungen bei Aldi Nord weit fortgeschritten. Beobachter würden mit einem Nachziehen von Lidl im Abstand von maximal drei Monaten rechnen. Aldi Nord dementierte allerdings entsprechende Pläne zur Einführung von Frischfleisch.
Christoph Silber-Bonz, Sprecher des Deutschen Fleischer-Verbandes, rechnet bei einem Einstieg der Discounter aber nicht mit Einbußen bei den Fachgeschäften. Die Stärken der Fleischer seien der Thekenverkauf und die Beratung. In diesem Bereich drohe durch die Discounter keine Konkurrenz.
Das Bestreben der beiden Handelsketten werde den Anteil der Selbstbedienungsware bei Fleisch im Lebensmitteleinzelhandel weiter steigern, glauben Experten. Es sei davon auszugehen, dass spätestens 2006 die Hälfte des Fleischumsatzes über SB abgewickelt werde, sagte Fleischbranchenexperte Volker Dölle. Derzeit belaufe sich dieser Anteil auf rund ein Drittel.
Autor: nnzHatte nnz erst kürzlich von der Absicht Aldis berichtet, probeweise Öko-Produkte ins Sortiment zu nehmen, wurde nun bekannt, dass die Discounter Aldi und Lidl spätestens ab 2003 auch Frischfleisch anbieten werden. Wie dem Handelblatt zu entnehmen ist, werden sich beide Unternehmen zunächst auf bis zu 20 Artikel wie Steaks, Schweineschnitzel und Gulasch in SB-Verpackungen konzentrieren. Ersten Anzeichen nach seien die Vorbereitungen bei Aldi Nord weit fortgeschritten. Beobachter würden mit einem Nachziehen von Lidl im Abstand von maximal drei Monaten rechnen. Aldi Nord dementierte allerdings entsprechende Pläne zur Einführung von Frischfleisch.
Christoph Silber-Bonz, Sprecher des Deutschen Fleischer-Verbandes, rechnet bei einem Einstieg der Discounter aber nicht mit Einbußen bei den Fachgeschäften. Die Stärken der Fleischer seien der Thekenverkauf und die Beratung. In diesem Bereich drohe durch die Discounter keine Konkurrenz.
Das Bestreben der beiden Handelsketten werde den Anteil der Selbstbedienungsware bei Fleisch im Lebensmitteleinzelhandel weiter steigern, glauben Experten. Es sei davon auszugehen, dass spätestens 2006 die Hälfte des Fleischumsatzes über SB abgewickelt werde, sagte Fleischbranchenexperte Volker Dölle. Derzeit belaufe sich dieser Anteil auf rund ein Drittel.


