Do, 14:59 Uhr
20.08.2009
nnz-Betrachtung: Rinke nach Erfurt
Sag`niemals nie – so stand es im Juni dieses Jahres in der nnz. Gemeint waren damit die möglichen Avancen von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) um einen Ministerposten einer etwaigen neuen Landesregierung. Und heute?
Barbara Rinke sagt ihn wieder, diesen Satz: Man soll niemals nie sagen! Will heißen, sie wird dem Kompetenzteam von Möchte-Gern-Ministerpräsident Christoph Matschie (SPD) zur Verfügung stehen. Als Sozialministerin in spe so zusagen. Im Team. Ein aktuelles Statement dazu ist ihr, der Nordhäuser Oberbürgermeisterin, dazu nicht abzuringen. Sie blockt geschickt ab. Nur soviel: Ich bin morgen in Erfurt.
Wohl auch muss sie das sagen, weil gewisse Spielregeln einzuhalten sind. Nicht sie darf das verkünden, es muss der Chef sein, der seinen Hofstaat vorstellt. Dass sich Christoph Matschie Barbara Rinke als finale Kandidatin aufhebt, hat trotzdem schon Symbolcharakter. Beide können gut miteinander. Rinke rettete mit einem Brief an den Landesvorstand Matschie vor dem politischen Aus und der muss sich revanchieren.
Zurück nach Nordhausen. Die morgige Vorstellung bedeutet nun nicht etwa, dass in der Rolandstadt ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gewählt werden muss. So unsicher ist der Wahlausgang selbst, zu unsicher sind mögliche Koalitionen.
Da wäre die Koalition mit der CDU. Die bringt vermutlich die Amtsinhaberin Christine Lieberknecht ins Spiel. Kein Leichtgewicht in der politischen Landschaft, Lieberknecht hat sich in ihrer kurzen Amtszeit viel Respekt erarbeitet. Einen Wechsel da herbeizuführen, wird dem kleinen Partner dieser Koalition wohl nur schwerlich gelingen. Bleibt vielleicht noch Rot-Rot-Grün mit Matschie als Regierungschef.
Diese Konstellation dürfte sich für Barbara Rinke ausschließen, da sie bekannterweise nicht der Steigbügelhalter für die SED-Nachfolger sein will. Spannend wird es morgen nicht, fürs Erste hat sich Barbara Rinke entschieden. Gegen Nordhausen. Doch letztlich könnte sie sich ihres Mottos erinnern: Sag` niemals nie.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzBarbara Rinke sagt ihn wieder, diesen Satz: Man soll niemals nie sagen! Will heißen, sie wird dem Kompetenzteam von Möchte-Gern-Ministerpräsident Christoph Matschie (SPD) zur Verfügung stehen. Als Sozialministerin in spe so zusagen. Im Team. Ein aktuelles Statement dazu ist ihr, der Nordhäuser Oberbürgermeisterin, dazu nicht abzuringen. Sie blockt geschickt ab. Nur soviel: Ich bin morgen in Erfurt.
Wohl auch muss sie das sagen, weil gewisse Spielregeln einzuhalten sind. Nicht sie darf das verkünden, es muss der Chef sein, der seinen Hofstaat vorstellt. Dass sich Christoph Matschie Barbara Rinke als finale Kandidatin aufhebt, hat trotzdem schon Symbolcharakter. Beide können gut miteinander. Rinke rettete mit einem Brief an den Landesvorstand Matschie vor dem politischen Aus und der muss sich revanchieren.
Zurück nach Nordhausen. Die morgige Vorstellung bedeutet nun nicht etwa, dass in der Rolandstadt ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gewählt werden muss. So unsicher ist der Wahlausgang selbst, zu unsicher sind mögliche Koalitionen.
Da wäre die Koalition mit der CDU. Die bringt vermutlich die Amtsinhaberin Christine Lieberknecht ins Spiel. Kein Leichtgewicht in der politischen Landschaft, Lieberknecht hat sich in ihrer kurzen Amtszeit viel Respekt erarbeitet. Einen Wechsel da herbeizuführen, wird dem kleinen Partner dieser Koalition wohl nur schwerlich gelingen. Bleibt vielleicht noch Rot-Rot-Grün mit Matschie als Regierungschef.
Diese Konstellation dürfte sich für Barbara Rinke ausschließen, da sie bekannterweise nicht der Steigbügelhalter für die SED-Nachfolger sein will. Spannend wird es morgen nicht, fürs Erste hat sich Barbara Rinke entschieden. Gegen Nordhausen. Doch letztlich könnte sie sich ihres Mottos erinnern: Sag` niemals nie.
Peter-Stefan Greiner

