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Mi, 13:25 Uhr
19.08.2009

Wirtschaftsförderung auf Prüfstand

Die Wirtschaftsförderung im Freistaat gehört unbedingt auf den Prüfstand. Dafür sprach sich gestern Abend Andreas Wieninger (SPD) auf einer Veranstaltung der IHK Nordthüringen im BIC Nordhausen aus. Warum der Landtagskandidat das fordert, das hat die nnz erfahren...

Wohin geht die Reise? (Foto: SPD) Wohin geht die Reise? (Foto: SPD)
Aufgenommen in Ellrich, Standort Nicolaiplatz in Richtung Walkenried.
Wer jedoch nicht weiß, dass das Salztalparadies in Bad Sachsa ist, fühlt sich verschaukelt, denn auf niedersächsischer Seite ist keine Folgebeschilderung vorhanden


Vor dem Hintergrund einer notwendigen Konsolidierung des Thüringer Finanzhaushaltes werde es dringend notwendig die bisherige Verfahrensweise der Vergabe von Finanzmitteln auf ihre nachhaltige Wirkung hin zu prüfen. Als ein Bespiel nannte er in diesem Zusammenhang die durch das Thüringer Wirtschaftsministerium geplante und geförderte Aufstellung von Hinweisschildern im Landkreis Nordhausen, welche auf das touristische Ziel Salztalparadies, in Bad Sachsa hinweisen.

Da werde mit öffentlichen Mittel, also auch Steuergeldern vor Jahren die Sanierung und der Umbau des Badehauses in Nordhausen gefördert und nun mit ebensolchen Mitteln Wirtschaftsförderung für eine direkt konkurrierende Einrichtung, aber in einem anderen Bundesland gemacht.

„Eine solche Vorgehensweise halte ich für nicht vertretbar. Natürlich fahren auch Nordhäuser nach Bad Sachsa, aber eine solche Förderung halte ich für äußerst fragwürdig. Diese Mittel wären in der Förderung der unmittelbaren Nordhäuser Wirtschaft besser angelegt“, sagt Wieninger. Und abschließend: „Da bin ich natürlich meiner Heimat eher verbunden als anderen Bundesländern.“
Autor: nnz

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Kommentare
Tom Landsiedel
19.08.2009, 17:42 Uhr
Gesamtzusammenhänge sehen!
Dieses Schild, wie auch viele andere Schilder, brauner Hintergrund - weiße Schrift, gehören zum touristischem Leitsystem, welches in Thüringen, anders als in Niedersachsen, schon sehr gut ausgebaut ist.

Da sich die Harzer Touristiker endlich einmal zusammen gesetzt und mit den drei Ministerien abgestimmt haben funktioniert das Projekt auch gut. Hier hat man endlich die Landkreis- oder Ländergrenzen vergessen um den Gästen dieser Region einen wirklichen Service zu bieten.

Wenn nun Politiker in Wahlkampfzeiten das Kirchturmdenken wieder einführen finde ich es besonders erschreckend. Ich persönlich besuche ein Bad weil es mir gefällt oder weil mich als potentiellen Gast die Attraktion der Einrichtung reizt und nicht weil ich ein braunes Schild sehe. Spannende touristische Produkte Erfinden, Umsetzten und diese Vermarkten sollten unsere Ziele sein.
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