Mi, 11:42 Uhr
19.08.2009
Ohne Show
Mit viel Bodenhaftung, natürlich ohne Hubschrauber und ohne großes Tamtam besuchte gestern die Bundestagsvizepräsidentin Nordhausen und erwischte am Nachmittag im Mehrgenerationenhaus zufällig den wöchentlichen Dienstags-Kaffeeklatsch – genau das Richtige, um sich zu erden.
Babett Käferstein, Katrin Göring-Eckhardt und Franca Bergmann und Gisela Hartmann im Gespräch in der Galerie des MEGEHA
Ganz normal und mit viel Bodenkontakt zeigte sich Katrin Göring-Eckardt bei ihrem gestrigen Besuch im MEGEHA, dem Mehrgenerationenhaus der Lift gGmbH, in Nordhausen. Locker, mit sommerlichem, luftigem Outfit, Flipflops an den Füßen, kam die Vizepräsidentin des Bundestages und Mitglied des Landesvorstands Bündnis 90/Die Grünen ganz ohne Tamtam an. Ihr vorher formuliertes Ziel verfolgend, was da hieß, den Bodenkontakt behalten und sich erden.
An ihrer Seite natürlich das hiesige grüne Urgewächs Gisela Hartmann. Ohne Inszenierung erhielt Katrin Göring-Eckardt einen Einblick in das Mehrgenerationenhaus, der authentischer nicht sein konnte. Es gibt keine Vorstellung, erklärten Franca Bergmann, stellvertretende Lift-Geschäftsführerin, und Babett Käferstein, Leiterin des Hauses, die sich über den Besuch und das Interesse der Spitzenpolitikerin sichtlich freuten. Und führten sie mitten hinein in die sich wöchentlich treffende Dienstags-Kaffeerunde, bestehend aus lebenslustigen, schnatternden Seniorinnen.
Wahlkampfpropaganda blieb außen vor. Stattdessen nahm sich Göring-Eckardt Zeit, hörte zu, fragte, antwortete und erzählte. Natürlich auch über Kuchenbacken und dass sie Blätterteig nicht gerne selber macht. Sie erfuhr etwas über diese Menschen, den Alltag, die vielfältigen Angeboten des MEGEHA. Franca Bermann: In unserer Theatergruppe reicht das Alter von Mitte 30 bis Ende 60. Sie erklärte im Anschluss an den Kaffeeklatsch bei einer Führung, wie die Lift gGmbH, Betreiber des MEGEHA, stabile Strukturen schafft, unternehmerisch und über geförderte Maßnahmen hinaus nach wirtschaftlichen Prämissen arbeitet.
Katrin Göring-Eckardt meinte es als Kompliment, als sie zum Schluss sagte: Eine Einrichtung, wie diese steht und fällt mit den Leuten, die das machen. Kommunen und Landkreise sind gefordert, das Bundesmodellprojekt Mehrgenerationenhäuser fortzuführen, betonte sie.
Zuhören und sehen statt Parolen – das ist das Resümee des Besuchs der Bundestagsvizepräsidentin, die sich die Erhaltung solcher Häuser an diesem Tag fest auf die Fahnen geschrieben hat.
Autor: nnzBabett Käferstein, Katrin Göring-Eckhardt und Franca Bergmann und Gisela Hartmann im Gespräch in der Galerie des MEGEHA
Ganz normal und mit viel Bodenkontakt zeigte sich Katrin Göring-Eckardt bei ihrem gestrigen Besuch im MEGEHA, dem Mehrgenerationenhaus der Lift gGmbH, in Nordhausen. Locker, mit sommerlichem, luftigem Outfit, Flipflops an den Füßen, kam die Vizepräsidentin des Bundestages und Mitglied des Landesvorstands Bündnis 90/Die Grünen ganz ohne Tamtam an. Ihr vorher formuliertes Ziel verfolgend, was da hieß, den Bodenkontakt behalten und sich erden.
An ihrer Seite natürlich das hiesige grüne Urgewächs Gisela Hartmann. Ohne Inszenierung erhielt Katrin Göring-Eckardt einen Einblick in das Mehrgenerationenhaus, der authentischer nicht sein konnte. Es gibt keine Vorstellung, erklärten Franca Bergmann, stellvertretende Lift-Geschäftsführerin, und Babett Käferstein, Leiterin des Hauses, die sich über den Besuch und das Interesse der Spitzenpolitikerin sichtlich freuten. Und führten sie mitten hinein in die sich wöchentlich treffende Dienstags-Kaffeerunde, bestehend aus lebenslustigen, schnatternden Seniorinnen.
Wahlkampfpropaganda blieb außen vor. Stattdessen nahm sich Göring-Eckardt Zeit, hörte zu, fragte, antwortete und erzählte. Natürlich auch über Kuchenbacken und dass sie Blätterteig nicht gerne selber macht. Sie erfuhr etwas über diese Menschen, den Alltag, die vielfältigen Angeboten des MEGEHA. Franca Bermann: In unserer Theatergruppe reicht das Alter von Mitte 30 bis Ende 60. Sie erklärte im Anschluss an den Kaffeeklatsch bei einer Führung, wie die Lift gGmbH, Betreiber des MEGEHA, stabile Strukturen schafft, unternehmerisch und über geförderte Maßnahmen hinaus nach wirtschaftlichen Prämissen arbeitet.
Katrin Göring-Eckardt meinte es als Kompliment, als sie zum Schluss sagte: Eine Einrichtung, wie diese steht und fällt mit den Leuten, die das machen. Kommunen und Landkreise sind gefordert, das Bundesmodellprojekt Mehrgenerationenhäuser fortzuführen, betonte sie.
Zuhören und sehen statt Parolen – das ist das Resümee des Besuchs der Bundestagsvizepräsidentin, die sich die Erhaltung solcher Häuser an diesem Tag fest auf die Fahnen geschrieben hat.


